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Feigwarzen (Condylomata acuminata, Kondylome) - Hintergrund / Einleitung

Feigwarzen (Condylomata acuminata, Kondylome, Condylome)


Feigwarzen (Kondylome) sind gutartige Tumoren der obersten Hautschicht im Bereich der Geschlechtsorgane und des Afters. Die für Feigwarzen verantwortlichen humanen Papillomviren werden vorwiegend durch sexuellen Kontakt übertragen. 


Was sind Feigwarzen (Kondylome)?


Feigwarzen, auch Kondylome genannt, sind gutartige Tumoren des Epithels, der obersten Schicht des Hautorgans. Ihr Vorkommen betrifft nahezu ausschließlich die Region der Geschlechtsorgane und des Afters.

Die Farbe differiert zwischen weißlichen, rötlich-braunen bis zu stark pigmentierten, schwarzen Hautveränderungen.

Auch das Wachstum zeigt unterschiedlichste Ausprägungsformen. Diese reichen von kleinsten, einzeln stehenden Warzen über einen flächigen, beetartigen Befall bis zu großen, blumenkohlartigen Tumoren.

Ursächlich ist eine Virusinfektion mit humanen Papillomviren.

Bei Kondylomen handelt es sich zumeist um Typen dieses Virus, die keinen Wandel zu einer bösartigen Erkrankung auszulösen vermögen. Allerdings können gelegentlich auch solche Hochrisikotypen nachgewiesen werden.

Wie kommt es zu einer Feigwarzen-Erkrankung?


Die Übertragung des Erregers erfolgt vorwiegend durch sexuellen Kontakt von Haut zu Haut. In seltenen Fällen kann auch gemeinsames Baden bzw. gemeinsames Benutzen von Handtüchern die Infektion bewirken. Eine Ansteckung über den Blutweg ist nicht möglich.

Es gibt Virusträger, die selbst keine Krankheitszeichen entwickeln, aber die Infektion weitergeben können.

Menschen, deren Immunsystem geschwächt ist, erkranken deutlich häufiger. Frauen und Männer sind in gleichem Maße betroffen. Kondylome sind alleine aufgrund des Übertragungswegs eher eine Erkrankung des jüngeren und mittleren Lebensalters in der sexuell aktiven Bevölkerung.

Spontane Abheilungen (ohne Therapie) werden in der Literatur beobachtet, meist ist jedoch von einem stetigen Wachstum bzw. einer Erweiterung des Befundes auszugehen.

Symptome und Diagnose von Feigwarzen (Kondylome, Condylome)


Feigwarzen können - in Abhängigkeit vom Ort ihres Auftretens - Juckreiz und Nässen auslösen, gelegentlich auch leichte Blutungen.
 
Die Diagnose ergibt sich in den allermeisten Fällen bereits durch den Sichteindruck des erfahrenen Untersuchers. Diese sogenannte klinische Diagnose wird über eine feingewebliche Beurteilung abgesichert.

Bei der Erstuntersuchung mit dem Verdacht auf Kondylome müssen alle Körperregionen sorgfältig angeschaut werden, die für das Wachstum von Feigwarzen in Frage kommen. Anderenfalls würden evtl. Virusreservoire übersehen, die keine Therapie erfahren und deshalb eine ständige Wiederentstehung der Erkrankung bewirken können.

Artikelinformationen zu Feigwarzen (Condylomata acuminata, Kondylome)
Autor
Dr. Lenhard

Dr. Bernhard H. Lenhard

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