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Bei der Geriatrie - auch Altersmedizin oder Altersheilkunde genannt - handelt es sich um eine fächerübergreifende medizinische Disziplin, die sich mit den Krankheiten des alten bzw. alternden Menschen befasst. Sie wird unter anderem von Fachärzten aus den Bereichen Innere Medizin, Allgemeinmedizin, Neurologie, Psychiatrie und Orthopädie praktiziert, die dafür eine 18-monatige Weiterbildung absolvieren müssen.

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Allgemeine Informationen zur Geriatrie

In der Medizin gibt es verschiedene Fachrichtungen, die sich zumeist mit der Behandlung einzelner Körperregionen, Organen oder Krankheitsbildern befassen. So ist beispielsweise die Orthopädie auf die Behandlung von Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates spezialisiert. Es können auch bestimmte Behandlungsmethoden im Vordergrund stehen (z. B. Strahlentherapie). Darüber hinaus gibt es auch Einteilungen, die als Grundlage das Lebensalter des Patienten haben - dies gilt für die Kinderheilkunde, in der Fachsprache Pädiatrie genannt und die Geriatrie, die Altersmedizin. Die Geriatrie ist dabei nicht auf die Behandlung eines einzelnen Organs oder eines Krankheitsbildes spezialisiert, sondern sie ist auf die medizinische Gesamtsituation des älteren Menschen ausgerichtet.

Im Alter ist oft die Behandlung mehrerer gleichzeitig bestehender Erkrankungen erforderlich, die für die betroffenen Patienten zum Teil dramatische Einschränkungen ihrer Selbstständigkeit mit sich bringen. Dies kann unter Umständen bis hin zur Aufnahme in ein Alten- oder Pflegeheim führen. Ein Beispiel: Bricht sich ein junger Mensch ein Bein, kann sich die Medizin zumeist auf die Behandlung des Beinbruchs konzentrieren. Bei einem alten Menschen sind jedoch oft zusätzlich Kreislauferkrankungen gegeben, bestehen Stoffwechselstörungen oder sind Gelenkschäden vorhanden, die im Rahmen der Behandlung des eigentlichen Beinbruchs mit beachtet und häufig mit behandelt werden müssen. Zudem kann zu hinterfragen sein, warum der Patient sich das Bein gebrochen hat. Ist er vielleicht aufgrund von Schwindelzuständen gestürzt. Die Abklärung der Ursachen für die akute Erkrankung nimmt daher ebenfalls einen breiten Raum innerhalb der geriatrischen Behandlung ein.

Voraussetzung und Grundlage einer an die individuellen Erfordernisse angepassten geriatrischen Behandlung sind umfangreiche Assessments. Der Begriff kommt aus dem Englischen - übersetzt würde man "Abschätzung" sagen - und bedeutet das Zusammentragen von Informationen, um den Umfang vorhandener bzw. das Ausmaß verloren gegangener Fähigkeiten abzuschätzen. Dazu werden standardisierte, d. h. fest definierte Schemata und Tests verwendet.

Die Klinische Geriatrie umfasst somit Vorbeugung, Erkennung, Behandlung und Rehabilitation von Erkrankungen im biologisch fortgeschrittenen Lebensalter, die in besonderem Maße zu dauernden Behinderungen, Pflegebedürftigkeit und dem Verlust der Selbstständigkeit führen können oder bereits geführt haben.

Ziel der geriatrischen Behandlung ist es somit, den Patienten bei der Wiedererlangung oder Aufrechterhaltung der größtmöglichen Selbstständigkeit in einem weitgehend selbstbestimmten Alltag aktiv zu unterstützen.

Um dieses Ziel erreichen zu können, ist die Zusammenarbeit verschiedener medizinischer Fachberufe in einem multiprofessionellen geriatrischen Team erforderlich. In diesem Team arbeiten speziell ausgebildete Ärzte, Neuropsychologen, Pflegekräfte, Ergotherapeuten, Krankengymnasten, Masseure aber auch Sozialarbeiter und Seelsorger zusammen. Zumeist wird auch entsprechender Kontakt zu dem Hausarzt des Patienten aufgenommen.

Durch dieses breit aufgestellte Team können die zum Teil sehr komplexen Anforderungen an die Behandlung des älteren Menschen qualifiziert und „aus einer Hand“ erbracht werden. Die Leitung des Teams erfolgt durch einen speziell weitergebildeten Arzt, den sogenannten Geriater.

