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Hüftdysplasie - Behandlung / Therapie

Wie wird die Hüftdysplasie behandelt?


Das Behandlungsprinzip ist folglich die tiefe Zentrierung des Hüftkopfes mit dem Ziel, durch eine biologische Nachreifung des Gelenkes normale anatomische Verhältnisse zu erreichen. Dabei gilt: Je jünger das betroffene Kind ist, desto geringer ist der Behandlungsaufwand, und je früher die korrekte Diagnose gestellt wird, desto besser sind die Chancen auf eine Ausheilung der Hüftdysplasie.

Der sonographische Befund und damit der Schweregrad bestimmt die Behandlung des Säuglings: gesunde Hüften brauchen keine Therapie. Bei den Typen II a und b muß eine engmaschige und sorgfältige Überwachung des weiteren Verlaufes erfolgen - dies durch einen Facharzt für Orthopädie oder durch einen entsprechend weitergebildeten Kinderarzt. Bei Typ III c wird das Kind in einer speziellen Spreizhose behandelt, die dafür sorgt, daß die gewünschte Abspreiz-Beugestellung im Hüftgelenk auch beim strampelnden Säugling dauerhaft eingenommen wird. Die Dauer dieser Behandlung ist befundabhängig und kann bis zu 10 Monaten gehen.

Zeigt sich eine Tendenz zur Luxation auch in der Spreizhose, ist in der Regel eine rigidere Sicherung der gewünschten Hüftposition im sogenannten Sitz-Hockgips sinnvoll.

Ist bereits bei Diagnosestellung oder sekundär ein teilweises oder vollständiges Heraustreten des Hüftkopfes aus der Pfanne geschehen, so muss zunächst versucht werden, die Gelenkverbindung wieder vorsichtig und schonend einzurichten. Hierfür kann in leichteren Fällen eine sogenannte Repositionsorthese (z. B. Pavlik-Bandage) verwandt werden; bei schwereren Verläufen ist eine stationäre Behandlung mit mehrtägiger Reposition über eine sogenannte Overhead-Extension nötig. Ist das Gelenk wieder rezentriert, kommen die bereits erwähnten Behandlungsformen wieder zum Zuge, bis die gesicherte Ausreifung des Gelenkes erreicht ist.

In seltenen Fällen kann das Hüftgelenk durch diese geschlossenen Maßnahmen nicht reponiert werden, dann muss eine chirurgische Wiedereinrenkung des Gelenkes geschehen - gefolgt von den bereits erwähnten Retentionshilfen.

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