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Bänderriss Sprunggelenk - Hintergrund / Einleitung

Bänderriss am Sprunggelenk


Der teilweise oder vollständige Riss eines oder mehrerer Bänder des oberen Sprunggelenks wird als Bänderriss am Sprunggelenk bezeichnet. Zu einem Bänderriss am Sprunggelenk kommt es typischerweise beim Umknicken des Fußes, meist im Rahmen sportlicher Aktivitäten. Die Schwere eines Bänderriss am Sprunggelenk reicht dabei je nach Krafteinwirkung von leichten Zerrungen und Dehnungen bis hin zur kompletten Zerreißungen der Bänder.

Definition: Bänderriss am Sprunggelenk


Bei einem Bänderriss am Sprunggelenk – auch Bandruptur im Sprunggelenk genannt – handelt es sich um einen teilweisen oder vollständigen Riss eines oder mehrerer Bänder im oberen Sprunggelenk. In den meisten Fällen ist dabei der aus drei einzelnen Bändern (Ligamentum talofibulare anterius, Ligamentum talofibulare posterius und Ligamentum calcaneofibulare) bestehende Außenbandapparat des oberen Sprunggelenks betroffen. Risse am Innenband – auch Deltaband genannt – kommen dagegen wesentlich seltener vor.

Das Umknicken oder Verdrehen des Fußes – auch Verdrehtrauma genannt – stellt beim Bänderriss am Sprunggelenk den typischen Unfallmechanismus dar. Hierzu kommt es in den meisten Fällen bei sportlichen Aktivitäten wie dem Tennis, Basketball, Handball, Volleyball oder Fußball spielen. Wenn die Bänder im Sprunggelenk teilweise oder vollständig reißen, führt dies dazu, dass das Sprunggelenk an Stabilität verliert und in seiner Bewegungsfähigkeit eingeschränkt. Zudem sind bei einem Bänderriss am Sprunggelenk häufig auch das Bindegewebe und die Blutgefäße im Umfeld des Risses mitbeschädigt. Die Folge sind Blutergüsse, Schwellungen und Schmerzen.


Schweregrade bei einem Bänderriss am Sprunggelenk


Je nach Krafteinwirkung beim Verdrehtrauma kann die Schwere eines Bänderriss am Sprunggelenk von leichten Zerrungen und Dehnungen bis hin zur kompletten Zerrreißung der Bänder reichen. Mediziner unterteilen daher drei verschiedene Schweregrade:
  1. Grad 1: Bänderdehnung oder Bänderzerrung
  2. Grad 2: teilweiser Bänderriss am Sprunggelenk
  3. Grad 3: vollständiger Bänderriss mindestens eines Bandes am Sprunggelenk

Häufigkeit des Bänderriss am Sprunggelenk


Der Bänderriss am Sprunggelenk gehört sowohl zu den häufigsten Verletzungen überhaupt als auch zu den häufigsten Verletzungen beim Sport. So handelt es sich in etwa 20 Prozent aller Sportverletzungen um einen Bänderriss am Sprunggelenk. Insgesamt erleiden in Deutschland jeden Tag schätzungsweise 8.200 Menschen einen Bänderriss am Sprunggelenk; das sind hochgerechnet knapp drei Millionen Bänderrisse pro Jahr.

Anatomie und Funktion des Sprunggelenks


Das Sprunggelenk setzt sich aus zwei Teilgelenken zusammen: dem oberen Sprunggelenk (OSG) und dem unteren Sprunggelenk (USG) zusammen. Als funktionelle Einheit verbinden diese beiden Teilgelenke die beiden Unterschenkelknochen Wadenbein (Fibula) und Schienbein (Tibia) mit den Knochen des Fußes und ermöglichen das Heben und Abseknken sowie die Ein- und Auswärtsdrehung des Fußes. Stabilisiert und gesichert wird das Sprunggelenk dabei durch verschiedene aus festem Bindegewebe bestehende Bänder. Beim oberen Sprunggelenk sind dies die drei Außenbänder Ligamentum talofibulare anterius, Ligamentum talofibulare posterius und Ligamentum calcaneofibulare sowie das sogenannte Innenband (Deltaband).

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