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Kopfschmerzen - Hintergrund / Einleitung

Kopfschmerzen


Kopfschmerzen können durch sehr unterschiedliche Ursachen entstehen. Fast jeder Mensch hat irgendwann schon einmal an Kopfschmerzen gelitten. Meist sind die Schmerzen vorübergehend, bei manchen Patienten nehmen die Kopfschmerzen jedoch einen chronischen Charakter an und führen zu einer erheblichen Beeinträchtigung der Lebensqualität.


Es gibt zahlreiche Auslöser für Kopfschmerzen, auch Dauer und Häufigkeit der Kopfschmerzen sind sehr unterschiedlich. 92 % aller Kopfschmerzen werden durch Migräne oder durch Kopfschmerzen vom Spannungstyp ausgelöst. In vielen Fällen liegen auch Mischbilder verschiedener Kopfschmerzarten vor, genauso kann ein Kopfschmerz, der nicht Migräne bedingt ist einen Migräneanfall auslösen.

Gerade Migräne-Kopfschmerzen gehen oft mit anderen Symptomen wie Übelkeit, Lichtempfindlichkeit, Geruchsempfindlichkeit und anderen neurologischen Symptomen einher. Andere Kopfschmerzen können wiederum Warnsymptome einer anderen Erkrankung sein. So können Kopfschmerzen, die mit Nackensteifigkeit, Fieber und Schüttelfrost einhergehen, auch ein Anhalt für Blutungen oder Entzündungen am Gehirn oder Rückenmark sein.



Wichtig ist bei der Untersuchung von Patienten mit chronischen Kopfschmerzen das Führen eines Schmerztagebuches, in dem der Patient die Häufigkeit, die Stärke und die Dauer der Kopfschmerzen ebenso wie die genaue Lokalisation vermerkt. Zu dem Führen eines Schmerztagebuches gehört auch die Protokollierung von Auslösemechanismen oder zugeführter Nahrung, da Nahrungsmittel oder Getränke in vielen Fällen auch Auslöser einer Kopfschmerzattacke sein können. Auch die Veränderung von Lebensgewohnheiten (Tagesablauf während der Woche im Gegensatz zumTagesablauf am Wochenende) kann einen Kopfschmerz auslösen, daher muss dies auch im Schmerztagebuch vermerkt werden.

Wenn eine genaue Analyse der Kopfschmerzen erfolgt ist - eventuell wird neben der genauen Anamnese und dem Kopfschmerztagebuch noch ein CT oder MRT, ggf. ein EEG hinzugezogen - erfolgt die systematische Therapie unter Fortführung des Schmerztagebuches. Nur über die Auswertung des Schmerztagebuches kann der Erfolg kontrolliert werden. Ein Erfolg kann z.B. die Verminderung der Kopfschmerzhäufigkeit sein oder auch die Stärke der Kopfschmerzenim jeweiligen Anfall. Im Rahmen der Therapie chronischer Kopfschmerzen können auch spezielle Migränemedikamente zum Einsatz. Zusätzlich muss zumeist auch die begleitende Übelkeit behandelt werden.

Sind die Kopfschmerzen nicht Migräne bedingt und durch andere Ursachen ausgelöst (z.B. Muskelverspannungen, Fehlhaltungen, Wirbelsäulen-Asymetrien), so sollte die Ursache dieser zugrunde liegenden Erkrankung behandelt werden, begleitend können auch muskelentspannende Schmerzmittel und kurzfristig auch lokale Infiltrationen zur Anwendung kommen. In diesen Fällen sollte jedoch die Ursache der Fehlhaltung oder der Muskelverspannung behandelt werden. Hier kommen neben medikamentösen Verfahren auch physiotherapeutische Maßnahmen, die manuelle Therapie und das Erlernen von Entspannungstechniken, evtl. auch im Rahmen einer Psychotherapie in Frage.

Bei 6-8 % der Männer und bei 12-16 % der Frauen tritt eine Migräne auf. Jedoch suchen nur 50% der Migränepatienten jemals wegen einer Migräne einen Arzt auf und nur 30 % der Patienten befinden sich in regelmäßiger ärztlicher Behandlung.


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