Neben den rein medizinischen Aspekten findet innerhalb der geriatrischen Behandlung zumeist auch die soziale Situation des Patienten Beachtung. Dies ist insbesondere für die Frage wichtig, wie dem Patienten und seinen Angehörigen gezielt Hilfen für die Zeit nach dem Aufenthalt in der geriatrischen Einrichtung an die Hand gegeben werden können. Beim sogenannten Überleitungsmanagement werden zum Beispiel besondere Unterstützungsmöglichkeiten aufgezeigt, der Kontakt zu ambulanten Pflegediensten hergestellt oder auch sichergestellt, dass ggf. ein qualifiziertes Pflegeheim zur Verfügung steht.

Behandlungsmöglichkeiten im Bereich der Geriatrie

Ziel der Geriatrie ist es, alternden bzw. sehr alten Menschen zu einem besseren Leben zu verhelfen. Zu diesem Zweck führt die Geriatrie akutmedizinische, frührehabilitationsmedizinische und rehabilitationsmedizinische Behandlungen für geriatrische Patienten durch. Die Geriatrie geht dabei zumeist über die reine Organmedizin hinaus und erbringt vor allem im Bereich der multidisziplinären Diagnostik und funktionellen Therapie sowie im Bereich der Krankheitsvorbeugung und der palliativmedizinischen Versorgung zusätzliche Leistungen.

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Prävention und Vorbeugung in der Geriatrie

Ziel einer geriatrischen Prävention ist die Vermeidung von Pflegebedürftigkeit und Erhalt von möglichst viel Selbstständigkeit im höheren und hohen Lebensalter. Ein Umzug in ein Pflegeheim sollte verhindert oder zumindest hinausgezögert werden. Ist dies das Ziel und ist dieses Ziel in der Zusammenschau der Krankheitsgeschichte und der erhobenen Befunde zur Beschreibung der Funktionen auf Organebene und der Fähigkeitsstörungen (geriatrisches Assessment) des einzelnen Patienten realistisch, besteht immer eine Indikation zu einer geriatrischen Behandlung, entweder ambulant oder stationär. Diese beinhaltet Maßnahmen einer Rehabilitation gemäß des Grundsatzes „Rehabilitation vor Pflege“. Ergänzt wird die geriatrische Rehabilitation durch die geriatrische Kompetenz des Hausarztes („Lotsenfunktion“) und - soweit vom Versorgungskonzept vorgesehen - durch einen Hausbesuch des therapeutischen Teams (Arzt, Pflege, Ergo- oder Physiotherapeuthen und Sozialdienst).

Allgemeine Informationen zur Geriatrie

In der Medizin gibt es verschiedene Fachrichtungen, die sich zumeist mit der Behandlung einzelner Körperregionen, Organen oder Krankheitsbildern befassen. So ist beispielsweise die Orthopädie auf die Behandlung von Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates spezialisiert. Es können auch bestimmte Behandlungsmethoden im Vordergrund stehen (z. B. Strahlentherapie). Darüber hinaus gibt es auch Einteilungen, die als Grundlage das Lebensalter des Patienten haben - dies gilt für die Kinderheilkunde, in der Fachsprache Pädiatrie genannt und die Geriatrie, die Altersmedizin. Die Geriatrie ist dabei nicht auf die Behandlung eines einzelnen Organs oder eines Krankheitsbildes spezialisiert, sondern sie ist auf die medizinische Gesamtsituation des älteren Menschen ausgerichtet.

Im Alter ist oft die Behandlung mehrerer gleichzeitig bestehender Erkrankungen erforderlich, die für die betroffenen Patienten zum Teil dramatische Einschränkungen ihrer Selbstständigkeit mit sich bringen. Dies kann unter Umständen bis hin zur Aufnahme in ein Alten- oder Pflegeheim führen. Ein Beispiel: Bricht sich ein junger Mensch ein Bein, kann sich die Medizin zumeist auf die Behandlung des Beinbruchs konzentrieren. Bei einem alten Menschen sind jedoch oft zusätzlich Kreislauferkrankungen gegeben, bestehen Stoffwechselstörungen oder sind Gelenkschäden vorhanden, die im Rahmen der Behandlung des eigentlichen Beinbruchs mit beachtet und häufig mit behandelt werden müssen. Zudem kann zu hinterfragen sein, warum der Patient sich das Bein gebrochen hat. Ist er vielleicht aufgrund von Schwindelzuständen gestürzt. Die Abklärung der Ursachen für die akute Erkrankung nimmt daher ebenfalls einen breiten Raum innerhalb der geriatrischen Behandlung ein.

