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Gesundheits-Check-UP

Gesundheits-Check-UP

Im Folgenden werden diese Themen rund um den Gesundheits-Check-UP behandelt:
  • Gesundheits-Check-Up – gehen Sie regelmäßig zum Spezialisten
  • Wer führt den Gesundheits-Check-Up durch?
  • Wer braucht einen Gesundheitscheck? Und wie oft?
  • Kassenleistung: Kleiner Gesundheitscheck ab 35
  • Basis-Check für alle Altersgruppen
  • Komplett-Check für alle Altersgruppen
  • Gesundheitscheck von Herz & Gefäßen
  • Gesundheitscheck für Raucher
  • Fitness-Check für Freizeitsportler
  • Gesundheitscheck: Wichtige Untersuchungsmethoden

Gesundheits-Check-Up – gehen Sie regelmäßig zum Spezialisten!


Der ärztliche Gesundheitscheck gewinnt im Zuge des demografischen Wandels und der Zunahme von Zivilisationserkrankungen (z.B. Diabetes, Übergewicht) immer mehr an Bedeutung – wird dieser von einem Spezialisten mit entsprechender Erfahrung und Beratungskompetenz durchgeführt, können Sie damit viele Krankheiten verhindern! Ziel eines Gesundheitschecks ist es, mögliche Schwachstellungen und Störungen des Körpers bzw. der Organfunktionen frühzeitig zu erkennen und bei Bedarf zu behandeln. Besonderes Gewicht liegt hierbei auf dem Wort „frühzeitig“, denn es handelt sich in erster Linie um eine Vorsorgeuntersuchung. D.h. Sie sollten auch ohne konkrete Beschwerden, regelmäßig Ihren physischen Status untersuchen lassen und sich hinsichtlich vorbeugender Gesundheitsmaßnahmen beraten lassen. Das Überprüfen des Herz-Kreislauf-Systems und der Stoffwechselfunktionen (z.B. Blutzuckerwerte und Cholesterinspiegel sowie die Erkennung auffälliger Organveränderungen stehen im Fokus des Gesundheitschecks. Denn speziell Funktionsstörungen in diesen Bereichen können zu lebensbedrohlichen Erkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall und Krebs führen.

Je früher mögliche Risiken erkannt werden, desto eher können Betroffene diesen mit verschiedenen Maßnahmen entgegensteuern und damit häufig sogar dem Ausbruch einer Erkrankung vorbeugen. Zu den wichtigsten Schritten gehören meist eine Umstellung der Lebensweise, z.B. Gewichtsabnahme, eine ausgewogenere, fettärmere Ernährung, mehr Bewegung, die Reduzierung des Genussmittelkonsums (weniger Rauchen, mäßiges Trinken von Alkohol), und bei Bedarf die Einnahme ärztlich verordneter Medikamente.

Das Wort „Gesundheitscheck“ ist kein geschützter Begriff. Daher werden unter dem Namen Untersuchungen mit unterschiedlichem Umfang angeboten. Ein guter Arzt wird Ihnen ein Check-up-Programm empfehlen und dieses bei Bedarf für Sie optimieren. Außerdem wird er bei dieser Gesundheitsvorsorge zunächst bewusst auf Röntgenuntersuchungen verzichten. Auch eine Computertomografie (CT) des Herzens oder der Lunge ist nur selten nötig, da die Strahlenbelastung für eine reine Vorsorgeuntersuchung viel zu hoch ist. Denn: Das Krebsrisiko soll reduziert und nicht erhöht werden.
  • Kassenleistung: Kleiner Gesundheitscheck ab 35
  • Basis-Check für alle Altersgruppen
  • Komplett-Check für alle Altersgruppen
  • Gesundheitscheck von Herz & Gefäßen
  • Gesundheitscheck für Raucher
  • Fitness-Check für Freizeitsportler
  • Gesundheitscheck: Wichtige Untersuchungsmethoden im Überblick

Wer führt den Gesundheits-Check-UP durch?


