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Autismus - Hintergrund / Einleitung

Autismus


Der Autismus zählt wie das Rett-Syndrom zu den sogenannten tief greifenden Entwicklungsstörungen, die durch schwere Beeinträchtigungen von sozialen Interaktionen und der Kommunikation sowie stereotype und wenig variierende Interessen oder Bewegungen charakterisiert sind.

Beim frühkindlichen Autismus, der vor dem 3. Lebensjahr beginnt, sind die sozialen Interaktionen schwer gestört. Die Kinder können soziale Signale schlecht einschätzen und zeigen wenig Reaktion auf den jeweiligen sozialen Kontext, es fehlt eine soziale oder emotionale Gegenseitigkeit, auch soziales Spiel tritt kaum auf. Die Sprachentwicklung ist häufig ebenfalls gestört, auf jeden Fall wird die vorhandene Sprache kaum sozial eingesetzt und wenig flexibel gebraucht. Zusätzlich zeigen die Kinder starre, stark eingeschränkte und häufig sich wiederholende Verhaltensmuster (Stereotypien), z.B. das häufige Berühren oder Beriechen von Dingen oder eine ritualhafte Beschäftigung mit Fahrplänen oder Daten. Neben diesen Merkmalen haben autistische Kinder häufig diverse Verhaltensauffälligkeiten wie Ängste, Selbstverletzungen (z.B. Kopf an die Wand schlagen oder sich in die Hand beißen), Schlaf- und Essstörungen.


Eine leichtere Verlaufsform ist das Asperger- Syndrom. Auch hier zeigen die Kinder eine beeinträchtigte Kommunikation, stereotype Verhaltensweisen und einen eigenwilligen Gebrauch der Sprache, die intellektuelle Leistungsfähigkeit und Entwicklung der sprachlichen Fertigkeiten ist dagegen nicht beeinträchtigt.

Bis zu 0,1% aller Kinder sind Autisten, wobei Jungen zwei- bis dreimal so häufig betroffen sind wie Mädchen.

von Gitta Jacob

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