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Nasenchirurgie - Hintergrund

Moderne Nasenchirurgie – was ist möglich?


Beim Thema Nasenchirurgie denkt man oft an eine nach einer durchgeführten Operation schöne und gerade Nase. Doch bei einer Operation der Nase geht es neben der Ästhetik auch um deren Funktion. Diese beiden Dinge werden bei der modernen Nasenchirurgie in Einklang gebracht. Denn was nutzt Ihnen als Patient eine schöne gerade Nase, wenn Sie fortan nur noch eingeschränkt durch diese atmen können? Andersherum können eine Verkrümmung der Nasenscheidewand und/oder des knöchernen Nasengerüstes nicht nur die Atmung beeinträchtigen, sondern auch dazu führen, dass die Nase sichtbar schief ist. Man spricht hier von funktionellen Einschränkungen, die sich auf die Schönheit der Nase auswirken.

Wie bemerkt man funktionelle Einschränkungen?


Funktionelle Einschränkungen spürt man, indem man weniger Luft durch die Nase bekommt, man nennt dies auch „Nasenatmungsbehinderung.“ Diese liegt vor, wenn die Luft nicht mehr ungehindert durch die Nase einströmen kann. Sie kennen das vielleicht (z. B. von einer Erkältung), denn wir atmen normalerweise ausschließlich durch die Nase, außer wir benötigen sehr viel Sauerstoff, wie beispielsweise beim Joggen.

Wenn Sie bemerken, dass die Luft durch die Nase nicht ungehindert durchkommt, kann dies mehrere Gründe haben: eine verkrümmte Nasenscheidewand, allgemeine Formfehler der Nase, eine Verengung durch die Nasenflügel, dauerhaft vergrößerte Schleimhautschwellkörper, z. B. durch Allergien, chronische Entzündungen der Nasennebenhöhlen bis hin zu dadurch entstehenden Schleimhautwucherungen oder Nasenpolypen. Diese Entzündung ist eine Folge von Engstellen zwischen der Nasenhaupthöhle und den Nebenhöhlen, durch die eine nicht ausreichende Belüftung der Nebenhöhlen entsteht, wodurch sich dort Keime gut vermehren und halten können.

Was wird in der Nasenchirurgie operiert?


Die moderne Nasenchirurgie hat zum Ziel, sowohl das Aussehen als auch die Funktion der Nase zu verbessern. Bei chronischen Nebenhöhlenerkrankungen, die durch eine Behandlung mit Medikamenten nicht abheilen, führt man eine sogenannte funktionelle endoskopische Nasennebenhöhlenoperation (FESS) durch. Ziel jeder Nasennebenhöhlenoperation ist es, dass Entzündungen der Schleimhaut abklingen. Dazu wird die entzündlich veränderte Schleimhaut in den Engstellen teilweise entfernt und damit die Engstellen erweitert. Der Eingriff wird endoskopisch, minimal-invasiv, also mit sehr kleinen Operationsinstrumenten und Optik, über das Naseninnere durchgeführt. So bleiben später keine sichtbaren Narben.

Zusätzlich gibt es ästhetische Operationen, sogenannte Nasenkorrekturen. Der Grund hierfür ist in der Regel, dass einem die eigene Nase nicht gefällt. Einigen ist ihre Nase zu schief, andere empfinden sie als zu breit, zu lang oder schlicht zu groß. Besonders Höcker- oder Hakennasen sind oft Grund für eine seit langem bestehende, persönliche Leidensgeschichte. Ist die Nase verformt oder asymmetrisch, lenkt dies den Blick des Gegenübers oft ab – auch das hübscheste Gesicht kann von einer unschönen Nase deutlich beeinträchtigt werden.

In der modernen Nasenchirurgie werden also funktionelle und ästhetische Aspekte betrachtet und das Operationsergebnis ist eine schöne, möglichst symmetrische gerade Nase mit einer optimalen Nasenatmung.

Wie wird in der Nasenchirurgie operiert?


Hier gibt es zwei Möglichkeiten und zwar endonasal, also von innen, über den Zugang durch die Nasenlöcher, oder es wird von außen am Nasensteg ein kleiner Schnitt gesetzt. Die Operationsmethode hängt von der Form Ihrer Nase und der erforderlichen Korrektur ab. Bei einer Breitnase, bei der Knochen und Knorpel zu stark ausgeprägt sind, ist beispielsweise häufig eine Operation von außen sinnvoller, eine sogenannte offene Septorhinoplastik. Bei einer Höckernase mit einer nur geringen Erhebung ist meist eine Korrektur über das Naseninnere möglich.

Generell wird auch bei einem Zugang von außen schonend operiert. Bei der modernen Nasenchirurgie werden hier nur kleine Schnitte über dem Nasensteg und in den Falten der Nasenflügel gemacht. Die resultierenden Narben sind sehr fein und verblassen im Laufe der Zeit. Nach der Operation müssen Sie etwa eine Woche einen Gips tragen. Etwa zwei Wochen sollten Sie nicht arbeiten, sondern zu Hause bleiben und sich etwas schonen.

Zum Autor:
2010 ließ sich Ulrich Möckel in seiner privatärztlichen HNO-Facharztpraxis in Hamburg nieder. Neben der klassischen HNO-Heilkunde liegen seine Leistungsschwerpunkte dort vor allem im Bereich der ästhetischen Nasenoperationen, der funktionellen Nasenkorrekturen und der endoskopischen Nasennebenhöhlenoperationen. Besonderen Wert legt er dabei auf minimal-invasive Verfahren. Mittels digitaler Fotos ist es Herrn Möckel möglich, die ideale Nasenform für seine Patienten zu finden.

Autor
Ulrich Mckel

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