Schliessen
medführer Arzt- und Kliniksuche


medführer Startseite » Verdauung » Krankheiten » Magenkarzinom (Magenkrebs) » Hintergrund / Einleitung

Magenkarzinom (Magenkrebs) - Hintergrund / Einleitung

Magenkarzinom (Magenkrebs)


Bei einem Magenkarzinom handelt es sich um eine bösartige Krebserkrankung des Magens, die im Frühstadium endoskopisch behandelt und auch geheilt werden kann. Ohne eine rechtzeitige Behandlung führt ein Magenkarzinom jedoch um Tode. Rund 20.000 Menschen erkranken in Deutschland jährlich an einem Magenkarzinom, wobei die meisten von ihnen zum Zeitpunkt der Diagnose Magenkarzinom zwischen 55 und 60 Jahre alt sind.

Definition: Was ist ein Magenkarzinom?

Ein Magenkarzinom (Magenkrebs) ist eine bösartige Erkrankung des Magens, die unbehandelt zum Tode führt. Vom Magenkarzinom abzugrenzen sind andere bösartige Neubildungen des Magens wie der GIST (gastrointestinaler Stromatumor) oder das Magenlymphom. Diese Erkrankungen können ebenfalls ihren Ursprung im Magen nehmen, haben aber ganz andere Ursachen und machen andere Therapien erforderlich.

Häufigkeit von Magenkarzinomen


Jährlich erkranken immer noch circa 20.000 Patienten in Deutschland an einem Magenkarzinom. Die Tendenz ist jedoch sinkend. Dabei sind Männer etwas häufiger betroffen als Frauen (M:F=3:2). Der Altersgipfel von Magenkarzinomen liegt bei 55 bis 60 Jahren.

Regional gibt es erheblich Unterschiede: Japan ist das Land mit der höchsten Inzidenz, d.h. der höchsten Anzahl an Neuerkrankungen mit einem Magenkarzinom, weltweit. In Europa weist Portugal die meisten Neuerkrankungen mit einem Magenkarzinom auf, gefolgt von Ländern wie Bulgarien, und Russland.


Ursachen von Magenkarzinomen


Hauptrisikofaktoren für die Entstehung eines Magenkarzinoms sind eine nitrosaminreiche Ernährung (viel Geräuchertes, Gepökeltes, Gebratenes) sowie eine chronische Infektion mit Helicobacter pylori (Bakterium, das den Magen besiedeln kann). Daneben stellt auch eine chronische Magenschleimhautentzündung mit Atrophie (Gewebsschwund) einen Risikofaktor für die Entstehung eines Magenkarzinoms dar. Neben Rauchen spielt auch die Vererbung eine Rolle. Außerdem ist die Blutgruppe A+ ebenfalls mit einem erhöhten Risiko, an einem Magenkarzinom zu erkranken, verbunden.

Magenpolypen (sog. Adenome) stellen ebenso eine Gewebsveränderung mit einem statistisch erhöhten Risiko für ein bösartiges Magenkarzinom dar wie der M. Menetriere. Letzterer geht mit einer Magenschleimhautverdickung einher und stellt ein erhöhtes Risiko für ein Magenkarzinom dar. Auch eine Magenoperation, die mehr als 20 Jahre lang zurückliegt (B-II Magen) scheint aufgrund des chronischen Gallerefluxes in den Restmagen mit einem erhöhten Risiko für ein Magenkarzinom einherzugehen.

Artikelinformationen zu Magenkarzinom (Magenkrebs)
Autor
Portrait Messmann

Prof. Dr. med. Helmut Messmann

Zur Webseite
Als Autor anmelden

Spezialisten finden


Ärzte fragen

Sie suchen einen Spezialisten?
medführer hilft Ihnen weiter.
Senden Sie Ihre Anfrage an unsere Ärzte in Kliniken und Praxen.

zum Anfrageformular


Anzeigen Service