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Insektenstiche - Vorsorge

Wirksamer Schutz gegen Insekten


Am besten ist es natürlich immer, Insektenstiche zu verhindern bevor man überhaupt gestochen wird. Dies kann zum einen durch sogenannte Repellentien (Insektenschutzmittel) erfolgen, die als Sprays, Lotionen und Cremes im Handel erhältlich sind. Wirksam sind sie in der Regel für mehrere Stunden, dann müssen sie neu aufgetragen werden. Repellentien helfen sowohl gegen Insekten als auch gegen Zecken.

Repellentien haben eine einzige Aufgabe: sie sollten Stechmücken und Zecken fernhalten. Alle blutsaugenden Insekten entscheiden nach dem Geruch, ob ein Mensch oder Tier ein gutes Opfer zum Saugen ist. Sie riechen dabei die verschiedenen geruchlichen Absonderungen des Körpers wie Schweiß, Kohlendioxid oder Ammoniak. Ist der Geruch für das Insekt attraktiv, dann sticht es zu. Repellentien sorgen dafür, dass Insekten diese speziellen Gerüche nicht mehr wahrnehmen können. Somit erscheint der menschliche Körper auf einmal nicht mehr attraktiv zum Blutsaugen. Diese Repellentien bestehen entweder aus chemischen oder aus natürlichen Wirkstoffen in einer recht hohen Konzentration.

Man kann sich aber auch mechanisch gegen Insekten aller Art wehren. Hindern sie Mücken einfach daran, an sich und ihren Körper heranzukommen. Insektenschutzgitter für Fenster und Türen gibt es fast überall im Handel zu kaufen. Moskitonetze über den Betten sind vor allem in südlichen Ländern nicht nur ein rein optischer Blickfänger, sondern sollten auch benutzt werden, wenn vorhanden. Lange Hosen und Hemden sind bei einem Spaziergang in Wald oder Flur gerade gegen Zecken sehr wichtig.

Außerdem gibt es im Handel spezielle Insektenschutz-Räucherkerzen oder Elektroverdampfer zu erwerben. Beide verströmen Duftstoffe, die für Insekten schlechtriechend sind und gemieden werden. UV-Lampen gegen Insekten, die ebenfalls im Handel erhältlich sind, eignen sich weniger. Das UV-Licht trägt eher dazu bei, dass Insekten angelockt werden anstatt sie fernzuhalten.


Impf- und Medikamentenprophylaxe gegen Folgeerkrankungen


Da Insekten beim Stechen schwere Krankheiten übertragen können, sollte man immer an eine Impfprophylaxe denken. In Deutschland sollte der Impfschutz gegen FSME immer aktuell sein. Die FSME-Impfung besteht aus 3 Teilimpfungen. Die ersten beiden Impfungen, die in einem Abstand von 14 Tagen durchgeführt werden, verleihen nur einen Kurzzeitschutz. Erst mit der dritten Impfung nach etwa 9 bis 12 Monaten wird der Langzeitschutz erreicht, der allerdings alle 3 Jahre durch eine Auffrischimpfung erneuert werden muss.

Natürlich können wie bei jeder Impfung auch bei der FSME-Impfung Nebenwirkungen auftreten. Die Einstichstelle um die Nadel kann sich röten und anschwellen. Außerdem können vorrübergehend Kopf- und Gliederschmerzen auftreten. In sehr seltenen Fällen kann es auch zu verschiedenen Formen von Nervenentzündungen kommen. Alles in allem überwiegen die Nutzen der Impfung, gerade bei Kindern, jedoch stark die Nebenwirkung, weshalb ein aktueller Impfschutz gegen FSME immer anzuraten ist.

Vor einer Reise in tropische und subtropische Länder sollte jeder auch unbedingt an eine Malariaprophylaxe als Bestandteil der Reisevorbereitungen denken. Gerade beliebte Touristenziele wie die Dominikanische Republik, Mexiko und Thailand gehören zu den Ländern, die gerade in der Regenzeit sehr von Malaria betroffen sind. Zur richtigen Prophylaxe sollte man mehrere Wochen vor Reiseantritt einen Termin bei seinem Hausarzt ausmachen und sich ausführlich über eine medikamentöse Malariaprophylaxe aufklären lassen. Wichtig ist es, das Reiseziel so gut wie möglich anzugeben, da einige Erreger der Malaria im Laufe der Zeit Resistenzen geben Malariamittel aufgebaut haben und somit nicht jedes Medikament für jedes Reiseziel geeignet ist.


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