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Morbus Basedow - Behandlung / Therapie

Behandlung von Morbus Basedow


Die Symptome der durch Morbus Basedow ausgelösten Schilddrüsenüberfunktion werden in der Regel medikamentös mit sogenannten Thyreostatika („Schilddrüsen-Blockern“) behandelt. Diese drosseln die Produktion der Schilddrüsenhormone T3 und T4 und senken so den Spiegel von T3 und T4 im Blut. Thyreostatika müssen üblicherweise etwa ein Jahr lang eingenommen werden. Zu den häufig verordneten Wirkstoffen gehören dabei unter anderem Carbimazol, Methimazol, Thiamazol und Propylthiouraci.

Führt diese medikamentöse Therapie mit Thyreostatika nicht zum Erfolg oder kehrt Morbus Basedow nach dem Absetzen der Medikamente wieder zurück, wird eine Behandlung mittels Operation oder radioaktiver Therapie, der sogenannten Radio-Jod-Therapie (RIT) notwendig. Bei der Operation zur Behandlung von Morbus Basedow handelt sich um eine sogenannte Strumaresektion, bei der ein großer Teil der Schilddrüse chirurgisch über einen kleinen Schnitt vorne am Hals entfernt wird.

Im Rahmen der Radio-Jod-Therapie bekommt der Patient während eines kurzen stationären Aufenthalts im Krankenhaus ein Präparat mit radioaktiven 131-Jodid verabreicht, das sich anschließend vor allem in der Schilddrüse einlagert und dort radioaktive Strahlung abgibt. Diese Strahlung, die nur örtlich begrenzt wirkt und den restlichen Körper nicht belastet, zerstört und reduziert daraufhin allmählich das Schilddrüsengewebe.


Prognose bei Morbus Basedow


Die Heilungsaussichten bei Morbus Basedow sind individuell sehr unterschiedlich. In etwa 40 Prozent der Fälle heilt Morbus Basedow innerhalb von einem oder zwei Jahren spontan ab. Bei etwa der Hälfte der Patienten tritt Morbus Basedow nach dem Absetzen der Medikamente erneut auf.

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medführer

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