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Parkinson-Therapie - Methoden

Parkinson-Therapie mit Hochfrequenz-Tiefenhirnstimulation (THS)


Chirurgische Eingriffe zur Behandlung von Parkinson sind heutzutage noch die Ausnahme. So wird beispielsweise die Hochfrequenz-Tiefenhirnstimulation (THS) mittels eines „Hirnschrittmachers“ nur bei Menschen eingesetzt, bei denen die medikamentöse Parkinson-Therapie ihre Grenzen erreicht hat und die das 75. Lebensjahr noch nicht überschritten haben. Die THS verringert ausschließlich die Symptome der Krankheit, nicht aber deren weiteres Fortschreiten; sie sollte nur in spezialisierten Zentren durchgeführt werden. Neuere Studien deuten darauf hin, dass zumindest bei einem Teil der Patienten die THS der bestmöglichen medikamentösen Parkinson-Therapie überlegen ist.

Mit Blick auf den derzeitigen Stand der Forschung besteht Grund zu der Hoffnung, dass in der Zukunft neue und bessere Therapiemöglichkeiten zur Behandlung der Krankheit zur Verfügung stehen werden. Das betrifft sowohl die Methoden der Tiefenhirnstimulation als auch die Suche nach geeigneten Substanzen. Mit diesen neuen Methoden und Mitteln könnte einerseits die Lebensqualität der Patienten gesteigert und vielleicht sogar der Zellabbau in der Substantia Nigra gestoppt oder gar umgekehrt werden – Parkinson wäre dann eine heilbare Krankheit.

Parkinson-Therapie mit Transplantation von Stammzellen


Ein weiterer neuer Behandlungsansatz der Parkinson-Therapie ist die Transplantation von Stammzellen, durch die die erkrankten Nervenzellen ganz ersetzt werden sollen. Forschungsansätze wie dieser stehen vor erheblichen technischen Schwierigkeiten und es wird wohl noch Jahre dauern, bis die ersten Ansätze im klinischen Alltag ankommen.

Parkinson-Therapie mit computergesteuerten Pumpen


Bei einer weiteren technischen Entwicklung könnten computergesteuerte Pumpen in Zukunft eine genauere Dosierung der verwendeten Medikamente ermöglichen, die Patienten so rund um die Uhr mit der benötigten Menge an L-Dopa versorgt werden. Auf diese Weise würde man Schwankungen bei der Medikation und die damit verbundenen Probleme der Parkinson-Therapie vermeiden. Auch mit sogenannten Nanopatikeln – winzigste Teilchen, über die Reparaturgene zum Wiederaufbau in die geschädigte Hirnregion eingeschleust werden können - wurden zumindest bei Mäusen schon erste erfolgreiche Tests durchgeführt.

Parkinson-Therapie mit Sprach-, Bewegungs-, Psycho- und Ergotherapien


Um die motorischen und kognitiven Fähigkeiten eines Patienten bestmöglich erhalten zu können, sollte eine auf die jeweiligen Parkinson-Symptome des Betroffenen abgestimmte Kombination aus Sprach-, Bewegungs-, Psycho- und Ergotherapien die Behandlung mit Medikamenten begleiten.

Parkinson-Therapie mit Logopädie


So sind Übungen, die die Atem-, Stimm- und Sprechleistung des Patienten verbessern, Schwerpunkt der Logopädie. Diese werden durch Wahrnehmungsübungen ergänzt. Ein zusätzliches Training von Artikulation, Sprechtempo und Mimik dient dem Erhalt einer aktiven und selbstbewussten Kommunikation. Einen weiteren Behandlungsschwerpunkt bildet das Schlucktraining.

Parkinson-Therapie mit Physiotherapie


Bei der Physiotherapie ist das Hauptziel, die allgemeine Beweglichkeit des Patienten zu erhalten beziehungsweise zu verbessern und weiteren Bewegungseinschränkungen entgegenzuwirken. Aufgrund der erhöhten Fallneigung vieler Patienten, kommt der Sturzprävention eine besondere Bedeutung zu.


Parkinson-Therapie mit Psychotherapie


Die psychotherapeutische Begleitung umfasst Strategien zur Krankheitsbewältigung ebenso wie Entspannungstechniken, intensive Stimm- und Sprechtherapie, gezieltes Hirnleistungstraining sowie die Schulung der kreativ-feinmotorischen Fertigkeiten. Neben der Psychotherapie stehen für die Patienten, die unter Depressionen leiden, hochwirksame Antidepressiva zur Verfügung.

Parkinson-Therapie mit Ergotherapie


Die Ergotherapie richtet ihr Augenmerk besonders auf die Bereiche körperliche Selbstversorgung, eigenständige Lebensführung (Schreiben, Ankleiden etc.) und sensomotorische Funktionen, zum Beispiel Feinmotorik der Hände. Oberstes Ziel ist die größtmögliche körperliche, geistige und soziale Selbstständigkeit des Patienten. Die angewandten Maßnahmen orientieren sich daher maßgeblich an dessen alltäglichen Bedürfnissen.

Neben der therapeutischen Behandlung kann es den Betroffenen helfen, körperlich und geistig aktiv sein. Sie sollten versuchen, ihre Alltagskompetenzen zu erhalten und soziale Kontakte zu pflegen. Die Betroffenen benötigen feste Bezugspersonen, mit denen sie sich austauschen können und die ihnen bei der Krankheitsbewältigung helfen.

Artikelinformationen zu Parkinson-Therapie
Autor
Heiko Stegelitz

Heiko Stegelitz

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