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Pankreaslinksresektion, laparoskopisch - Methoden

Vorteile der laparoskopischen Pankreaslinksresektion


Generell bestehen zwei Möglichkeit der Pankreaslinksresektion:

I. konventionell (offe über großen Bauchschnitt)
II. in Schlüssellochtechnik (laparoskopisch / minimalinvasiv)

Tumoren des Pankreasschwanzes haben selten einen Durchmesser größer als 3 cm. Die Entfernung dieser kleinen Gewebeanteile steht im Widerspruch zu der im offenen Verfahren notwendigen Eröffnung des gesamten Bauchraums. Der laparoskopische Zugangsweg (Schlüsselloch) hingegen ermöglicht eine Minimierung des Zugangstraumas (Abb. 2). Ein weiterer wesentlicher Vorteil der Schlüssellochtechnik ist die Präparation mit einer 12-fachen Vergrößerung unter Zuhilfenahme der HD-Technologie. Hierdurch können feinste Strukturen, die im offenen Verfahren nicht visualisiert werden, sicher differenziert und somit geschont werden. Dies ermöglicht unter anderem eine Pankreasschwanzresektion unter Erhalt der Milz (Abb. 3). Diese muss im offenen Vorgehen bei technisch schwieriger Schonung der Milzgefäße häufig zeitgleich entnommen werden.
Abb. 2: Zugnge fr die laparoskopische Pankreaslinksresektion
Abb. 2: Zugnge fr die laparoskopische Pankreaslinksresektion
Abb. 3: Laparoskopische Prparation der Milzgefe
Abb. 3: Laparoskopische Prparation der Milzgefe



Die ebenfalls laparoskopisch durchgeführte intraoperative Sonographie gewährleistet die Resektion der Tumoren mit einem sicheren Abstand, so dass keine Tumorzellen belassen werden (Abb. 4). Die sonographische Festlegung des Resektionsrandes erlaubt ein maximal gewebesparendes Vorgehen. Zusätzliche resektionsbedingte Verluste von insulinproduzierenden Zellen, die vor allem im Pankreasschwanz lokalisiert sind, können vermieden werden. Das Absetzen des Pankreas erfolgt mit einem Stapler. Hierbei wird die Resektionsfläche mittels einer dreireihigen Klammerreihe verschlossen (Abb. 5).
Abb. 4: Intraoperativer laparoskopischer Ultraschall des Pankreas
Abb. 4: Intraoperativer laparoskopischer Ultraschall des Pankreas
Abb. 5: Absetzen des Pankreas mittels Stapler
Abb. 5: Absetzen des Pankreas mittels Stapler

Die genannten Vorteile führen nicht nur im unmittelbaren postoperativen Verlauf durch verringerten Schmerzmittelbedarf bei deutlich reduziertem Trauma zur rascheren Rekonvaleszenz und somit verkürztem Krankenhausaufenthalt, sondern auch im Langzeitverlauf zu weniger Komplikationen wie z.B. Narbenbrüche bei kleinsten Bauchzugängen.

Krankenhausaufenthalt und Anästhesieform bei der laparoskopischen Pankreaslinksresektion

Die Patientinnen und Patienten werden in der Regel nach ambulanter Vorstellung am Tag der Operation aufgenommen. Die Operation erfolgt in Vollnarkose und dauert etwa 90-200 Minuten. Die Notwendigkeit eines Intensivaufenthaltes ergibt sich durch die Operation nicht. Bereits am Tag der Operation können die Patienten trinken und aufstehen. Der Klinikaufenthalt ist auf 5-8 Tage beschränkt.

Artikelinformationen zu Pankreaslinksresektion, laparoskopisch
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Dr. med. E. Schlricke

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PD Dr. Dr. U. J. Roblick

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Prof. Dr. H.-P. Bruch

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