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Herzszintigraphie

Die Herzszintigraphie kann in Ruhe und unter Belastung durchgeführt werden. Durch sie kann erkannt werden, ob eine Durchblutungsstörung des Herzens unter Belastung vorliegt oder ob ein Infarkt stattgefunden hat. Die Methode ist wichtig zur Erkennung der koronaren Herzerkrankung und ist vor allem von Bedeutung, weil hierdurch u.U. auf die Durchführung eines großen Herzkatheters und die damit verbundenden Risiken verzichtet werden kann. Auch Verlaufskontrollen nach Herzkranzgefäßerweiterung oder Bypass-Operation sind hiermit nicht invasiv möglich. Es kann erkannt werden, ob es zu einer erneuten Enge der Herzkranzgefäße gekommen ist, wenn verdächtige Symptome vorliegen.

Vorbereitung und Ablauf der Herzszintigraphie


Am Untersuchungstag sollte der Patient nüchtern sein, insbesondere dürfen während der letzten 24 Stunden keine koffeinhaltigen Getränke (Kaffee, Schwarztee oder Cola) eingenommen werden. Bestimmte Tabletten wie Betablocker oder Asthmamedikamente, z.B. Theophyllin, sollten mind. 24 Stunden zuvor abgesetzt werden. Bitte halten Sie vor Absetzen der Medikation Rücksprache mit Ihrem Hausarzt.


Die Herzuntersuchungen dauern relativ lange. So muss man für die Untersuchung in Ruhe 2 Stunden und für die Belastungsszintigraphie 3 Stunden einrechnen. Als Radiopharmakon werden Substanzen genutzt, die eine Beurteilung der Durchblutung des Herzmuskels erlauben, wie z.B. Thallium-201 oder 99m-Tc – MIBI (Methosyl-Isobutyl-Isonitril). Der Untersuchungsablauf erfolgt immer erst liegend und in Ruhe und danach erneut nach einer körperlichen Belastung mit dem so genannten Fahrradergometer. Liegt eine Verengung der Herzkranzgefäße vor, nimmt der von diesem Arterienast durchblutete Anteil des Herzmuskels weniger radioaktive Substanz auf. Diese Veränderungen können mit Hilfe der Gammakamera als diagnostische Bilder sichtbar gemacht werden.

Die Belastungsuntersuchungen dürfen nicht durchgeführt werden bei frischem Myokardinfarkt, dekompensierter Herzinsuffizienz oder höhergradiger Aortenklappenstenose.
Informationen zu weiteren Früherkennungsuntersuchungen von Herz- und Gefäßerkrankungen (z.B. Herz-MRT, Herz-CT) finden Sie unter Vorsorge und Früherkennung.

Verwendete Quellen:
radiologie_de

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