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Reizhusten - Hintergrund / Einleitung

Reizhusten


Als Reizhusten wird umgangssprachlich ein meist anfallsartig auftretender Husten ohne Schleimbildung und Auswurf von Bronchialschleim bezeichnet. Man spricht daher bei Reizhusten auch von trockenem oder unproduktivem Husten. Reizhusten tritt häufig im Rahmen von Erkältungskrankheiten auf und wird meist mit sogenannten Hustenblockern behandelt. Aber auch pflanzliche Mittel wie etwa Lorbeer-, Salbei- oder Tymiantees können die Beschwerden bei Reizhusten lindern.

Definition und Ursachen von Husten


Husten ist ein sehr häufiges Symptom bei Erkältungskrankheiten, tritt aber auch außerhalb von Infekten auf. Eigentlich ist Husten ein Schutzreflex, der die Atemwegsschleimhaut reinigen und schützen soll.

Die Schleimhäute der Atemwege bilden beständig mit speziellen Zellen eine Schleimschicht, die auf der Schleimhautoberfläche liegt. Dieser Schleimfilm wird von winzigen Härchen (den Flimmerhärchen), die aus der Schleimhaut ragen und die mit Muskeln ausgestattet sind, wie auf einem Förderband vorwärts bewegt - stets auf die gleiche Stelle zusteuernd, den Rachen. Dort wird der Schleim einfach hinuntergeschluckt, das geschieht unbemerkt. Dieser ganze Ablauf dient dazu, dass alle Stäube, Krankheitserreger, Allergieauslöser usw. noch bevor sie die Atemwegsschleimhaut erreichen, von diesem Schleimfilm „abgefangen“ werden und abtransportiert werden in den Magen, wo sie von der Magensäure unschädlich gemacht werden.


Husten entsteht, wenn dieses nicht ausreichend funktionieren kann. Gründe hierfür sind:
  • es wird mehr Schleim produziert, als abtransportiert werden kann (oft bei Infekten)
  • der Schleim ist zu zäh, um gut abtransportiert werden zu können (bei Infekten, zu geringe Trinkmenge)
  • die Flimmerhärchen können nicht gut genug schlagen, weil die Schleimhaut stark entzündet ist oder war (einige Virusinfekte, Schadstoffbelastung der Atemwege)
  • die Flimmerhärchen schlagen nicht koordiniert in eine Richtung, sondern chaotisch in unterschiedliche Richtungen (am häufigsten bei Rauchern)
  • es sind durch chronische Schädigung zu wenige Flimmerhärchen vorhanden (chronische Bronchitis, Raucher)

Unterscheidung von drei Hustenarten


Es gibt im Wesentlichen drei unterschiedliche Hustenarten:
Reizhusten

Was versteht man unter Reizhusten?


Eigentlich ist jeder Husten ein Reizhusten, weil es stets einen Reizfaktor gibt, der diesen Husten verursacht. Umgangssprachlich meinen wir mit Reizhusten aber immer denjenigen Husten, bei dem der Husten nicht locker und schleimig ist. Ausschließlich auf diese Art von Husten, den Reizhusten, beziehen sich auch die weiteren Erklärungen.

Artikelinformationen zu Reizhusten
Autor
Dr. med. Stefan Berghem

Dr. med. Stefan Berghem

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