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Vorsorgeuntersuchungen der gesetzlichen Krankenkassen

Früherkennungsprogramm der gesetzlichen Krankenkassen

Im Folgenden soll ein Überblick über das von den gesetzlichen Krankenkassen finanzierte Früherkennungsprogramm gegeben werden. In bestimmten Fällen lohnt es sich sogar finanziell, diese Angebote wahrzunehmen. Manche Kassen gewähren ihren Mitgliedern für die Teilnahme am Früherkennungsprogramm einen Bonus auf die Beiträge. Bei regelmäßig durchgeführten zahnärztlichen Vorsorgeuntersuchungen werden die von den Patienten zu tragenden Kosten für gegebenenfalls erforderliche Zahnbehandlungen bezuschusst.

Früherkennung von Krebs

Innerhalb des gesetzlichen Vorsorgeprogramms wird der größte diagnostische Aufwand zur Früherkennung von Krebs betrieben. Zu Recht, denn gerade bei Krebserkrankungen hängt eine erfolgreiche Therapie und oftmals auch das Überleben ab von einer möglichst frühzeitigen Entdeckung des Primärtumors. Hat der Krebs erst Metastasen gebildet, nehmen die Heilungschancen und oftmals auch die Behandlungsmöglichkeiten drastisch ab. Leider ist es so, dass sich derzeit noch viele Krebsarten einer Früherkennung entziehen. Darum richtet sich das Hauptaugenmerk auf die Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs, Brustkrebs, Hautkrebs, Darmkrebs und Prostatakrebs.

Zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen zur Krebsvorsorge

Zahnvorsorgeuntersuchungen

Die gesetzlichen Krankenkassen finanzieren ihren Mitgliedern jährlich zwei Zahnvorsorgeuntersuchungen. Diese Regelung zur Vorbeugung vor Zahn-, Mund- und Kiefererkrankungen gilt auch für Kinder ab dem 6. Lebensjahr; davor können Kinder insgesamt dreimal auf Kosten der Kassen dem Zahnarzt zur Vorsorge vorgestellt werden. Die zahnärztliche Früherkennung umfasst bei Bedarf auch Röntgenuntersuchungen oder Sensibilitätsprüfungen. Die Kosten für das Entfernen von Zahnstein werden von den Kassen allerdings nur einmal pro Jahr übernommen. Wie bei allen Früherkennungsuntersuchungen fallen auch für die Zahnvorsorgeuntersuchung keine Praxisgebühren an.

Schwangerschaftsvorsorge

Im Rahmen der gesetzlichen Schwangerschaftsvorsorge haben Frauen während der Schwangerschaft und nach der Entbindung Anspruch auf Betreuung durch einen Frauenarzt oder eine Hebamme. Beratung in Ernährungsfragen oder zu gesundheitlichen Risiken gehören genauso zur Schwangerschaftsvorsorge wie regelmäßige begleitende Untersuchungen, insbesondere auch bei Risikoschwangerschaften (z. B. Ultraschalldiagnostik, serologische Untersuchungen auf Infektionen).

Kinderuntersuchungen- und Jugenduntersuchungen 

Bereits unmittelbar nach der Geburt greift das umfassende Vorsorgeprogramm regelmäßiger Kinderuntersuchungen und Jugenduntersuchungen. Für Mädchen und Jungen sind dabei bis zum Alter von sechs Jahren in genau definierten Zeitabschnitten insgesamt neun Untersuchungen (U1–U9) sowie eine weitere im Alter zwischen 13 und 14 Jahren (J1) vorgesehen. Die U- und J-Untersuchungen umfassen sämtliche Aspekte der körperlichen und geistigen Entwicklung der Kinder, wobei im Rahmen der J1 neben der körperlichen Untersuchung besonders auch eventuelle Verhaltensauffälligkeiten, Schul- sowie Drogenprobleme im Mittelpunkt stehen und eventuell auch Fragen zu Sexualität und Verhütung thematisiert werden sollten. Die von der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert-Koch-Institut altersgemäß empfohlenen Schutzimpfungen werden in der Regel ebenfalls im Rahmen der kostenlosen Kinder- und Jugenduntersuchungen durchgeführt, auch wenn generell die Übernahme von Impfkosten durch die Kassen nicht einheitlich geregelt ist.