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Szintigraphie

Szintigrafie


Die Szintigrafie macht sich die Erkenntnis zunutze, dass sich bestimmte Stoffe in einzelnen Organen und auch in bestimmten krankhaften Veränderungen gezielt anreichern. Markiert man diese Stoffe radioaktiv oder gibt sie in radioaktiver Form in den Körper, sammeln sie sich in einem bestimmten Gewebe oder Organ an und geben dort Strahlung ab. Die radioaktive Strahlung wird dann mit Hilfe einer speziellen Kamera ("Gammakamera”) aufgefangen und sichtbar gemacht. Das Bild, ein so genanntes "Szintigramm”, zeigt, wie sich die radioaktive Substanz im Organ verteilt und gibt dem Arzt Auskunft über seine Funktionsfähigkeit.

Ein wichtiger Anwendungsbereich der Szintigrafie ist etwa die Untersuchung der Schilddrüse mit radioaktiv markiertem Jod. Da Jod vor allem von der Schilddrüse aufgenommen wird, kann das Szintigramm zeigen, wo sich das Jod innerhalb der Drüse befindet. Eine andere wichtige Anwendung dieser Methode ist das Aufspüren von Knochenmetastasen eines Tumors (Skelettszintigrafie). Die Strahlenbelastung bei einer Szintigrafie ist gering; die Substanzen werden innerhalb kurzer Zeit über Urin und Stuhl wieder vom Körper ausgeschieden. Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl anderer szintigraphischer Untersuchungsmethoden, mit denen zum Teil hochsensitiv und -spezifisch Tumorlokalisationen entdeckt und z.T. auch von gutartigen Veränderungen unterschieden werden können.

letzte Aktualisierung: 04.06.2013

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