Grundsätzlich sollte der Gesundheitscheck von einem erfahrenen Arzt mit modern ausgestatteter Praxis durchgeführt werden. Für einen guten umfangreichen Gesundheitscheck empfiehlt sich eine Untersuchung beim spezialisierten Internisten. Dieser betreut themenübergreifend alle Gebiete der Inneren Medizin und arbeitet – abhängig vom Befund – eng mit weiteren internistischen Kollegen, z.B. Herz-Spezialisten (Kardiologen) oder Nieren-Spezialisten (Nephrologen) zusammen. Ein erfahrener Internist kann aufgrund Ihrer Vorgeschichte beurteilen, welche Form des Gesundheitschecks für Sie geeignet ist, d.h. welche Funktionen und Gesundheitsrisiken unbedingt abgeklärt werden müssen, und welche optionalen Untersuchungen empfehlenswert sind. Ein Spezialist für Gesundheitschecks, der den Patienten ganzheitlich unter schulmedizinischen und naturheilkundlichen Aspekten betrachtet, kann die Ergebnisse am besten beurteilen und dem Patienten individuell angepasste Gesundheitsempfehlungen aussprechen.

Den kleinen Gesundheitscheck ab 35 führen auch hausärztliche Internisten und Allgemeinmediziner durch.


Wer braucht einen Gesundheitscheck? Und wie oft?


Ein ärztlicher Gesundheitscheck empfiehlt sich prinzipiell für alle. So sollten sich nicht nur Patienten mit chronischen Krankheiten wie Diabetes mellitus und Risikopatienten wie übergewichtige Menschen, Raucher, sondern auch scheinbar gesunde Menschen und selbst Freizeitsportler in regelmäßigen Abständen gründlich durchchecken lassen. Das geeignete Untersuchungsprogramm und die Intervalle zwischen den Gesundheitschecks bespricht jeder Patient am besten direkt mit seinem behandelnden Arzt.

Ab dem 35. Geburtstag wird alle 2 Jahre ein allgemeiner Gesundheitscheck von den Kassen übernommen. Möchten Sie allerdings eine umfassendere Untersuchung bzw. eine auf Ihr spezielles Risiko (z.B. Rauchen, Freizeitsport, Diabetes oder andere chronische Erkrankungen) abgestimmte Vorsorge, sollten Sie sich von einem spezialisierten Internisten beraten lassen.


Kassenleistung: Kleiner Gesundheitscheck ab 35


Der kleine Gesundheitscheck ab dem 35. Geburtstag beinhaltet eine körperliche Untersuchung, speziell von Herz und Nieren inkl. Blutdruck-Messung, die Bestimmung wichtiger Blutwerte wie Cholesterin und Blutzucker sowie eine Analyse des Urins. Dieser Gesundheitscheck wird für gesetzlich Versicherte alle 2 Jahre von den Krankenkassen bezahlt.

Im Rahmen dieser Vorsorge können allerdings nicht alle Risiken erkannt werden, denn diese beinhaltet beispielsweise keine – gerade für Raucher und übergewichtige Menschen so wichtige – Kontrolle der Gefäßdurchlässigkeit wie es mit dem Farbultraschall, der so genannten Farbdoppler-Sonografie, möglich ist. Hiermit kann eine beginnende Arterienverkalkung der Halsschlagader und der Beingefäße frühzeitig erkannt werden und somit durch entsprechende Intervention das Risiko eines Schlaganfalls, Herzinfarkts oder einer Lungenembolie reduziert werden.


Basis-Check für alle Altersgruppen

Der Basis-Check kann in jedem Alter, unabhängig von der Ab-35-Vorsorgeuntersuchung, durchgeführt werden. Er dauert etwa 2 Stunden und umfasst Folgendes:
 
• Elektrokardiografie (EKG)
• Überprüfung der Lungenfunktion
• Farbultraschall der Bauchorgane
• Ultraschall-Untersuchung der Schilddrüse
• Untersuchung verschiedener Blutwerte (großes Blutbild, Blutfette, Leberwerte, Nierenwerte, Gichtwerte, Entzündungswerte, Elektrolyt- und Mineralhaushalt, Blutzucker und Immun-Status)

Elektrokardiografie (EKG): Anhand des Elektrokardiogramms, d.h. der aufgenommenen Herzstromkurve, lassen sich Muskelverdickungen des Herzens, z.B. als Folge eines zu hohen Blutdrucks, Herzrhythmusstörungen oder ein möglicher Herzinfarkt in der Vorgeschichte ausmachen.

