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Morbus Crohn - Hintergrund / Einleitung

Morbus Crohn


Der Morbus Crohn ist eine chronische, meist schubweise verlaufende Entzündung des Verdauungstraktes, an der gehäuft jüngere Menschen, meist im Alter zwischen 15 und 35, erkranken. In den meisten Fällen ist der Übergangsbereich vom Dünndarm zum Dickdarm entzündet. Aber auch andere Abschnitte des Verdauungstraktes – von der Mundhöhle bis zum After – können vom Morbus Crohn betroffen sein. Typische Symptome der Erkrankung sind Durchfall, krampfartige Bauchschmerzen und Gewichtsverlust. Als Ursachen für die Entstehung des Morbus Crohn werden genetische, immunologische, psychische und infektiöse Einflüsse diskutiert.

Definition: Was ist Morbus Crohn?


Der Morbus Crohn gehört – wie die Colitis ulcerosa – zu den sogenannten chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED). Es handelt sich dabei um eine chronische, typischerweise in Schüben verlaufende Entzündung der Darmschleimhaut und des Verdauungstraktes, die in der Regel mit Symptomen wie wässrigem oder schleimigem Durchfall, krampfartigen Bauchschmerzen, häufig im rechten Unterbauch, sowie Gewichtsverlust und Fisteln einhergeht. Die Symptome des Morbus Crohn ähneln damit denen der Colitis ulcerosa. Im Gegensatz zur Colitis ulcerosa ist beim Morbus Crohn jedoch häufig nicht nur die oberflächliche Darmschleimhaut, sondern alle Schichten der Darmwand entzündet. Und anders als die Colitis ulcerosa, die meist lediglich den Dickdarm betrifft, kann der Morbus Crohn prinzipiell im gesamten Magen-Darm-Trakt – von der Mundhöhle bis zum After – auftreten.

In den meisten Fällen ist beim Morbus Crohn jedoch der Dünndarm (Ileum) und/oder der Dickdarm (Kolon) betroffen. So ist in etwa 40 Prozent der Fälle der Übergangsbereich vom Dünndarm zum Dickdarm, also das Endstück des Dünndarms (terminales Ileum) und das Anfangsstück des Dickdarms, entzündet. Bei etwa 30 Prozent der Patienten mit Morbus Crohn ist ausschließlich der untere Dünndarmabschnitt betroffen. Und in 25 Prozent der Fälle tritt der Morbus Crohn ausschließlich im Dickdarm und Analkanal auf. Entzündungen der Speiseröhre und des Mundes kommen bei Morbus Crohn auch vor, sind aber eher selten.


Häufigkeit von Morbus Crohn


Der Morbus Crohn gehört neben der Colitis ulcerosa zu den am häufigsten vorkommenden chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen. Insgesamt ist der Morbus Crohn aber mit in Deutschland jährlich etwa 5 Neuerkrankungen je 100.000 Einwohnern eine recht seltene Erkrankung. Am häufigsten erkranken jüngere Menschen, meist zwischen dem 15. und 35. Lebensjahr, neu am Morbus Crohn. Aber auch bei Kindern oder älteren Menschen kann die Darmerkrankung auftreten. Männer und Frauen sind dabei etwa gleich häufig betroffen.

Ursachen für Morbus Crohn


Wodurch genau der Morbus Crohn verursacht wird, ist trotz intensiver Forschung bislang nicht geklärt. Die Tatsache, dass die Erkrankung in Familien gehäuft vorkommt, legt aber die Vermutung nahe, dass eine genetische Veranlagung eine Rolle bei der Entstehung des Morbus Crohn spielt. Neben erblichen Faktoren werden auch immunologische, psychische und infektiöse Einflüsse sowie Umwelteinflüsse als Ursachen für Morbus Crohn diskutiert.

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