Voraussetzung und Grundlage einer an die individuellen Erfordernisse angepassten geriatrischen Behandlung sind umfangreiche Assessments. Der Begriff kommt aus dem Englischen - übersetzt würde man "Abschätzung" sagen - und bedeutet das Zusammentragen von Informationen, um den Umfang vorhandener bzw. das Ausmaß verloren gegangener Fähigkeiten abzuschätzen. Dazu werden standardisierte, d. h. fest definierte Schemata und Tests verwendet.

Die Klinische Geriatrie umfasst somit Vorbeugung, Erkennung, Behandlung und Rehabilitation von Erkrankungen im biologisch fortgeschrittenen Lebensalter, die in besonderem Maße zu dauernden Behinderungen, Pflegebedürftigkeit und dem Verlust der Selbstständigkeit führen können oder bereits geführt haben.

Ziel der geriatrischen Behandlung ist es somit, den Patienten bei der Wiedererlangung oder Aufrechterhaltung der größtmöglichen Selbstständigkeit in einem weitgehend selbstbestimmten Alltag aktiv zu unterstützen.

Um dieses Ziel erreichen zu können, ist die Zusammenarbeit verschiedener medizinischer Fachberufe in einem multiprofessionellen geriatrischen Team erforderlich. In diesem Team arbeiten speziell ausgebildete Ärzte, Neuropsychologen, Pflegekräfte, Ergotherapeuten, Krankengymnasten, Masseure aber auch Sozialarbeiter und Seelsorger zusammen. Zumeist wird auch entsprechender Kontakt zu dem Hausarzt des Patienten aufgenommen.

Durch dieses breit aufgestellte Team können die zum Teil sehr komplexen Anforderungen an die Behandlung des älteren Menschen qualifiziert und „aus einer Hand“ erbracht werden. Die Leitung des Teams erfolgt durch einen speziell weitergebildeten Arzt, den sogenannten Geriater.

Neben den rein medizinischen Aspekten findet innerhalb der geriatrischen Behandlung zumeist auch die soziale Situation des Patienten Beachtung. Dies ist insbesondere für die Frage wichtig, wie dem Patienten und seinen Angehörigen gezielt Hilfen für die Zeit nach dem Aufenthalt in der geriatrischen Einrichtung an die Hand gegeben werden können. Beim sogenannten Überleitungsmanagement werden zum Beispiel besondere Unterstützungsmöglichkeiten aufgezeigt, der Kontakt zu ambulanten Pflegediensten hergestellt oder auch sichergestellt, dass ggf. ein qualifiziertes Pflegeheim zur Verfügung steht.

Behandlungsmöglichkeiten im Bereich der Geriatrie

Ziel der Geriatrie ist es, alternden bzw. sehr alten Menschen zu einem besseren Leben zu verhelfen. Zu diesem Zweck führt die Geriatrie akutmedizinische, frührehabilitationsmedizinische und rehabilitationsmedizinische Behandlungen für geriatrische Patienten durch. Die Geriatrie geht dabei zumeist über die reine Organmedizin hinaus und erbringt vor allem im Bereich der multidisziplinären Diagnostik und funktionellen Therapie sowie im Bereich der Krankheitsvorbeugung und der palliativmedizinischen Versorgung zusätzliche Leistungen.

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Prävention und Vorbeugung in der Geriatrie

Ziel einer geriatrischen Prävention ist die Vermeidung von Pflegebedürftigkeit und Erhalt von möglichst viel Selbstständigkeit im höheren und hohen Lebensalter. Ein Umzug in ein Pflegeheim sollte verhindert oder zumindest hinausgezögert werden. Ist dies das Ziel und ist dieses Ziel in der Zusammenschau der Krankheitsgeschichte und der erhobenen Befunde zur Beschreibung der Funktionen auf Organebene und der Fähigkeitsstörungen (geriatrisches Assessment) des einzelnen Patienten realistisch, besteht immer eine Indikation zu einer geriatrischen Behandlung, entweder ambulant oder stationär. Diese beinhaltet Maßnahmen einer Rehabilitation gemäß des Grundsatzes „Rehabilitation vor Pflege“. Ergänzt wird die geriatrische Rehabilitation durch die geriatrische Kompetenz des Hausarztes („Lotsenfunktion“) und - soweit vom Versorgungskonzept vorgesehen - durch einen Hausbesuch des therapeutischen Teams (Arzt, Pflege, Ergo- oder Physiotherapeuthen und Sozialdienst).