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Tiefe Hirnstimulation (Hirnschrittmacher) - Methoden

Untersuchungen vor einer Tiefen Hirnstimulation


Im Rahmen einer ambulanten neurologischen Vorstellung in einem spezialisierten Zentrum für Tiefe Hirnstimulation wird der Patient zunächst untersucht und die Krankengeschichte erhoben. Wenn die medizinischen Kriterien für eine Tiefe Hirnstimulation gegeben sind, sollte mit dem Patienten und seinen Angehörigen ein ausführliches Informationsgespräch über die Operation und mögliche Therapiealternativen erfolgen. Ist der Entschluss zur Durchführung einer Tiefen Hirnstimulation gefallen, findet in der Regel eine stationäre Abklärung statt, die einer optimalen Behandlungsvorbereitung dient. Nach Abschluss aller Untersuchungen wird ein Operationstermin in dem auf die Tiefe Hirnstimulation spezialisierten Zentrum vereinbart.


Vorbereitungen auf die Tiefe Hirnstimulation


Einige Tage vor dem Eingriff der Tiefen Hirnstimulation erfolgt eine erneute stationäre Aufnahme, wobei in diesem Zeitraum die Operationsvorbereitung und gegebenenfalls eine Anpassung der medikamentösen Therapie stattfindet. Die Operation wird in dem auf die Tiefe Hirnstimulation spezialisierten neurochirurgischen Zentrum durchgeführt und dauert circa 4 bis 6 Stunden. Dem eigentlichen Eingriff wird eine detaillierte bildgebende Untersuchung zur Darstellung der Zielstrukturen im Gehirn vorangestellt. Diese Bildgebung wird für die dreidimensionale Operationsplanung genutzt und ist für den Erfolg der Tiefen Hirnstimulation sowie zur Minimierung der Operationsrisiken von entscheidender Bedeutung.


Operationsablauf bei der Tiefen Hirnstimulation


Um einen sterilen Zugang zum Gehirn zu ermöglichen, werden am Tag vor der Tiefen Hirnstimulation die Kopfhaare geschnitten. Der operative Zugang erfolgt durch den vorderen Schädelknochen mittels zweier kleiner Bohrlöcher (Durchmesser ca. 10 mm). Hierüber werden kleine Testelektroden in die Zielstruktur vorgeschoben, um lokale elektrische Impulse zu messen. Diese Phase der Tiefen Hirnstimulation wird gegebenenfalls in einem wachen Zustand durchgeführt, um in Zusammenarbeit mit dem behandelnden Neurochirurgen und Neurologen während einer mehrminütigen Teststimulation die Wirkung und mögliche Nebenwirkungen zu ermitteln. Nach der erfolgreichen Testung wird eine vierpolige Elektrode mit einem Durchmesser von circa 1.3 mm in das Zielgebiet geführt und diese anschließend mit einem Sicherungsmechanismus im Bohrloch fixiert. Abschließend werden die Elektroden unter Zuhilfenahme eines Verlängerungskabels mit dem Impulsgenerator verbunden. Zum Schluss werden die Elektroden, das Verlängerungskabel sowie der Impulsgeber vollständig unter die Haut implantiert.

Artikelinformationen zu Tiefe Hirnstimulation (Hirnschrittmacher)
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Univ.-Prof. Dr. med. Alfons Schnitzler

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