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Implantologie (Implantate) - Erläuterung der Untersuchung

Der operative Eingriff

Die Dauer der Implantation hängt sowohl von der Anzahl der zu setzenden Implantate als auch vom Schwierigkeitsgrad der Operation ab und beträgt zwischen einer und mehreren Stunden. Der Laser ist eine große Hilfe bei der Arbeit, da mithilfe eines CO2-Lasers der Zahnfleischschnitt unblutiger und schonender durchgeführt werden kann als mit dem Skalpell. Außerdem wird das Gewebe nahezu keimfrei gemacht, was eine Entzündungsgefahr mindert.

Nachdem die künstliche Zahnwurzel in den Kiefer eingesetzt wurde, wird die abgelöste Schleimhaut wieder darüber gelegt und vernäht. In einigen Fällen ist es möglich, das Implantat sofort mit einer festen Krone zu versorgen (siehe Kapitel Sofortimplantation).

Beim Großteil der Fälle wird jedoch das so genannte zweizeitige Verfahren angewendet. Die Implantate werden nach Aufklappung der Schleimhaut in den Kiefer gesetzt, vielleicht muss etwas Knochenersatzmaterial dazugegeben werden, dann wird die Schleimhaut vernäht und man lässt die Implantate einheilen. Diese Einheilphase dauert zwischen drei und sechs Monaten; danach werden die Implantate freigelegt, mit Pfosten versehen und abgeformt, damit der Zahnersatz hergestellt werden kann.

Während der Operation wird Ihre Kleidung mit sterilen Tüchern abgedeckt, häufig werden auch die Augen mit einem Tuch geschützt. Manchmal reicht auch eine chirurgische Kappe. Diese vorbereitenden Maßnahmen sind sehr wichtig und dienen der Sterilität und Sauberkeit. Das ganze Behandlungsteam wechselt ebenfalls in die sterile chirurgische Einmalbekleidung. Die Operation sollte in einem besonderen, eigens dafür ausgestatteten, sauberen Behandlungszimmer stattfinden und nicht in einem normalen Sprechzimmer. Eine Klimaanlage, die dem neuesten Standard entspricht, ist sehr angenehm.

Nach dem chirurgischen Eingriff erhält man Schmerzmittel und in manchen Fällen auch ein Antibiotikum. Zusätzlich erhält der Patient ein Merkblatt, das ihn an die wichtigsten häuslichen Maßnahmen nach einer Implantation erinnert.

Die Zeit nach dem Eingriff

Die Phase 1 nach dem chirurgischen Eingriff (ein bis fünf Tage nach der OP) ist für die meisten Patienten mit geringen Schmerzen verbunden. Diese können jedoch bis zu den Augen und Ohren ausstrahlen. Eine leichte Kiefer- und Gesichtsschwellung im OP-Bereich ist normal, ebenso die äußerliche Bildung eines Blutergusses. Es ist wichtig, die Operationsstelle direkt nach der Operation für die nächsten Stunden von außen zu kühlen, so kann man das Risiko für Nachblutungen, die nicht ungewöhnlich sind, vermindern und die Schwellung minimieren. Darüber hinaus sollten Sie sich während der ersten Tage nach dem Eingriff nicht körperlich anstrengen.

Der Implantatchirurg sollte für die Patienten in den nächsten Tagen dauernd telefonisch oder persönlich erreichbar sein. Dies ist für den Patienten eine zusätzliche Beruhigung, denn er muss sich im Notfall nicht an einen fremden Zahnarzt wenden. Wann sollten Sie Ihren Zahnarzt anrufen? Dies sollten Sie auf jeden Fall bei Blutungen tun, die Sie nicht selbst durch das Aufbeißen auf ein frisch gebügeltes (und dadurch keimfrei gemachtes) Taschentuch stillen können; wenn die Schwellung so groß wird, dass Ihr Gesicht entstellt ist; wenn die Schmerzen so stark werden, dass die mitgegebenen Schmerztabletten nicht helfen; wenn Sie stark aus der Nase bluten; wenn allergische Reaktionen zu bemerken sind. Diese Vorkommnisse sollten Sie unbedingt Ihrem Zahnarzt mitteilen.

Beim Eintritt der Phase 2 (7 bis 14 Tage nach der OP) sind die oben beschriebenen Begleiterscheinungen eines chirurgischen Eingriffs verschwunden, die Fäden sind gezogen und der Patient hat seinen geregelten Tagesablauf wieder aufgenommen.

Die Phase 3 erstreckt sich über die Zeit bis zum Freilegen der Implantate. In dieser Einheilungsphase sollten Sie sich einmal im Monat zur Kontrolle bei Ihrem Zahnarzt vorstellen, und eventuell am Prophylaxeprogramm Ihrer Praxis teilnehmen.


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