Überprüfung der Lungenfunktion: Bei einer Lungenfunktionsprüfung werden die Menge und die Fließgeschwindigkeit der Atemluft über eine computergestützte Apparatur (Spirometer) gemessen. Bereits erste Veränderungen der Lunge, z.B. aufgrund eines beginnenden Asthma bronchiale oder einer spastischen Bronchitis, können auf diesem Wege einfach und schonend frühzeitig erkannt werden.

Farbultraschall der Bauchorgane: Mittels des Farbultraschalls der Bauchgefäße wird das Versorgungsnetz im Bauchraum genauer untersucht. So können Einengungen und Ablagerungen frühzeitig sichtbar gemacht werden. Außerdem werden sämtliche Bauchorgane wie Magen, Bauchspeicheldrüse, Dünn- und Dickdarm, Leber, Gallenblase, Milz sowie die Nieren begutachtet.

Ultraschall-Untersuchung der Schilddrüse: Die Ultraschalluntersuchung der Schilddrüse ist ein schonendes Verfahren mit der viele Veränderungen und Auffälligkeiten von einem erfahrenen Arzt zuverlässig erkannt werden können. In Kombination mit den Ergebnissen der Blutanalyse kann eine Störung, ein Ungleichgewicht dieses sensiblen Stoffwechselorgans, gut eingeordnet und falls notwendig weiter abgeklärt bzw. direkt behandelt werden.

Empfehlung Basis-Check: Der Basis-Check empfiehlt sich in erster Linie für alle gesetzlich Versicherten, die keine bekannten Gesundheitsrisiken (z.B. Übergewicht, Rauchen, chronische Krankheiten) besitzen. Beim Basis-Check werden – über den von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlten Check-ab-35 hinaus – wichtige Funktionen Ihres Körpers (z.B. Zustand der Bauchorgane, Status der Schilddrüse) untersucht. Die Kassen übernehmen für gesetzlich Versicherte in der Regel nur einen Teil der Kosten des Basis-Checks. Lassen Sie sich diesbezüglich von Ihrem behandelnden Arzt beraten.


Komplett-Check für alle Altersgruppen

Der Komplett-Check kann genau wie der Basis-Check in jedem Alter und unabhängig von der Ab-35-Vorsorgeuntersuchung durchgeführt werden. Er dauert in der Regel etwa 3 Stunden und umfasst weit mehr Untersuchungen als der Basis-Check. Ob alle angebotenen Untersuchungen für Sie aufgrund Ihrer Krankenvorgeschichte, Ihres Alters und möglicher Risikofaktoren sinnvoll sind und ob gegebenenfalls weitere Untersuchungen, d.h. optionale Zusatzleistungen (z.B. Langzeit-EKG, Schlafapnoe-Diagnostik, Knochendichtemessung, Rheuma-Frühdiagnostik, Körperfett-Bestimmung) vorgenommen werden sollten, dazu berät Sie Ihr erfahrener Internist. In der Regel umfasst der Komplett-Check folgende Leistungen:
 
• Elektrokardiografie (EKG) (auch Basis-Check)
• Belastungs-EKG
• Farbechokardiografie
• Überprüfung der Lungenfunktion (auch Basis-Check)
• Farbdopplerultraschall der Halsschlagader
• Farbdopplerultraschall der Beingefäße
• Bestimmung der Elastizität der Gefäße
• Farbultraschall der Bauchorgane (auch Basis-Check)
• Ultraschall-Untersuchung der Schilddrüse (auch Basis-Check)
• Leistungsdiagnostik mit dem Laktat-Stufentest
• Sauerstoffmessung
• H2-Atemtest
• Komplettlabor (großes Blutbild, Blutfette, Leberwerte, Nierenwerte, Gichtwerte, Entzündungswerte, Elektrolyt- und Mineralhaushalt, Blutzucker und Immun-Status)

Belastungs-EKG: Bei einem Belastungs-EKG kann der Arzt eventuelle Durchblutungsstörungen an den Herzkranzgefäßen sowie Herzrhythmusstörungen erkennen, die möglicherweise im Ruhe-EKG nicht sichtbar sind. Die Puls- und Blutdruck-Werte während der Untersuchung lassen auf die allgemeine Leistungsfähigkeit und den Trainingszustand von Herz und Kreislauf schließen. Auch den Einfluss bestimmter Medikamente auf die Leistungsfähigkeit kann der Arzt hiermit festhalten.

