Schliessen
medführer Arzt- und Kliniksuche


medfhrer Startseite » Radiologie » Untersuchungen » MRT » Magnetresonanztomographie

MRT - Magnetresonanztomographie

MRT - Magnetresonanztomographie


Die Magnetresonanztomographie (MRT), auch Kernspintomographie und NMR genannt, ist ein Verfahren, das ohne schädliche Röntgen- oder radioaktive Strahlung Bilder vom Inneren des menschlichen Körpers erzeugen kann. Das Verfahren der Magnetresonanztomografie erzeugt Schnittbilder des menschlichen Körpers. Es benötigt im Gegensatz zu der Computertomographie keine Röntgenstrahlen, sondern lediglich ein starkes Magnetfeld und Radiowellen. Das physikalische Prinzip des MRT ist schon seit 1946 bekannt, seit Beginn der 80er Jahre wird es auch als diagnostisches Verfahren in der Medizin verwendet.
 
Atomkerne besitzen eine spezielle physikalische Eigenschaft, die als Kernspin bezeichnet wird. Stark vereinfacht kann man sich jeden Atomkern als kleinen Kreisel vorstellen, der sich um seine eigene Achse dreht. Gleichzeitig wirkt jeder dieser Kreisel wie ein sehr schwacher Magnet.
Diese physikalischen Eigenschaften macht sich die MRT zunutze. Dabei spielen insbesondere die Wasserstoffatome des Körpers eine Rolle, denn der menschliche Körper besteht zu ca. 80% aus Wasser. Normalerweise zeigen die Drehachsen der „Kreisel“ ungeordnet in alle beliebigen Richtungen. In dem Magnetresonanztomographen werden die „magnetischen“ Drehachsen der Wasserstoffkerne des Körpers durch ein sehr starkes Magnetfeld – ca. 10.000 bis 30.000-fach stärker als das Magnetfeld der Erde – ausgerichtet.


Mittels Magnetresonanztomographie können Organe räumlich dargestellt werden. Durch die integrierte Computersoftware ist möglich, die Bilder zu vergrößern, zu drehen und aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten. Besonders gut lassen sich verschiedene Gewebearten voneinander abgrenzen. Auch krankhafte Veränderungen sind mit diesem Verfahren sehr gut darstellbar und vom gesunden Gewebe zu unterscheiden. Je nach Art der Untersuchung kommen bei der Kernspintomografie teilweise spezielle Kontrastmittel zum Einsatz, die entweder vorab getrunken oder in die Armvene injiziert werden. Bisweilen können bedingt durch diese Substanzen leichte Nebenwirkungen auftreten. Bei vielen diagnostischen Fragestellungen liefern die Magnetresonanztomographie und die Computertomografie vergleichbare Ergebnisse. Die MRT zeichnet sich jedoch durch eine höhere Bildauflösung aus.

Ein Nachteil des Magnetresonanztomografie-Verfahrens besteht darin, dass Patienten während der Untersuchung relativ lange in einer langen Röhre mit begrenztem Durchmesser (etwa 60 cm) liegen müssen, sodass Gefühle von Platzangst aufkommen können. Je nach Art und jeweiliger Fragestellung dauert die MRT-Untersuchung mindestens eine halbe Stunde, in einzelnen Fällen bis zu 90 Minuten. Außerdem verursacht das Gerät im Betrieb laute metallische Klopfgeräusche, die technisch bedingt sind. Deshalb ist während der Untersuchung ein Gehörschutz zu tragen oder auch ein geschlossener Kopfhörer, über den auf Wunsch Musik eingespielt werden kann. Durch eine Ruf- bzw. Klingeltaste, die der Patient während der Untersuchung in der Hand hält, kann er sich jederzeit beim medizinischen Personal bemerkbar machen, das während der gesamten Zeit Sichtkontakt zum Patienten hat.

Aufgrund des starken Magnetfeldes kann die Anwendung der Magnetresonanztomographie bei Patienten, die Metallteile im Körper tragen (z. B. chirurgischer Stahl nach Knochenbrüchen) eventuell problematisch sein. In solchen Fällen prüfen die Ärzte vorab sehr genau, ob Risiken durch die Untersuchung bestehen. Bei Personen mit Herzschrittmachern kann die Magnetresonanztomographie grundsätzlich nicht durchgeführt werden. Obwohl seit ihrer Anwendung keinerlei Schäden und Nebenwirkungen durch die Technik aufgetreten sind, wird ihr Einsatz sicherheitshalber bei Schwangeren möglichst vermieden. Generell kommt die MRT nicht zuletzt wegen ihrer hohen Kosten nur dann zum Einsatz, wenn es die jeweilige diagnostische Fragestellung erfordert.

Autor
Autor

Dr. R. Behrens

Als Autor anmelden

rzte fragen

Sie suchen einen Spezialisten?
medfhrer hilft Ihnen weiter.
Senden Sie Ihre Anfrage an unsere rzte in Kliniken und Praxen.

zum Anfrageformular

Anzeigen Service