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Lungenembolie - Hintergrund / Einleitung

Lungenembolie


Bei einer Lungenembolie werden Gefäße der Lunge durch ein eingeschwemmtes Blutgerinnsel (Thrombose) der Bein- oder Beckenvenen blockiert. Bei einem Verschluss versagt die Durchblutung der Lunge und führt zu einem Absterben des Gewebes. Eine Lungenembolie ist lebensbedrohlich und sollte unverzüglich im Krankenhaus behandelt werden.

Definition: Was ist eine Lungenembolie?


Mediziner sprechen von einer Lungenembolie, wenn eines der Blutgefäße in der Lunge verschlossen ist. Diese Verstopfung wird in den meisten Fällen durch ein Blutgerinnsel verursacht – den sogenannten Thrombus, welcher häufig aus den Bein- oder Beckenvenen entstammt.

Bei einem Verschluss eines großen Blutgefäßes der Lunge durch ein Blutgerinnsel versagt die Durchblutung der Lunge, wodurch schließlich Lungengewebe absterben kann. In diesem Fall spricht man von einem Lungeninfarkt. Kleinere Blutgerinnsel hingegen bleiben oftmals unbemerkt und können nicht selten vom Organismus selbst aufgelöst werden.

Formen der Lungenembolie


Bei einer Lungenembolie unterscheidet man grundsätzlich zwei Formen – die akute und die chronische Lungenembolie. Dabei kann aus einer akuten Lungenembolie im weiteren zeitlichen Verlauf eine chronische Lungenembolie entstehen.

Häufigkeit der Lungenembolie


Grundsätzlich ist die Lungenembolie kein seltenes Krankheitsbild. In Deutschland kommt im Schnitt jährlich auf 1.000 Einwohner eine Lungenembolie. Hierbei ist die Lungenembolie bei Betroffenen im Krankenhaus eine recht häufige Todesursache. Die meisten Lungenembolien verlaufen jedoch ohne weitere Symptome und bleiben daher oftmals unbemerkt.

Ursachen der Lungenembolie


In den meisten Fällen handelt es sich bei dem entstehenden Embolus um ein Blutgerinnsel aus Bein- oder Beckenvenen. Bildet sich in den Bein- oder Beckenvenen ein Blutgerinnsel, so besteht die Gefahr, dass sich der Thrombus löst und über den Blutstrom in die unterere Hohlvene, den rechten Vorhof des Herzens, weiter in die rechte Herzkammer und schließlich über die Lungenarterie in die Gefäße der Lunge gelangt. Von einer Lungenembolie spricht man, wenn sich das Blutgerinnsel (Thrombose) in Gefäßen der Lunge mit kleinerem Durchmesser festsetzt und einen Verschluss verursacht.

Risikopatienten für Thrombosen sind vor allem Patienten, die für längere Zeit strikte Bettruhe einhalten müssen, wie es unter anderem nach größeren Eingriffen der Fall ist, oder auch jegliche Inaktivität der unteren Gliedmaßen, wie bei längeren Busfahrten oder Reisen. Durch Mobilisierung nach einer längeren Ruhephase, besteht die Gefahr, dass sich das Blutgerinnsel in Bein- oder Beckenvenen durch die plötzliche Blutdruckänderung löst und mit dem Blutstrom in Richtung Lunge transportiert wird.

Lungenembolien können jedoch nicht ausschließlich durch Blutgerinnsel entstehen, in seltenen Fällen auch durch Fett nach einer Operation, durch Luft einer Infusion, Bakterien, Tumorzellen oder durch Fruchtwasser, welches die Gefäße blockieren kann.

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