Farbechokardiografie: Ergänzend zur Elektrokardiografie (EKG) zeigt die Farbechokardiografie ein Bild des Herzens in Echtzeit. So können Größe und Funktion des Herzens sichtbar gemacht werden, d.h. sämtliche Bewegungsabläufe des Herzens inklusive der Funktionsfähigkeit der Herzklappen können überprüft werden.

Farbdopplerultraschall der Halsschlagader: Die Farbdoppler-Sonografie der Halsgefäße (Halsschlagader, Carotis) dient der frühzeitigen Erkennung von möglichen Gefäßerkrankungen. Mit diesem Verfahren kann der Arzt den Blutfluss messen und mögliche Strömungsveränderungen (z.B. bei Gefäßengstellen aufgrund von Ablagerungen) diagnostizieren. Durch die frühzeitige Diagnose von Gefäßablagerungen bzw. Arterienverkalkungen in diesem Bereich, kann ein möglicherweise drohender Schlaganfall durch entsprechende Gegenmaßnahmen (z.B. Umstellung der Ernährung) vermieden werden.

Farbdopplerultraschall der Beingefäße: Bei dieser Ultraschalluntersuchung der Beingefäße können – genau wie bei der Farbdopplersonografie der Halsschlagader – frühzeitig Durchblutungsstörungen der Arterien erkannt werden und bei Bedarf schützende Maßnahmen eingeleitet werden. Außerdem lassen sich auf diese Weise Krampfadern darstellen und der Verschluss eines Beingefäßes durch ein Blutgerinnsel (Thrombose) aufzeigen, was zu einer lebensgefährlichen Lungenembolie führen kann.

Bestimmung der Elastizität der Gefäße: Die Elastizität der Gefäße wird mit Hilfe der Pulswellengeschwindigkeit bestimmt. Bei verschiedenen Erkrankungen (z.B. Arteriosklerose, Diabetes mellitus, Nierenschwäche) nimmt die Elastizität der Blutgefäße ab. Daher lässt die gemessene Pulswellengeschwindigkeit, d.h. die Geschwindigkeit mit der die Druckwelle die Arterien durchläuft und die in den verschiedenen Körperregionen variiert, Aussagen über Veränderungen im Gefäßsystem zu, und sie ermöglicht eine Einschätzung von kardiovaskulären Risikofaktoren, z.B. für einen Herzinfarkt.

Nach neuesten Untersuchungen kann mit Bestimmung der Wanddicke der Halsschlagadern sowie der Beingefäße auch eine zuverlässige Aussage über das Herzinfarktrisiko gemacht werden, da ähnliche Verkalkungen bei diesen Patienten meist auch im Bereich der Herzkranzgefäße vorliegen.

Leistungsdiagnostik mit dem Laktat-Stufentest: Die Messung der Milchsäure-Konzentration im Blut erlaubt Rückschlüsse auf das aktuelle körperliche Leistungsvermögen. Der Patient betätigt ein Fahrrad-Ergometer und ist an Elektroden angeschlossen (Belastungs-EKG). Alle 2 Minuten wird die Belastungsintensität erhöht. Am Ende jeder Belastungsstufe wird mit einer Blutabnahme aus dem Ohrläppchen der Laktat-Wert bestimmt.
Parallel werden kontinuierlich Herzfrequenz und Blutdruck gemessen. Hieraus wird eine Herzfrequenz-Laktat-Kurve erstellt, aus der erkennbar ist, ab welchem Belastungsgrad die Übersäuerung der Muskulatur beginnt. Außerdem kann auch die optimale Herzfrequenz zur Fettverbrennung festgestellt werden.

