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Neurodermitis (atopisches Ekzem) - Behandlung / Therapie

Behandlung von Neurodermitis

Eine Heilung von Neurodermitis ist derzeit nicht möglich, aber durch verschiedenartige Maßnahmen können Ekzeme und Juckreiz gemildert werden.

Essentiell ist die tägliche Hautpflege mit fettenden Salben – insbesondere nach dem Duschen und Baden. Duschen ist bei einem Neurodermitiker besser geeignet als Baden, da die Haut so weniger ausgetrocknet wird. Allergene, die als Auslöser für die Hautentzündungen bekannt sind, sollten vermieden werden. Auch eine ausgewogene Vollwerternährung, UV-Bestrahlung und eine psychosomatische Behandlung können zur Verbesserung des Zustandes beitragen. Zu enge Kleidung ist auf Grund einer Reizung der Haut ebenso zu vermeiden wie Überwärmung, da der Juckreiz durch Schwitzen verstärkt wird.

In fast allen Städten werden qualitätsgesicherte Schulungen für betroffene Eltern, Kinder/Jugendliche und Erwachsene angeboten.



Die richtige Ernährungsstrategie für Neurodermitiker

Nach Meinung des Neurodermitis Portals jucknix sollte der Ausgangspunkt zur Bekämpfung der Neurodermitis stets bei der richtigen Ernährung liegen. Es sollten eine ausgewogene Ernährung und die Vermeidung von Nahrungsmittelallergien praktiziert werden.

Zum einen gilt es durch eine ausgewogene Ernährung das Immunsystem zu stärken und resistent gegen Umwelteinflüsse zu machen. Denn wie vielfach vermutet, wenn auch noch nicht abschließend medizinisch belegt, liegt einer der Auslöser der Neurodermitis vermutlich in einer unausgeglichenen Darmflora. Dieser Tatsache kann mit einer ausgewogenen
Ernährung gegengesteuert werden.

Bevorzugt werden sollte eine ausgewogene Vollwertkost mit möglichst viel frischem Obst und Gemüse sowie Vollkornprodukten. Die Lebensmittel sollten aus kontrolliert-biologischem Anbau und artgerechter Tierhaltung kommen, um den Körper möglichst wenig mit Schadstoffen zu belasten.

Eine ausgewogene Ernährung setzt bereits im Säuglingsalter an. Bis zum Alter von mindestens 4 Monaten sollte ausschließlich gestillt werden.

Den zweiten Ansatzpunkt bildet die Vermeidung von Nahrungsmittelallergien. Allergische Reaktionen stehen in direktem Zusammenhang mit der Neurodermitis und beschleunigen die typischen Symptome wie Juckreiz und Hauttrockenheit.

Im Rahmen der Allergenvermeidung ist zu prüfen gegen welche Nahrungsmittel der Neurodermitiker allergisch ist. Typisch sind in diesem Zusammenhang Hühnereier, unterschiedliche Nussarten, Kuhmilch, Soja, Weizenmehl und Fisch. Dazu kommen oftmals Allergien gegen verschiedenste Konservierungsstoffe, Aromen und Farbstoffen. Teilweise kommt es sogar zu Unverträglichkeiten bei Fleischprodukten, dann nämlich, wenn bei der Tierzucht zuvor Antibiotika verwendet wurden.

Der für die Neurodermitis charakteristische Juckreiz kann auch durch „Pseudoallergien“ hervorrufen werden. Dies oft durch Nahrungsmittel mit hohem Histamingehalt wie zum Beispiel Wein, Bier, Sekt, Hartkäse, Camembert, Sauerkraut, Salami, Rotweinessig, Spinat und Fischkonserven.

Allergien sind durch entsprechende Allergietests festzustellen, die durch jeden Hautarzt durchgeführt werden können und oftmals durch das Führen eines Ernährungstagebuchs in Eigenregie ergänzt werden. Wird eine Allergie gegen ein Nahrungsmittel festgestellt, zum Beispiel durch eine Ausschlussdiät, dann sollte auf dieses Nahrungsmittel verzichtet werden. Bereits in der Schwangerschaft sollten werdende Mütter, insbesondere bei allergischen Vorerkrankungen der Eltern, auf eine ausgewogene Ernährung achten. Dann kann gemeinsam mit einem Arzt ein Plan entwickelt werden um festzulegen, auf welche Nahrungsmitteln besser verzichtet werden sollte. Ist nach der Geburt die Ernährung mit Muttermilch nicht möglich, dann kann bei Risikokindern hypoallergene Säuglingsnahrung verwendet werden.


Verwendete Quellen:


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medfhrer

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