Krallenzehe
Die Krallenzehe ist eine häufige Zehen-Fehlstellung, bei der eine Kleinzehe ähnlich einer Kralle bei Tieren gebogen ist. Neben übergeordneten Fußdeformitäten, Lähmungen und einzelnen Nervenkrankheiten kann auch ungeeignetes Schuhwerk eine Ursache der Krallenzehe sein. Eine Krallenzehen-Deformität bedarf häufig einer operativen Behandlung.
Was ist eine Krallenzehe?
'Krumme Zehen' sind in allen Ländern und bei allen Völkern ein häufig auftretendes Phänomen. Neben der Verformung der Großzehe (dem sogenannten '
Hallux valgus') kommt an den Kleinzehen als häufigste Deformität die
Hammerzehe und schließlich die Krallenzehe vor.
Die Kleinzehen besitzen drei Gelenke: das Grundgelenk, das Zehenmittelgelenk (PIP-Gelenk) und das Zehenendgelenk (DIP-Gelenk). Als 'Krallenzehe' bezeichnet man eine krankhafte Überstreckung im Grundgelenk und eine vermehrte Beugestellung im Zehenmittel- und -endgelenk, so dass die Zehe ähnlich einer Kralle bei Tieren gebogen ist.
Ursachen der Krallenzehe
So gut wie immer ist eine Krallenzehe nicht angeboren, sondern entsteht im Laufe des Erwachsenenlebens im Zusammenhang mit 'übergeordneten' Fußdeformitäten wie Platt-, Spreiz- oder Knickfuß und
Hallux valgus. Auch bei Lähmungen und einzelnen Nervenkrankheiten entwickelt sich eine Krallenzehe. Schließlich wird orthopädisch ungeeignetem Schuhwerk ('high heels') eine krankheitsauslösende Bedeutung zugeschrieben.
Welche Folgen kann eine Krallenzehe haben?
Die Krallenzehe ist bei entsprechendem Ausprägungsgrad schon vom ästhetischen Standpunkt her zunehmend problematisch. Klinische Beschwerden treten dann oft durch Druckstellen auf: Der gekrümmte Zeh 'passt nicht mehr so richtig' in das Schuhwerk und es bilden sich Schwielen und Druckstellen ('Hühneraugen') an besonders exponierten Stellen aus. Hier kommt es dann auch zu stärkeren Schmerzen und manchmal entzündlichen Komplikationen.
letzte Aktualisierung: 14.05.2012
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