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Leberzirrhose - Hintergrund / Einleitung

Leberzirrhose (Schrumpfleber)


Bei der Leberzirrhose – auch Schrumpfleber oder Leberschrumpfung genannt – handelt es sich um eine chronische Lebererkrankung, die mit einer allmählichen Zerstörung der Gewebs- und Gefäßstruktur der Leber einhergeht und meist durch übermäßigen Alkoholkonsum oder chronische Hepatitis verursacht wird. Eine Leberzirrhose verursacht unter anderem Allgemeinsymptome wie Müdigkeit, Leistungs- und Konzentrationsschwäche, Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust sowie Hautveränderungen wie eine blasse, fahle Gesichtsfarbe, Gelbsucht und kleine Gefäßspinnen auf der Haut, vor allem allem im Gesicht und am Oberkörper. Männer sind etwa doppelt so häufig von einer Leberzirrhose betroffen als Frauen.

Definition: Was ist eine Leberzirrhose?


Als Leberzirrhose bezeichnen Mediziner die chronisch-progrediente Zerstörung der Leber, bei der die Struktur der Leberläppchen und -gefäße nach und nach durch eine entzündliche Fibrose zu Narben- und Bindegewebe umgebaut wird. Im Verlauf dieses Prozesses, der auch als Schrumpfleber oder Leberschrumpfung bezeichnet wird, verhärtet, vernarbt und schrumpft die Leber zunehmend, was schließlich zu einer nachhaltigen Einschränkung und Störung der normalen Leberfunktionen führt. Eine Leberzirrhose entsteht typischerweise über einen Zeitraum von mehreren Jahren bis Jahrzehnten, seltener auch innerhalb von unter einem Jahr, und stellt das Endstadium verschiedener chronischer Leberkrankheiten dar.

Häufigkeit einer Leberzirrhose


In den westlichen Industrieländern (Europa und USA) tritt die Leberzirrhose mit einer Häufigkeit von jährlich etwa 250 Fällen je 100.000 Einwohner auf. In Deutschland leiden insgesamt etwa 400.000 Menschen an einer Leberzirrhose. Am häufigsten betroffen sind dabei Menschen zwischen dem 50. und dem 60. Lebensjahr. Männer erkranken zudem etwa doppelt so häufig an einer Leberzirrhose als Frauen.


Ursachen für eine Leberzirrhose


Einer Leberzirrhose können verschiedene Lebererkrankungen, deren Ursachen sehr unterschiedlich sein können, zugrunde liegen. In den meisten Fällen ist übermäßiger Alkoholkonsum für die Entstehung einer Leberzirrhose verantwortlich. So lassen sich in Deutschland etwa 50 bis 60 Prozent der Leberzirrhosen auf langjährigen Alkoholmissbrauch zurückführen. Die zweithäufigste Ursache für eine Leberzirrhose stellt die chronische Virus-Hepatitis dar. So werden etwa 25 Prozent der Leberzirrhosen durch Viren bedingte Entzündungen der Leber wie die Hepatitis vom Typ B, C oder D verursacht.

In seltenen Fällen stecken hinter der Entstehung einer Leberzirrhose erbliche Stoffwechselerkrankungen wie angeborene Störungen des Eisen-, Kupfer- und Fettstoffwechsels (z.B. Wilson-Krankheit, Mukoviszidose, Hämochromatose), Gallenwegserkrankungen mit Gallenstau, immunbedingte Leberentzündungen oder Herzerkrankungen (z.B. Blutstau in die Leber bei chronischer Rechtsherzinsuffizienz). Auch Schädigungen der Leber durch Medikamente, Chemikalien, Gifte oder Tropenkrankheiten (z.B. Cholera) stellen mögliche Ursachen für eine Leberzirrhose dar.

Artikelinformationen zu Leberzirrhose
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medführer

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