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Insektenstiche - Symptome

Insektenstiche erkennen


Das Stechen an sich merkt man meistens nicht, da die meisten Insekten beim Stechen sofort eine schmerzlindernde Substanz in die Einstichstelle geben,  um so ungestört Blut saugen zu können. Das tatsächliche Erkennen eines Insektenstichs fällt dann meistens nicht schwer, denn jeder hat schon einmal einen typischen Einstich gesehen. Um die Einstichstelle ist die Haut gerötet und juckt. Nach kurzer Zeit schwillt der Stich dann an und bildet in den meisten Fällen eine Quaddel. Innerhalb eines Tages entsteht über der Einstichstelle dann eine Papel, ein etwa erbsengroßes Knötchen, das mit Flüssigkeit gefüllt ist. Die Papel heilt nach einigen Tagen von alleine ab, ohne dass irgendwelche Narben zurückbleiben.

Bienen- und Wespenstiche sehen in der Regel etwas anders aus. Bereits das Stechen ist sehr schmerzhaft. Sieht man bei genauem Blick auf die Einstichstelle noch einen Stachel, dann hat mit großer Wahrscheinlichkeit eine Biene zugestochen. Ist kein Stachel vorhanden, hat wahrscheinlich eine Wespe zugestochen. Die Region um den Stich schwillt innerhalb kürzester Zeit an und rötet sich. Im Gegensatz zu Mückenstichen fehlt jedoch das charakteristische Jucken, es schmerzt und brennt nur. Bei einer allergischen Reaktion auf das durch Biene und Wespe abgesonderte Insektengift kann es innerhalb von kürzester Zeit zu weiteren Symptomen kommen wie ein massives, großflächiges Anschwellen der Region um die Einstichstelle, Schwindel, Erbrechen, kalter Schweiß, Herzklopfen und auch Atemnot. Im schlimmsten Fall kann es zu einem anaphylaktischen Schock, das heißt einem kompletten Zusammenbruch des Kreislaufsystems, kommen, der unverzüglich ärztlich behandelt werden muss.

Am weitaus gefährlichsten sind in Deutschland jedoch die Zecken, da sie gerade im Süden zwei überaus gefährliche Krankheiten übertragen können: die Lyme-Borreliose und die Frühsommer-Meningo-Enzephalitis (FSME). Der Stich einer Zecke wird meistens genau wie ein Mückenstich nicht bemerkt, da auch die Zecke eine schmerzstillende Substanz während dem Blutsaugen absondert. Zu Beginn des Saugvorgangs ist die Zecke kaum Stecknadel groß, schwillt aber während dem Saugvorgang so weit an, dass sie spätestens nach einigen Stunden durch ihre Größe auffällt. Die Zecke sollte sofort sorgfältig entfernt werden. An der Einstichstelle bildet sich nach dem Entfernen eine Quaddel, und erst jetzt fängt die betroffene Stelle an stark zu jucken. Wurden Krankheitserreger wie Borrelien übertragen, rötet sich die Haut zusätzlich rot. Diese Rötung wird auch Wanderröte genannt, denn sie breitet sich recht gleichmäßig um die Einstichstelle aus und bildet einen roten, oft tastbaren Ring, der einen Durchmesser von bis zu 8cm annehmen kann. Jetzt ist unverzüglich ein Besuch beim Arzt angesagt!


Insektenstiche mit Folgen: Stechmücken und Zecken übertragen Krankheiten


Insektenstiche können nicht nur lästig, sondern auch sehr gefährlich werden, denn in einigen Teilen Europas sowie in tropischen und subtropischen Ländern übertragen Stechmücken verschiedene Krankheiten. Man sollte sich vor einer Reise ins Ausland deshalb beim Auswärtigen Amt oder der Reisemedizinischen Länderinformation informieren, welche potentiellen Krankheiten und Gefahren von Insektenstichen in den besuchten Ländern ausgehen können. Einige der wohl bekanntesten, aber auch gefährlichsten Krankheiten, die durch Stechmücken übertragen werden können und ihre Symptome sind:

Malaria: Weltweit sterben pro Jahr mehrere Millionen Menschen an den Folgen einer Malaria. Sie wird durch die Fiebermücke (die Anopheles-Mücke) übertragen. Das tückische an der Malaria ist, dass die Symptome erst einige Wochen nach dem Insektenstich auftreten und dann auch noch einem einfachen grippalen Infekt ähneln: Kopf- und Gliederschmerzen, Schüttelfrost, Fieber.

