Lymphogranuloma venereum
Lymphopathia venerea (auch Lymphogranuloma venereum, Lymphogranulomatosis inguinalis oder Nicolas-Durand-Favre-Krankheit) ist eine in den Tropen häufiger vorkommende sexuell übertragbare Erkrankung. Hierzulande höchstens durch Seeleute eingeschleppt, tritt die Infektion in Hafenstädten etwas häufiger auf. Sie gehört zu der Gruppe der Chlamydien-Infektionen.
Symptome der Lymphogranuloma venereum
Es bilden sich kleine und schmerzlose Geschwüre an den Kontaktstellen, die nach etwa zwei Wochen wieder verschwinden. Anschließend schwellen die Lymphknoten in der Genital- und Leistengegend bei Männern, bei Frauen im Anogenitalbereich (Bereich Anus und Genitalien) schmerzhaft an. Manchmal färbt sich die
Haut an dieser Stelle blau-rot.
Bleibt diese Erkrankung unbehandelt, so kann es nach Jahrzehnten zu einem Verschluss im
Lymphsystem kommen. Chronische Geschwüre im
Darm- und Genitalbereich sind ein deutliches Zeichen einer weit fortgeschrittenen Erkrankung. Zu den allgemeinen Symptomen zählen
Fieber, Gelenk-, Muskel- und
Kopfschmerzen, ähnlich wie bei einer
Grippe.
Spezielle Laboruntersuchungen von
Abstrich-Material und Urin können Antikörper gegen die Erreger nachweisen.
Behandlung der Lymphogranuloma venereum
Therapie mit speziellen
Antibiotika, wobei der Partner ebenfalls mit behandelt werden sollte. Das
Antibiotikum muss u. U. über einen längeren Zeitraum eingenommen werden. Anschließend sollte ein erneuter Labortest vorgenommen werden, um sicherzustellen, dass die Infektion beseitigt ist. In der heutigen Zeit sind die Heilungsaussichten für Chlamydien-Infektionen dank der großen Palette vorhandener Antibiotika sehr gut. Wichtig ist in jedem Fall präventive Maßnahmen zu ergreifen, um Spätfolgen auszuschließen.
Wie kann ich mich vor einer Infektion schützen?Keinen ungeschützten Geschlechtsverkehr. Aber auch das Verwenden von Kondomen kann nicht als absoluter Schutz angesehen werden. Wichtig ist auch die körperliche Hygiene. Kondomwechsel bei Wechsel Anal- und Vaginalverkehr.
Weitere Informationen finden Sie unter
geschlechtskrankheiten.deletzte Aktualisierung: 11.06.2013