Sauerstoffmessung: Der Sauerstoff-Gehalt im Blut, der über eine so genannte Fingersonde gemessen wird, kann Auskunft über das Vorliegen bestimmter Lungenerkrankungen geben. Je nach Fragestellung wird die Untersuchung in Ruhe oder auch nach Belastung durchgeführt.

H2-Atemtest: Mit Hilfe des H2-Atemtests kann eine Laktose- oder Fruktose-Unverträglichkeit erkannt werden. Bei dieser Stoffwechselstörung kann Milchzucker (Laktose) oder Fruchtzucker (Fruktose) im Dünndarm nicht abgebaut werden, was wiederum zu Magen-Darm-Beschwerden führt. Der Patient muss für den Test nüchtern sein. Einige Praxen geben das H2-Atemtestgerät außer Haus, so dass der Test auch daheim durchgeführt werden kann.

Komplettlabor: Das so genannte Komplettlabor umfasst die Untersuchung von 60 verschiedenen Werten und lässt über das Basislabor hinaus viele Rückschlüsse auf mögliche Gesundheitsrisiken zu. So kann beispielweise durch eine Messung der Eisenspeicherwerte (Transferrin & Transferrinsättigung) frühzeitig, d.h. lange vor dem Absinken des Hb-Wertes, eine Eisenmangelerscheinung erkannt werden. Auch werden u.a. Parameter bestimmt, die die körperliche Stressbelastung (Vorliegen freier Radikale), mögliche Allergien, das Arteriosklerose-Risiko anzeigen. Zusätzlich erfolgt eine komplette Untersuchung des Urins.

Empfehlung Komplett-Check: Der Komplett-Check empfiehlt sich für Personen aller Altersgruppen, die ihre Gesundheit auf den Prüfstand stellen und kompetent beraten werden möchten, um frühzeitig möglichen Krankheitsfaktoren entgegensteuern zu können.

Wird der Komplett-Check individuell zusammengestellt und werden nur medizinisch notwendige Untersuchungen durchgeführt, gibt es mit der Kostenerstattung durch private Krankenversicherungen oder Beihilfestellen im Allgemeinen keine Schwierigkeiten. Die gesetzlichen Kassen übernehmen in der Regel aber nur einen geringen Teil der Kosten. Lassen Sie sich daher vorab ausführlich von Ihrem behandelnden Arzt beraten. Einige Ärzte, die Mitglied im MedWell-Qualitätsverbund sind, können ihren Patienten vergünstigte Check-up-Programme anbieten.


Gesundheitscheck von Herz & Gefäßen


Neben den allgemeinen Gesundheitschecks (Basis-Check und Komplett-Check) gibt es den Spezial-Check für Herz & Gefäße. Er dauert etwa 2 Stunden und umfasst in der Regel folgende Leistungen:

• Elektrokardiografie (EKG)
• Stress-Echokardiografie (erweitertes Belastungs-EKG)
• Farbdopplerultraschall der Halsschlagader
• Farbdopplerultraschall der Beingefäße
• Bestimmung der Elastizität der Gefäße
• „Herz-Kreislauf-Labor“

Bei dieser Vorsorgeuntersuchung steht die frühzeitige Erkennung von Risikofaktoren für einen Herzinfarkt, Schlaganfall bzw. generell Durchblutungsstörungen im Vordergrund. Dementsprechend werden Herz und Gefäße genauestens mit schonenden Verfahren untersucht. Auch wird die Herzfunktion unter Belastung nicht nur als normales Belastungs-EKG, sondern mit Ultraschall (Stress-Echokardiografie) dargestellt. Bei der Blutuntersuchung liegt der Schwerpunkt auf der Bestimmung möglicher Risikofaktoren für vorzeitige Gefäßverkalkung.

Der Gefäß-Check empfiehlt sich vor allem für Personen, die chronisch krank (z.B. Diabetiker) sind und für übergewichtige Menschen, da zu viele Pfunde ein entscheidender Risikofaktor für zu hohes Cholesterin sowie für zu hohe Blutfette, d.h. für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, sind. Abhängig von den Untersuchungsergebnissen wird Ihr behandelnder Arzt Ihnen verschiedene Maßnahmen zur Umstellung Ihres Lebensstils empfehlen und bei Bedarf eine medikamentöse Therapie verordnen.