Gelbfieber: Das Gelbfieber, das vor allem in Afrika und Lateinamerika vorkommt, wird von den Geldfiebermücken übertragen. Da gegen Gelbfieber ein Impfmittel vorhanden ist, sollte man sich vor Besuchen in diesen Ländern unbedingt impfen lassen. Symptome für das Gelbfieber sind sehr hohes Fieber, das in Phasen komplett verschwindet und dann plötzlich wieder auftritt. Die Krankheit kann zu erheblichen Organschäden, besonders der Leber, führen.

Dengue-Fieber: Das Dengue-Fieber ist in tropischen und subtropischen Gebieten verbreitet und wird durch die Tigermücke übertragen. Genau wie bei der Malaria treten bei dieser Erkrankung grippeähnliche Symptome auf, die zusätzlich noch von einem starken Hautausschlag begleitet werden.

Leishmaniose: Die Leishmaniose tritt in den Tropen, im östlichen Afrika und auch im europäischen Mittelmeerraum auf. Sie wird durch die Sandmücke ausgelöst, die Protozonen (kleine, einzellige Lebewesen) in den menschlichen Körper überträgt. Die Protozonen können die Haut (es werden Geschwüre sichtbar), aber auch die Schleimhäute und die inneren Organe befallen.

Auch einheimische Zecken sind Überträger für zwei gefährliche Krankheiten: die Lyme-Borreliose und die Frühsommer-Meningo-Enzephalitis. Gerade die Borreliose ist eine Erkrankung mit recht viel verschiedenen Symptomen, für die es bis heute noch keinen Impfstoff gibt. Ausgelöst wird sie durch das Borreliose Bakterium. In der Regel verläuft die Lyme-Borreliose in 3 Stadien, zwischen denen meist Zeiten ohne Symptome liegen:

  • Stadium 1: Lokalinfektion. Erste Symptome können sich bereits wenige Tage nach der Infektion zeigen. Um die Einstichstelle entsteht die sogenannte Wanderröte, einem roten Fleck, der vom Stich weg nach außen wandert. Zusätzlich juckt und brennt die betroffene Stelle. Zusätzlich können sich sogenannten Borrelien-Lymphozome bilden, etwa 2 bis 4 Zentimeter große, blaurote Erhebungen auf der Haut, vor allem auf Ohrläppchen, Brustdrüsen und im Genitalbereich. Unspezifische Symptome der Borreliose sind in diesem Stadium Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen und Fieber.
  • Stadium 2: Streuung des Erregers. Einige Wochen bis Monate nach dem Abklingen der ersten Symptome treten neurologische Symptome wie Herzmuskelentzündung oder Entzündungen der Augen auf.
  • Stadium 3: chronische Infektion. Wurde die Borreliose nicht behandelt, können mehrere Jahre nach der Infektion erneut Symptome auftreten. Hierzu zählen die Lyme-Arthritis und die Enzephalitis.

Die FSME wird durch Viren verursacht, die hauptsächlich das Gehirn, die Hirnhaut und das Rückenmark befallen. Da gegen FSME erfolgreich geimpft werden kann, sollte immer ein aktueller Impfschutz bestehen. Nicht jede Übertragung der FSME führt zwangsläufig zu einem Ausbruch der Krankheit, und auch die meisten tatsächlichen Erkrankungen verlaufen unerkannt und werden als grippaler Infekt angesehen. FSME verläuft genau wie die Borreliose in mehreren Stadien: Nach der Inkubationszeit von 1 bis 2 Wochen kommt es zu erst zu den gleichen Symptomen wie bei einem grippalen Infekt: Abgeschlagenheit, Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, Übelkeit und Erbrechen. Nach einem etwa 1- bis 3-wöchigen Zeitraum ohne Beschwerden folgt dann Stadium 2 der FSME, die in fünf verschiedenen Formen ablaufen kann:

  • als recht harmloser, fieberhafter Infekt
  • als Meningitis (Entzündung der Hirnhaut)
  • als Meningoenzephalitis (Entzündung der Hirnhaut, die auf das Gehirn übergreift)
  • als Meningomyelitis (Entzündung des Rückenmarks)
  • als Meningomyeloenzephalitis (Entzündung der Hirnhaut, des Gehirns und des Rückenmarks)


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