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Pleuramesotheliom - Hintergrund / Einleitung

Malignes Pleuramesotheliom (MPM)

Das maligne Pleuramesotheliom (MPM) ist ein seltener bösartiger Tumor des Brustraums – aber nicht der Lunge. Es geht vom Brustfell (Pleura) aus, das die Lungenflügel umhüllt (Lungenfell) und die Brustwand innen auskleidet (Rippenfell). Ein Mesotheliom kann die Lunge regelrecht "einmauern", was zu Atembeschwerden führt, und die umgebenden Brustorgane infiltrieren. Auch eine Fernmetastasierung ist möglich. Die Diagnostik des Pleuramesothelioms ist oft schwierig, die Prognose ist meist ungünstig.

Wie häufig ist das Pleuramesotheliom?

Brustfelltumoren sind im Vergleich zum Lungenkrebs selten. Das Pleuramesotheliom ist bei Männern dreimal häufiger als bei Frauen. In Deutschland erkranken jährlich etwa 1000 Menschen. Die Diagnose Pleuramesotheliom wird meist zwischen dem 50. und dem 70. Lebensjahr gestellt. Mit einer deutlichen Zunahme dieser Erkrankung bis etwa zum Jahre 2020 ist zu rechnen. Ursache dafür sind die Spätfolgen der Asbestverwendung in den 70er-Jahren, denn Asbest ist der wichtigste Risikofaktor für diese Erkrankung. Das Pleuramesotheliom ist ein vergleichsweise langsam wachsender Tumor. Die Zeitspanne von Beginn des bösartigen Wachstums bis zur Diagnose dürfte im Mittel mehr als 30 Jahre betragen.

Was sind de Ursachen für ein Pleuramesotheliom?

Bei mindestens 75 % der Pleuramesotheliom-Patienten lässt sich in der Vorgeschichte eine meist zwischen 20 und 50 Jahre zurückliegende Asbestbelastung nachweisen. Seit 1977 ist das Pleuramesotheliom bei zurückliegendem beruflichem Asbestkontakt als Berufskrankheit geführt. Derzeit wird in Deutschland pro Jahr bei etwa 600 Patienten ein malignes Pleuramesotheliom als Berufskrankheit nach Asbestexposition anerkannt.

Die Inhalation von Asbestfasern kann auch durch Asbestkontakt im häuslichen Umfeld erfolgen. Wahrscheinlich werden fast alle Mesotheliome durch Asbest und andere biobeständige Fasern bestimmter Abmessungen hervorgerufen, denn auch bei Mesotheliompatienten ohne nachgewiesene Asbestgefährdung finden sich derartige Fasern im Lungengewebe.


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