Wird der Gefäß-Check individuell zusammengestellt und werden nur medizinisch notwendige Untersuchungen durchgeführt, gibt es mit der Kostenerstattung durch private Krankenversicherungen oder Beihilfestellen im Allgemeinen keine Schwierigkeiten. Die gesetzlichen Kassen übernehmen allerdings in der Regel nur einen geringen Teil der Kosten für den Gefäß-Check. Lassen Sie sich daher vorab ausführlich von Ihrem behandelnden Arzt beraten. Einige Ärzte, die Mitglied im MedWell-Qualitätsverbund sind, können ihren Patienten vergünstigte Check-up-Programme anbieten.


Gesundheitscheck für Raucher


Auch für Raucher gibt es einen speziellen Gesundheitscheck, denn gerade sie besitzen ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen (z.B. Durchblutungsstörungen, Herzinfarkt, Schlaganfall), Lungenerkrankungen (COPD) und Lungenkrebs sowie weitere Krebserkrankungen (z.B. Darmkrebs, Mundhöhlenkrebs). Der Raucher-Check dauert etwa 2 Stunden und umfasst in der Regel folgende Leistungen:

• Elektrokardiografie (EKG)
• Belastungs-EKG
• Stress-Echokardiografie (erweitertes Belastungs-EKG)
• Farbdopplerultraschall der Halsschlagader
• Farbdopplerultraschall der Beingefäße
• Bestimmung der Elastizität der Gefäße
• Periphere Arteriendruckmessung (Blutdruckmessung in Beinen und Füßen zur Früherkennung von Durchblutungsstörungen, z.B. „Raucherbein“)
• Lungenfunktionsdiagnostik
• Sauerstoffmessung
• „Raucher-Labor“ (inkl. Blutfette)
• ggf. Röntgen bzw. computertomografische Untersuchung des Brustkorbs
• ggf. Gewebeuntersuchung zur Frühdiagnostik von Lungenkrebs

Die gesetzlichen Kassen übernehmen in der Regel keine Kosten für den Raucher-Check.


Fitness-Check für Freizeitsportler

Neben den allgemeinen Gesundheitschecks – Basis-Check und Komplett-Check – besteht die Möglichkeit eines speziellen Fitness-Checks für Sportler. Er dauert etwa 2 Stunden und umfasst in der Regel folgende Leistungen:

• Elektrokardiografie (EKG)
• Belastungs-EKG
• Ergometrie (Belastungstest auf dem Fahrrad-Ergometer)
• Echokardiografie
• Sauerstoffmessung
• Körperfett-Bestimmung
• Laktat-Stufentest
• Laboruntersuchung sportrelevanter Werte
• Individuell ausgearbeitete Trainingsempfehlungen

Bei dieser Vorsorgeuntersuchung stehen die Überprüfung des aktuellen körperlichen Leistungsvermögens sowie der Ausschluss möglicher Gefahren bei körperlicher Belastung im Fokus. Diese Vorsorgeuntersuchung eignet sich in erster Linie für Freizeitsportler und solche, die es werden wollen. Einmal jährlich empfiehlt sich der Fitness-Check, vor allem für Wiedereinsteiger und bislang Untrainierte. Anhand der Ergebnisse entwickelt Ihr Arzt mit Ihnen einen individuellen Trainingsplan.

Die gesetzlichen Kassen übernehmen in der Regel keine Kosten für den Fitness-Check.


Gesundheitscheck: Wichtige Untersuchungsmethoden im Überblick


Belastungs-EKG
Bestimmung der Elastizität der Gefäße
Elektrokardiografie (EKG)
(Farb)Echokardiografie
Farbultraschall der Bauchorgane
Farbdopplerultraschall der Beingefäße
Farbdopplerultraschall der Halsschlagader
H2-Atemtest
Laktat-Stufentest
Lungenfunktionsprüfung
Sauerstoffmessung
Stress-Echokardiografie
Ultraschall-Untersuchung der Schilddrüse


Weitere Informationen zum Thema Gesundheitscheck finden Sie hier:

www.cholesterinspiegel.de
www.gesundheitscheck.de
www.lunow.de
www.medwell.de/82.php