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Nasenplastik (ästhetisch-plastische Nasenoperation) - Methoden

Untersuchungen vor der Nasenplastik (ästhetisch-plastische Nasenoperation)


Vor einer ästhetisch-plastischen Nasenoperation sind wichtige Voruntersuchungen die Regel. Die klinische Inspektion und Befunderhebung sowie Fotodokumentation der Nase steht bei jeder Erstkonsultation an. Aus den klinischen, objektiven Befunden folgen weitere Verfahren zur Objektivierung der Diagnosen.

Nasenatmungsbehinderungen – wie Nasenscheidenwandverkrümmungen, Verengungen durch die conchae nasales media und inferior, Polypen, ausgeprägte Nasenmuscheln –, aber auch allergische Reaktionen an der Nasenschleimhaut und den Nebenhöhlen müssen erkannt werden und in die Nasenplastik – eventuell als funktioneller Part – einbezogen werden. Hierzu stehen dem Arzt neue und verbesserte Untersuchungsmethoden zur Verfügung. Die Rhinometrie erfasst die Nasenatmungsbehinderung und misst den Nasendurchfluss. Die akustische Rhinometrie ist ein neues nicht-invasives Messverfahren zur Darstellung der Querschnittflächen der Nasenhaupthöhlen (luftführende Nasenfläche). Es ist ein Verfahren, das bei Allergikern angewendet wird, um die Wirksamkeit abschwellender Medikamente zu erfassen. Die optische Rhinometrie ist eine direkte und kontinuierliche Messung der Nasenschleimhaut bei Allergieprovokation.

Nach den Voruntersuchungen vor der Nasenoperation sollte ein weiterer Termin zur Besprechung der Ergebnisse und Befunde folgen. Wichtig ist hierbei, dem Nasenplastik-Patienten eine einsichtige Operationsplanung – funktionell und ästhetisch – zu erläutern. Selbstverständlich sollte in derselben Sitzung eine eingehende Aufklärung über die Nasenoperation selbst und die Risiken bei einer Nasenplastik erfolgen. Hierzu werden individualisierte Aufklärungsbogen, die die jeweiligen Verbände empfehlen, benutzt.

Die Aufklärung sollte nicht am Tag der Nasenoperation stattfinden, sondern mindestens 48 Stunden vor der Nasenplastik, sodass der Patient die Möglichkeit hat, die Risiken nochmals zu überdenken und eventuell von der Nasenoperation zurück zu treten.

Anästhesie bei der Nasenplastik (ästhetisch-plastische Nasenoperation)


Die Nasenoperation einer totalen Nasenplastik sollte grundsätzlich in einer überwachten Vollnarkose (Intubationsnarkose) stattfinden. Die allgemeine körperliche Untersuchung und die Aufklärung über Narkoseart und -risiken sind Aufgabe des Anästhesisten. Hier werden auch die notwendigen Blutuntersuchungen, Lungendurchleuchtung, EKG dem Patienten mitgeteilt, die eventuell auch beim jeweiligen Hausarzt durchgeführt werden können. Der Aufenthalt in der Klinik ist eine Nacht, die der Gesetzgeber nach einer Vollnarkose vorschreibt.


Methoden der Nasenplastik (ästhetisch-plastische Nasenoperation)


Zwei Methoden zur Nasenplastik werden heute gleichrangig durchgeführt:

Offene Nasenplastik
Über dem Nasensteg wird durch eine V-förmige Schnittführung, in der Nase durch einen Flügelknorpelrandschnitt weitergeführt. Die einzelnen Nasenabschnitte – Nasenspitze, -rücken, -flügel und Dreiecksknorpel – werden dargestellt. Es würde hier zu weit gehen, andere endonasale Schnittführungen und deren Vor- und Nachteile aufzuführen und zu diskutieren. Der Vorteil der offenen Nasenplastik ist die Übersicht über die Anatomie und deren pathologische Veränderungen sowie ein genaues und symmetrisches Arbeiten bei den Knorpelresektionen. Nachteil: Bei ungenauer Anzeichnung des V-Schnitts können die Naseneingänge ungleich werden.

Geschlossene Nasenplastik
Hier wird durch eine endonasale Schnittführung (intrakartilaginäre Inzision) im Naseneingang und einen Flügelknorpelrandschnitt die Nasenplastik durchgeführt. Ich bin der Meinung, dass die Indikation zur geschlossenen Nasenplastik heute enger zu stellen ist und den Operateuren vorbehalten sein sollte, die über eine große Erfahrung in beiden Techniken verfügen. Nachteile: keine Übersicht, eventuelle Ungenauigkeiten in der Ausführung, starke postoperative Vernarbungen.

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