Was sind die Symptome bei Asthma (Asthma bronchiale)?
Die Anzeichen von Asthma sind trockener
Husten, Giemen, Pfeifen und Brummen, ein Engegefühl in der Brust, Kurzatmigkeit und (anfallsartige) Luftnot.
Husten und Luftnot kommen häufig nach Anstrengung oder Sport vor.
Wie läuft ein Asthmaanfall ab?
Ein Asthmaanfall beruht auf einem Auslöser wie beispielsweise Allergene oder eine Wutsituation. Durch die darauf folgenden körperlichen Veränderungen fällt das Ausatmen schwerer, wodurch auch das Einatmen erschwert wird. Das Gefühl der Luftnot entsteht, welches sehr beängstigend sein kann. Die aufgekommene Angst kann die Atmung noch weiter verschlechtern. So entsteht möglicherweise ein Teufelskreis, der zu ernsthaftem Sauerstoffmangel führen kann. Ein derartiger Notfall kommt bei den meisten Menschen mit Asthma allerdings nie vor. Vorbeugend sollten die dosierte Lippenbremse (lockeres Aufeinanderliegen der Lippen beim Ausatmen, langsames Ausströmen der Luft) und atemerleichternde Körperhaltungen, bei denen die Arme aufgestützt und die Schultern hochgedrückt sind, eingeübt werden.
Wie wird Asthma (Asthma bronchiale) diagnostiziert?
Bei Beschwerden wie pfeifender Atmung,
Husten und Luftnot wird der Arzt Fragen zur Vorgeschichte stellen. Dabei ist z.B. von Interesse, ob in der Familie bereits Asthma oder allergische Erkrankungen vorkommen.
Danach folgt die körperliche Untersuchung und – wenn die Ursache der Beschwerden nicht in einer anderen Erkrankung gefunden wurde – die Messung der Lungenfunktion. Dafür eignet sich vor allem die
Spirometrie, zusätzlich kann aber auch eine Peak-Flow-Messung erfolgen. Bei der
Spirometrie muss in ein Mundstück eines Gerätes gepustet werden, das die Kraft des Atemstroms misst. Wird in der Folge Asthma bronchiale vermutet, wird ein Reversibilitätstest (nach der Einnahme eines Medikamentes zur Bronchienerweiterung erfolgt erneut ein
Lungenfunktionstest) oder die Bronchoprovokation (weiterer
Lungenfunktionstest nach körperlicher Anstrengung oder
Inhalation eines Reizstoffes) durchgeführt.
Liegen nach diesen Untersuchungen keine eindeutigen Ergebnisse vor, kann eine Bodyplethysmographie beim Lungenfacharzt durchgeführt werden. Der Patient sitzt während dieser in einer Glaskammer.
Nach den verschiedenen Untersuchungen entscheidet der Arzt, ob ein Allergietest durchgeführt wird. Hierbei wird nach den Stoffen gesucht, die beim jeweiligen Patienten Auslöser der Beschwerden sind.
letzte Aktualisierung: 03.02.2012
Verwendete Quellen:
Patientenleitlinie Asthma Version 5/2006 des Medizinisches Wissensnetzwerkes evidence.de der Universität Witten/Herdecke. URL: http://www.patientenleitlinien.de/Asthma/asthma.html [Zugriff: 25.3.2011]
PatientenLeitlinie zur Nationalen VersorgungsLeitlinie Asthma, 2. Auflage, Version 1.2. November 2010. URL: http://www.versorgungsleitlinien.de/patienten/pdf/nvl_asthma_patienten.pdf [Zugriff: 25.3.2011]
Nationale VersorgungsLeitlinie Asthma. Kurzfassung. 2. Auflage. Version 1.2. November 2010. URL: http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/nvl-002k_S3_NVL_Asthma_kurz.pdf [Zugriff: 25.3.2011]
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