Schliessen
medführer Arzt- und Kliniksuche


medführer Startseite » Verdauung » Krankheiten » Morbus Basedow » Symptome

Morbus Basedow - Symptome

Symptome von Morbus Basedow


Morbus Basedow manifestiert sich sowohl an der Schilddrüse als auch außerhalb der Schilddrüse. An der Schilddrüse selbst führt Morbus Basedow zu einer übermäßigen Produktion der Schilddrüsenhormone T3 und T4 und damit zu einer Schilddrüsenüberfunktion mit einem gesteigerten Stoffwechsel, die sich unter anderem durch Beschwerden wie einen schnellen Herzschlag oder Herzrhythmusstörungen, Nervosität und Unruhe, Zittern, Schwitzen, Haarausfall, Heißhunger, Durchfall und Gewichtsverlust äußert. Darüber hinaus können die Autoantikörper, die bei Morbus Basedow den TSH-Rezeptor in der Schilddrüse angreifen, einen chronischen Wachstumsreiz verursachen, der zu einer Schilddrüsenvergrößerung (Kropf bzw. Struma) führt.

Zu den Beschwerden, die Morbus Basedow außerhalb der Schilddrüse verursachen kann, gehören Veränderungen und Symptome an den Augen, insbesondere eine Lähmung der Augenmuskeln und ein Hervortreten der Augäpfel (Exophthalmus) verbunden mit einer Erweiterung der Lidspalten, sowie Schwellungen an den Schienbeinen (Prätibiales Myxödem). Die neben der Schilddrüsenüberfunktion häufig bei Morbus Basedow auftretenden Symptome vergrößerte Schilddrüse (Struma oder Kropf), hervortretender Augapfel (Exophthalamus) und Herzrasen (Tachykardie) werden auch als Meersburger Trias bezeichnet.

Diagnose von Morbus Basedow


Die Diagnose von Morbus Basedow erfolgt in der Regel durch ein Anamnesegespräch mit dem Patienten, eine Blutuntersuchung, eine Ultraschalluntersuchung der Schilddrüse und eine Szintigrafie. Besteht der Verdacht auf Morbus Basedow erkundigt sich der behandelnde Arzt zunächst im Rahmen eines Anamnesegesprächs nach dem Beschwerdebild. Weist der Patient dabei die für eine Schilddrüsenüberfunktion typischen Symptome und gegebenenfalls auch Symptome an den Augen auf, deutet dies bereits auf Morbus Basedow hin.

Anschließend untersucht der Arzt die Schilddrüse mit einem Ultraschallgerät. Zeigt sich im Ultraschall ein echoarmes, also dunkles Bild, eine deutliche Ungleichmäßigkeit (Inhomogenität) des Schilddrüsengewebes und ein erhöhtes Volumen der Schilddrüse, so weist dies ebenfalls auf Morbus Basedow hin.


Um die Diagnose von Morbus Basedow eindeutig bestätigen zu können, wird eine labortechnische Blutuntersuchung durchgeführt. Dabei werden die Schilddrüsenwerte im Blut bestimmt. Leidet der Patient unter Morbus Basedow, sind die T3- und T4-Werte erhöht und der basale TSH-Wert erniedrigt. Zudem lassen sich im Blut die Antikörper gegen den TSH-Rezeptor (TRAK) und das Enzym Thyreoperoxidase (anti-TPO) nachweisen.

Bei einer Szintigrafie findet sich aufgrund der bei Morbus Basedow auftretenden Stimulation der Schilddrüsenzellen am TSH-Rezeptor eine erhöhte Aufnahme (über 5 Prozent) des sogenannten Tracers Technetium in die gesamte Schilddrüse.

Artikelinformationen zu Morbus Basedow
Autor
medführer

medführer-Redaktion

Als Autor anmelden

Spezialisten finden


Ärzte fragen

Sie suchen einen Spezialisten?
medführer hilft Ihnen weiter.
Senden Sie Ihre Anfrage an unsere Ärzte in Kliniken und Praxen.

zum Anfrageformular


Anzeigen Service