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Lobektomie (Entfernung eines Lungenlappens) - Hintergrund

Lobektomie


Eine Lobektomie ist ein operativer Eingriff im Brustkorb zur Entfernung eines Lungenlappens oder Abschnitts der Lunge. Dabei gibt es prinzipiell zwei verschiedene Möglichkeiten, eine Lobektomie durchzuführen. So kann die Lobektomie entweder offen chirurgisch über einen Schnitt entlang des seitlichen Brustkorbs oder in Schlüsselloch-Technik mittels videoassistierter Brustkorbspiegelung (Thorakoskopie) erfolgen. Zum Einsatz kommt eine Lobektomie unter anderem bei der Behandlung von Lungenkrebs, chronischer Bronchitis, chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD), einem Lungenemphysem, einem Lungenabszess sowie gutartigen Lungentumoren.

Definition: Lobektomie


Die Lobektomie ist eine Operation im Brustkorb (Thorax), bei der ein Lappen oder ein Abschnitt (Segment) der Lunge chirurgisch entfernt wird. In der Regel wird eine Lobektomie durch eine operative Eröffnung des Brustkorbes (Thorakotomie) durchgeführt. Unter speziellen Vorraussetzungen ist diese Entfernung eines Lungenlappens auch durch eine Brustkorbspiegelung in Schlüsselloch-Technik (videoassistierte Thorakoskopie) möglich.

Anatomie der Lunge


Die Lunge besteht aus zwei kegelförmigen Lungenflügeln, die dem Herzen beidseitig anliegen. Die Lunge ist vom Lungenfell überzogen und füllt den Brustkorb, der mit dem Rippfell bzw. Brustfell ausgekleidet ist, nahezu vollständig aus. Nach unten werden die beiden Lungenflügel und das Herz durch das Zwerchfell begrenzt. Zu den Seiten werden diese durch die knöchernen und knorpeligen Rippen sowie nach vorne durch das Brustbein und nach hinten durch die Wirbelsäule begrenzt. Der rechte Lungenflügel besteht aus drei Lungenlappen, einem oberen, mittleren und unteren Lungenlappen (Lobus superior, Lobus medius, Lobus inferior). Der linke Lungenflügel hat nur zwei Lungenlappen, einen oberen und einen unteren (Lobus superior und Lobus inferior). Jeder der Lungenlappen wird in mehrere Segmente unterteilt (insgesamt rechts neun und links acht).

Funktion der Lunge


Die Hauptaufgaben der Lunge sind einerseits die Aufnahme von Sauerstoff aus der Luft während des Einatmens, und andererseits die Abgabe von Kohlendioxid mit dem Ausatmen. Beim Einatmen gelangt die Luft durch die Nase oder den Mund in den Körper. Gelangt dann über Rachen, Kehlkopf, Luftröhre und die beiden so genannten Hauptstammbronchien (untere Aufzweigung der Luftröhre) in die Lunge. Ein Hauptstammbronchus führt jeweils zum rechten und einer zum linken Lungenflügel. In den jeweiligen Lungenflügeln verzweigen sich die Hauptstammbronchien in kleinere Bronchien und diese wiederum in noch kleinere Tuben (Bronchiolen). Diese Bronchiolen enden schließlich in winzigen Lungenbläschen, den so genannten Alveolen. In diesen Alveolen findet der Gasaustausch mit den roten Blutkörperchen (Erythrozyten) statt. Dabei nehmen die Erythrozyten den Sauerstoff aus der Atemluft auf und transportieren diesen über die Arterien zu den Zellen, im Gegenzug geben sie das Kohlenstoffdioxid, das als Abbauprodukt in den Zellen entsteht, ab. Dieses Kohlenstoffdioxid wird nun in der umgekehrten Reihenfolge wie der Sauerstoff aus dem Körper ausgeschieden.

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