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Myomtherapie mit MRgFUS - Hintergrund

Neue Myomtherapie mit MRgFUS


MRgFUS steht für Magnetresonanztomographie-gesteuerte fokussierte Ultraschalltherapie. Es ist ein neues und besonders schonendes Verfahren zur Behandlung von Gebärmuttermyomen. Es besteht aus der Zusammenführung von hochenergetischem Ultraschall  und Magnetresonanztomographie / Kernspintomographie.


Der Einsatz der Magnetresonanztomographie (MRT) ermöglicht nicht nur die gezielte Behandlung von Gebärmuttermyomen, sondern auch die Echtzeitüberwachung und -anpassung der Temperatur im Zielgewebe. Dadurch kann der Arzt die Behandlung laufend optimieren, ohne sie unterbrechen zu müssen.

Durch die gezielte Bündelung von Ultraschallwellen im Innern des Körpers kann das Myom punktgenau erhitzt werden. Dort wird eine lokale Temperatur von 60 bis 80 Grad Celsius erzeugt, wodurch das Myom punktweise eingeschmolzen und zerstört wird, während das umliegende Gewebe verschont und unverletzt bleibt. Das Myom schrumpft und bereitet meist keine Beschwerden mehr. Das abgestorbene Gewebe wird im Laufe der nächsten Wochen vom Immunsystem der Patientin selbständig abgebaut.


Eine Voruntersuchung mittels MRT (Kernspintomographie) klärt, ob die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Behandlung mit dem MRgFUS-Verfahren bei der Patientin gegeben sind. Ob die Myome mit der neuen Behandlungsform therapierbar sind, hängt von Lage, Größe und Anzahl der Myome ab.

Für die Behandlung selbst liegt die Patientin dann im MRT auf dem Bauch auf einem speziellen MRgFUS-Behandlungstisch. Ein leichtes Beruhigungsmittel sorgt für die Entspannung der Patientin, die aber immer bei Bewusstsein ist. Das Myom wird nun mit Ultraschallenergie beschallt und punktgenau eingeschmolzen. Der Radiologe überwacht am MRT die Bestrahlung der richtigen Stellen sowie die Temperatur im Inneren des Körpers, und kontrolliert in Echtzeit das Behandlungsergebnis. Nach der Behandlung muss die Patientin 1-2 Stunden ruhen, danach kann sie nach Hause gehen. Das abgestorbene Gewebe wird im Laufe der nächsten 4-12 Wochen vom Immunsystem der Patientin selbständig abgebaut. Nach 1 oder 2 Tagen kann die Patientin meist wieder zu ihrem normalen Tagesablauf zurückkehren. Eine Nachuntersuchung nach 3-6 Monaten kontrolliert den Verlauf des Gewebeabbaus.

Verwendete Quellen:
www.uterusmyome.de

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