Schliessen
medführer Arzt- und Kliniksuche


medführer Startseite » Alten- und Pflegeheime » Pflege-Ratgeber » Leistungen der Sozialhilfe » Unterhaltspflicht von Angehörigen

Leistungen der Sozialhilfe - Unterhaltspflicht von Angehörigen

Berücksichtigung der Unterhaltspflicht von Ehepartnern und Kindern


Aufenthalte in Alten- und Pflegeheimen sind teuer. Sind eigenes Einkommen und Vermögen nicht ausreichend um die Heimkosten zu decken, so wird der fehlende Betrag von Sozialamt übernommen. Das Sozialamt prüft jedoch immer zunächst ob Angehörige herangezogen werden können, die als unterhaltspflichtig eingestuft werden können. Der Begriff Unterhalt umfasst grundsätzlich alle Sach-, Dienst- und Geldleistungen die ein Mensch zum Leben benötigt. Unterhaltspflichtig sind immer Ehepartner und die Kinder des Heimbewohners; Angehörige ersten Grades.

Wenn die eigenen Einkünfte und Leistungen der Pflegeversicherung nicht ausreichen um einen Platz in einem Alten- und Pflegeheim zu finanzieren, muss der Betroffenen erst einmal sein Vermögen, wie z. B. Versicherungen und Immobilien einsetzen. Wurden Schenkungen in den letzten 10 Jahren getätigt, müssen diese ebenfalls zur Deckung der Heimkosten zur Verfügung gestellt werden. Dem Bewohner wird vom Sozialamt ein Freibetrag von 90 Euro monatlich und ein Kontoguthaben von 2600 Euro gewährt.

Sind die eigenen Möglichkeiten zur Selbsthilfe erschöpft wird im nächsten Schritt der Ehepartner zum Unterhalt herangezogen. Lebt der dieser noch in häuslicher Umgebung wird eine Einkommensfreigrenze ermittelt. Diese richtet sich nach der Höhe des gemeinsamen Einkommens und den gemeinsamen Vermögenswerten des Ehepaares. Belastungen, wie Miete, die Einstufung in die Pflegestufe, Unterhaltsverpflichtungen, Kosten für krankheitsbedingte Anschaffungen, Beträge zu Versicherungen etc. können in Abzug gebracht werden. Gemeinsam bleibt dem Ehepaar ein Freibetrag von 2500 Euro monatlich.

Müssen Kinder für ihre Eltern zahlen?


Sind die finanziellen Ressourcen des Ehepartners erschöpft, so werden die Kinder gegenüber dem Bewohner unterhaltspflichtig, sofern sie wirtschaftlich dazu in der Lage sind. Sind mehrere Kinder vorhanden, so haften diese anteilig nach ihren Vermögensverhältnissen.

Das unterhaltspflichtige Kind:
  • hat einen Selbstbehalt von 1400 Euro pro Monat
  • hat einen Freibetrag von 1050 Euro für den Ehemann, wenn dieser nicht erwerbstätig ist
  • hat Freibeträge für eigene Kinder und für Aufwendungen, die schon für Eintritt der Unterhaltspflicht vorhanden waren
  • hat Freibeträge für die eigenen Altersvorsorge
  • muss kein Vermögen, dass zur Deckung des Eigenbedarfs notwendig ist, einsetzten
  • muss die selbst genutzte Immobilie nicht einsetzen
Sind von den Einkommens- und Vermögenswerten sämtliche Belastungen in Abzug gebracht worden und es verbleibt ein Überschuss, so muss dieser zur Hälfte für den Heimaufenthalt des Elternteils aufgewendet werden.

Als Autor anmelden

Pflegeheim finden


Für Senioren- und Pflegeheime

Modernes Online-Marketing für Ihr Seniorenheim oder Ihr Pflegeheim.


Empfehlen Sie Ihr Pflegeheim

medführer Arztbewertung

Geben Sie Ihrem Pflegeheim ein Feedback und empfehlen Sie es anderen Senioren und Angehörigen weiter.