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Hirntumor-Operation - Nachbehandlung

Nachbehandlung nach einer Hirntumor-Operation


Ein wichtiger Grund für eine möglichst vollständige Tumorresektion bei einer Hirntumor-Operation besteht darin, dass eine gegebenenfalls in Betracht kommende, anschließende Radio- und/oder Chemotherapie umso effektiver sein kann, je kleiner das postoperativ verbliebene Rest-Glioblastom ist. Dieser Umstand beruht auf der Tatsache, dass sich nur ein Teil der Zellen eines Hirntumors teilt. Dieser Teil wird als Wachstumsfraktion bezeichnet. Die anderen Zellen gehören zu nicht-proliferierenden Kompartimenten und befinden sich überwiegend in einer speziellen Wachstumsphase (sog. G0-Phase), aus der sie nur unter besonderen Umständen wieder in das proliferierende Kompartiment zurückkehren - ein Vorgang, der als Recruitment bezeichnet wird. Da Zellen in der G0- und G1-Phase besonders unempfindlich gegenüber der Einwirkung der anschließenden Therapieformen sind, kommt es für den Erfolg der Therapie darauf an, wie groß der Anteil der Zellen in den übrigen Phasen ist. Je schneller ein Hirntumor wächst, desto mehr Zellen befinden sich in der empfindlichen S-Phase. In kleinen Glioblastomen ist die Wachstumsfraktion besonders groß. Dadurch wird die Eliminierung weniger verbliebener Zellen durch die anschließenden Therapien begünstigt.



Fazit zur Hirntumor-Operation


Zusammenfassend ist festzuhalten, dass technische Entwicklungen wie die Neuronavigation in Verbindung mit den intraoperativen Bildgebungen bei adäquatem Einsatz die Radikalität einer Hirntumor-Operation beim Glioblastom erhöhen, die Prognose verbessern und die operative neurologische Morbidität (Krankheitshäufigkeit) senken können. Dabei steht die entscheidende Rolle eines versierten und mit den einzusetzenden Techniken vertrauten Operateurs außer Frage.



Ist ein Kind von einem Hirntumor betroffen, so zeigen sich trotz gewisser Parallelen zur Erkrankung des Erwachsenen zahlreiche grundlegende Unterschiede bezüglich der Häufigkeitsverteilung und Lokalisation verschiedener Hirntumortypen, hinsichtlich der anschließenden Therapie und Prognose und nicht zuletzt auch hinsichtlich operativer Besonderheiten.

Bei aller notwendigen Technisierung der operativen und anschließenden Behandlung eines Hirntumors muss der Mensch als psychosoziales Individuum stets im Mittelpunkt therapeutischen Bemühens stehen, um das bestmögliche Behandlungsergebnis zu erreichen.

Artikelinformationen zu Hirntumor-Operation
Autor
Prof. Dr. Halatsch

Prof. Dr. med. Marc-Eric Halatsch, Zertifikat "Spezielle Neurochirurgische Onkologie" der Deutschen Gesellschaft für Neurochirurgie, Universitätsklinik Ulm

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