Schliessen
medführer Arzt- und Kliniksuche


medführer Startseite » Verdauung » Krankheiten » Gastroenteritis (Magen-Darm-Grippe) » Hintergrund / Einleitung

Gastroenteritis (Magen-Darm-Grippe) - Hintergrund / Einleitung

Gastroenteritis (Magen-Darm-Grippe)


Bei einer Gastroenteritis – umgangssprachlich auch Magen-Darm-Grippe genannt – handelt es sich um eine Entzündung der Magen- und Dünndarmschleimhaut, die meist durch Bakterien oder Viren verursacht wird. Zu den Symptomen, die typischerweise bei einer Gastroenteritis auftreten, gehören Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Bauchschmerzen. Eine Gastroenteritis dauert meist zwei bis sechs Tage und wird in der Regel lediglich durch symptomlindernde Maßnahmen behandelt. Hierzu gehören vor allem körperliche Schonung und ausreichendes Trinken, um den durch den Brechdurchfall verursachten Flüssigkeitsverlust auszugleichen.

Definition: Was ist eine Gastroenteritis (Magen-Darm-Grippe)?


Die Gastroenteritis, die in der Umgangssprache auch als Magen-Darm-Grippe, Magen-Darm-Entzündung oder Magen-Darm-Infekt bezeichnet wird, ist eine entzündliche Erkrankung des Verdauungstraktes, die in der Regel mit Übelkeit, Erbrechen und Durchfall sowie Bauchschmerzen oder Bauchkrämpfen einhergeht. Bei einer Gastroenteritis sind die Schleimhäute des Magens und des Dünndarms entzündet. Mitunter kann zusätzlich auch der Dickdarm von einer Gastroenteritis betroffen sein.

Ursachen für eine Gastroenteritis (Magen-Darm-Grippe)


Eine Gastroenteritis kann sowohl allergische, toxische als auch infektiöse Ursachen haben. Eine allergische Gastroenteritis kann beispielsweise durch eine Nahrungsmittelallergie ausgelöst werden, bei der der Betroffene auf bestimmte Substanzen in der Nahrung – sogenannte Nahrungsmittelallergene – allergisch reagiert. Eine toxische Gastroenteritis kann unter anderem durch verdorbene Nahrungsmittel – man spricht dann auch von einer Lebensmittelvergiftung – oder Medikamente und andere Giftstoffe hervorgerufen werden.


In den meisten Fällen entsteht eine Gastroenteritis jedoch durch eine Infektion mit Viren oder Bakterien. Dabei kann eine Vielzahl von Krankheitserregern für eine solche infektiöse Gastroenteritis verantwortlich sein. So gehören beispielsweise Noroviren, Rotaviren, Astroviren, Coronaviren und Adenoviren zu den Viren, die oftmals eine Gastroenteritis hervorrufen. Häufige bakterielle Erreger einer Gastroenteritis sind unter anderem Salmonellen, Campylobacter, Shighellen, Yersinien und Escherichia coli.

All diese Krankheitserreger führen zu einer mehr oder weniger starken Zerstörung der Magen- und Dünndarmschleimhaut, so dass die aufgenommene Nahrung vom Magen und Darm nicht mehr verdaut werden. Die unverdaute Nahrung bindet daraufhin Wasser, wodurch der Stuhlgang dünnflüssig wird und der für eine Gastroenteritis typische Durchfall entsteht.

Ansteckung mit einer infektiösen Gastroenteritis (Magen-Darm-Grippe)


Die Ansteckung mit einer infektiösen Gastroenteritis erfolgt meist durch eine fäkal-orale Schmierinfektion. Hierbei gelangen die Krankheitserreger über den Stuhl und das Erbrochene eines an Gastroenteritis erkrankten Menschen zunächst auf Gegenstände oder Oberflächen und von dort über die Hände in den Mund und dann in den Magen und Darm einer bis dato gesunden Person. Auch eine sogenannte Tröpfcheninfektion ist als Übertragungsweg der für die infektiöse Gastroenteritis verantwortlichen Krankheitserreger möglich. Winzige virushaltige Tröpfchen werden dabei beim Erbrechen über die Luft direkt auf andere Personen übertragen.

Artikelinformationen zu Gastroenteritis (Magen-Darm-Grippe)
Autor
medführer

medführer-Redaktion

Als Autor anmelden

Spezialisten finden


Ärzte fragen

Sie suchen einen Spezialisten?
medführer hilft Ihnen weiter.
Senden Sie Ihre Anfrage an unsere Ärzte in Kliniken und Praxen.

zum Anfrageformular


Anzeigen Service