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Naturheilmittel Allergien - Hintergrund / Einleitung

Naturheilmittel und ihre Gefahren

Zurück zur Natur - immer mehr Menschen folgen diesem Trend und entscheiden sich für Salben, Cremes und Shampoos auf pflanzlicher Basis. Sie hoffen, dass diese Produkte besser verträglich sind, als das herkömmliche Sortiment.

Arnika (Arnica montana L)

Arnika, eine der wichtigsten und ältesten Heilpflanzen, gehört zu den stärksten pflanzlichen Kontaktallergenen. Arnika soll anregend, entzündungshemmend und wundheilend wirken. Deshalb sind die Inhaltsstoffe der Pflanze sowohl in zahlreichen zugelassenen Medikamenten als auch in Kosmetika, Zahnpasta, Shampoos etc. wiederzufinden.

Kontaktallergien treten vor allem bei der Behandlung von Verletzungen und Verstauchungen mit Arnika-Tinkturen auf. Wenn Arnikaextrakt nicht ausreichend verdünnt wird, kann er sogar giftig wirken.

Teebaumöl (Melaleuca alternifolia)

Der Trendsetter unter den Ökosubstanzen ist Teebaumöl. Das Öl des aus Australien stammenden Teebaumes (Melaleuca alternifolia) wird fast als Wundermittel gehandelt. Im Internet finden sich unzählige Anwendungsmöglichkeiten. Es wird zum Beispiel für die Behandlung von Verletzungen, Brandwunden, Pickeln, Entzündungen und Insektenstichen empfohlen.

Doch Vorsicht: Teebaumöl setzt sich aus über 100 zum Teil toxischen Substanzen zusammen, und nach der Einnahme als Tropfen ist es bereits zu Vergiftungen gekommen. Außerdem ist bekannt, dass schon eine kurze äußerliche Anwendung mit unverdünntem Teebaumöl eine Kontaktallergie auslösen kann. Dagegen scheint die verdünnte Anwendung auf gesunder Haut ein geringes Risiko zu bergen.

Perubalsam (Myroxylon balsamum)

Ein weiteres wichtiges Kontaktallergen ist Perubalsam. Dabei handelt es sich um das Sekret des Perubalsambaumes (Myroxylon balsamum), der unter anderem in Mexiko und Panama heimisch ist. Wie bei allen Naturprodukten, kann auch bei Perubalsam die Zusammensetzung stark variieren.

Der Balsam findet Anwendung in der Medizin (Wundheilmittel, Gurgellösungen, Mundwässer und Hustensäfte), in Kosmetika (Seifen, Shampoos, Puder und Lippenstifte), als Aromastoff (Süßspeisen, Backwaren, Tabakwaren, Getränke) und in Parfums. Zahlreiche Untersuchungen konnten zeigen, dass eine Kontaktallergie gegen Perubalsam nicht selten ist.

Propolis

Propolis ist ein Kittharz pflanzlichen Ursprungs, mit dem Bienen ihren Stock abdichten. Das Stoffgemisch wird beispielsweise bei Akne oder Ekzemen angewendet. Propolis wird sowohl in Cremes oder Salben als auch in Form von Tropfen, Tinkturen oder Tabletten verabreicht und findet sich außerdem in Kosmetika wie Lotionen oder Lippenstiften sowie in Zahnpasta und Mundwasser. Auffällig ist, dass Allergien gegen Propolis zunehmen.

Schafgarbe (Achilla millefolium)

Die Schafgarbe ist in vielen Präparaten der Naturheilkunde enthalten und wird immer öfter in Kosmetika sowie Kräutershampoos und -bädern eingesetzt. Ihr allergieauslösendes Potenzial wird als schwach bis mittelstark eingeschätzt.

letzte Aktualisierung: 14.05.2012
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