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Leberzirrhose - Symptome

Symptome einer Leberzirrhose


Eine Leberzirrhose verursacht im Frühstadium meist keine Beschwerden. Häufig treten die ersten Symptome sogar erst nach Jahren oder Jahrzehnten auf. In diesem späten Stadium der Leberzirrhose äußert sich die Erkrankung zunächst durch uncharakteristische Allgemeinsymptome wie Müdigkeit, Mattigkeit, Leistungs- und Konzentrationsschwäche, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Verstopfung, Blähungen, Gewichtsabnahme und ein Druckgefühl im Oberbauch, so dass häufig nicht sofort auf eine Leberzirrhose geschlossen wird.

Schreitet die Leberzirrhose weiter voran, kommen schließlich auch Symptome hinzu, die deutlich auf eine Leberschädigung hinweisen. Hierzu gehören unter anderem Gelbsucht und Hautsymptome wie eine blass-fahle bis gelbliche Hautfarbe, kleine Gefäßspinnen auf der Haut (sogenannte Spider navi), vor allem im Gesicht und am Oberkörper, rotgefärbte Handballen, rote, glänzende und trockene Lippen und Zunge (sogenannte Lacklippen und Lackzunge) sowie Juckreiz.

Weitere mögliche Symptome der Leberzirrhose sind eine vermehrte Infekt- und Blutungsanfälligkeit, Mundgeruch nach frischer Leber und eine verstärkte Venenzeichnung am Bauch. Darüber hinaus kann es bei Männern zur Ausbildung von Brüsten, zum Verlust der Schambehaarung, zur Schrumpfung der Hoden, zu einer abnehmenden Potenz und zu einem abnehmenden sexuellen Verlangen kommen, da die weiblichen Hormone bei einer Leberzirrhose nicht mehr abgebaut werden.


Diagnose einer Leberzirrhose


Die Diagnose einer Leberzirrhose erfolgt meist anhand eines Anamnesegespräches, einer körperlichen Untersuchung, einer Blutuntersuchung und einer Sonographie (Ultraschalluntersuchung). Im Rahmen des Anamnesegespräches fragt der Arzt unter anderem nach dem Alkoholkonsum und inwieweit das Risiko besteht, dass der Patient sich mit Hepatitis infiziert hat.

Bei der körperlichen Untersuchung ertastet der Arzt, wie groß die Leber ist, ob sie sich hart anfühlt und wie ihre Oberfläche beschaffen ist. Zudem überprüft er die Größe der Milz und klopft den Bauch ab, um festzustellen, ob sich Flüssigkeit im Bauchraum befindet (sogenannte Aszites). Des weiteren achtet der Arzt bei der körperlichen Untersuchung auf weitere Anzeichen einer Leberzirrhose wie eine Gelbfärbung der Haut (Ikterus), eine Rötung der Handflächen und das Vorhandensein von kleinen Gefäßspinnen (Spider naevi).

Im Rahmen der Blutuntersuchung kann festgestellt werden, wie stark die Leberzellen zerstört bzw. geschädigt sind. So ist etwa bei einer Leberzirrhose die Konzentration von Stoffen wie Albumin und Cholinesterase, die normalerweise von einer gesunden Leber produziert werden, verringert. Und auch der Quickwert (Blutgerinnungswert) ist vermindert. Darüber hinaus ist die Konzentration von Leberenzymen wie GPT und GOT, die normalerweise nur in geringen Mengen im Blut vorkommen, erhöht.

Mithilfe einer Ultraschalluntersuchung (Sonographie) kann festgestellt werden, ob die Leberoberfläche knotig verändert, die Leber geschrumpft und der venöse Blutfluss atypisch verändert ist. Weitere mögliche Untersuchungen zur Diagnose einer Leberzirrhose sind die Leberbiopsie, bei der mittels Laparoskopie eine Gewebeprobe der Leber entnommen wird, sowie die Computertomogrofie (CT) und die Kernspintomografie (MRT), die zum Einsatz kommen, wenn der Befund der Ultraschalluntersuchung unklar ist.

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