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Speicheltest - Hintergrund

Der SpeicheltestDer Speichel ist unerlässlich für gesunde Zähne. Er spült die Zähne, neutralisiert Säuren, remineralisiert den Zahnschmelz und überzieht die Zähne mit einem Schutzfilm. Wird genügend Speichel in Ihrem Mund produziert, sind Ihre Zähne bestens geschützt. Zur Messung der Schutzfunktion des Speichels und des Anteils an Kariesbakterien stehen verschiedene Tests zur Verfügung, die dem Zahnarzt helfen, das Kariesrisiko einzuschätzen und ein individuell abgestimmtes Präventionskonzept zu erstellen.

Leider werden die Kosten für diese Tests nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Daher können sie nur als Privatleistung von Ihrer Zahnärztin oder Ihrem Zahnarzt angeboten und werden.

Wieviel Speichel bilden Sie?

Der SpeicheltestOb ausreichend viel Speichel gebildet wird, kann Ihre Zahnärztin oder Ihr Zahnarzt messen. Hierzu müssen Sie zur Anregung der Speichelbildung für fünf Minuten eine Paraffinkugel kauen. Nach etwa einer halben Minute werden Sie gebeten, den Speichel nicht mehr herunterzuschlucken, sondern allen Speichel in einen Messbecher zu spucken.

Die Speichelmenge wird gemessen. Normalerweise liegt die durch Kauen angeregte Speichelfließrate zwischen 0,7 und 2,0 ml pro Minute. Wird weniger produziert, muss nach den Ursachen geforscht werden, um eine gezielte Therapieempfehlung zu geben. Ursache für einen reduzierten Speichelfluss können Erkrankungen der Speicheldrüsen, psychische Störungen aber auch unerwünschte Nebenwirkungen bestimmter Medikamente sein. Zu solchen Medikamenten gehören:

  • krampflösende Mittel
  • Medikamente gegen Depressionen
  • Antihistaminika bei Allergien
  • Beruhigungsmittel
  • blutdrucksenkende Medikamente
  • harntreibende Arzneien
  • Appetitzügler.

Bei der Diagnose "Mundtrockenheit" (Xerostomie) kann Zahncreme mit Natriumbikarbonat empfohlen werden. Aber auch das kauen von "zahnfreundlichen" Kaugummi, erkennbar am Zahnmännchen-Symbol regt die Speicheldrüsen an.

Zahnmännchen

Wie gut kann Ihr Speichel Säuren neutralisieren?

Der Speichel hat die Eigenschaft, Säuren zu neutralisieren und sie für den Zahnschmelz unschädlich zu machen ( = Pufferkapazität).

Der Speicheltest

Mit Hilfe eines Teststreifens, auf den etwas Speichel gegeben wird, kann die Pufferkapazität ermittelt werden. Eine hohe Pufferkapazität bietet einen guten Kariesschutz. Ist hingegen die Pufferkapazität eingeschränkt, können Säuren den Zahn ungehemmt angreifen.

Wieviel Kariesbakterien haben Sie?

Durch wissenschaftlichen Untersuchungen ist bewiesen, dass das Risiko, an Karies zu erkranken überproportional wächst, wenn im Speichel bestimmte Mikroorganismen (Streptococcus-mutans-Bakterien und Laktobazillen) in hoher Anzahl vorhanden sind. Mit einem speziellen Test kann Ihre Zahnärztin oder Ihr Zahnarzt feststellen, ob in Ihrem Speichel diese Bakterien vorhanden sind.

Der Speicheltest

Zunächst wird ein Testspatel mehrmals auf dem Zungenrücken gewendet und danach bei geschlossenen Lippen aus dem Mund gezogen. Der mit Bakterien behaftete Spatel wird danach in eine spezielle Nährlösung getaucht und für zwei Tage in einem Brutschrank bei gleichbleibender Temperatur bebrütet. Anschließend wird das Testergebnis mit Hilfe einer Vergleichsskala ermittelt.

Was die werdende Mutter wissen sollte:

Wenn wir auf die Welt kommen, ist unsere Mundhöhle noch frei von den kariesverursachenden Streptococcus-mutans-Bakterien. Diese Bakterien gelangen erst durch eine Übertragung in unsere Mundhöhle. Die Infektionsquelle "Nummer eins" für die Streptokokken ist die Mutter oder der Vater. Durch Küssen, Ablutschen eines heruntergefallenen Schnullers und des Breilöffels gelangen die Streptokokken in den Mund des Kindes.

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