Bei der Frozen Shoulder handelt es sich um eine Bewegungseinschränkung der Schulter mit unterschiedlichen Ursachen. Auch Schmerzen zählen zu den charakteristischen Merkmalen der Schultersteife. Die Behandlung der Schultersteife gliedert sich in eine konservative und operative Therapie.
Definition der Frozen Shoulder
Bei der Frozen Shoulder (Synonyme: adhäsive Kapsulitis,
Schultersteife) handelt es sich um eine Bewegungseinschränkung der Schulter. Es wird eine primäre, idiopathische
Schultersteife von einer sekundären
Schultersteife unterschieden.
Die primäre, idiopathische
Schultersteife entsteht durch eine Gewebsreaktion unklarer Ursache, die zu einer Fibroblastenproliferation und dicken Kollagensträngen der Gelenkkapsel mit zunehmender Einsteifung des Gelenkes führt.
Die Erkrankung verläuft in drei Phasen:
- Phase „freezing“: Es entstehen Kapselvernarbungen durch Entzündungsreaktionen mit zunehmenden Bewegungseinschränkungen und Schmerzen, die vor allem nachts auftreten.
- Phase „frozen“: Es kommt zu einer bindegewebigen Einsteifung mit minimaler Restbeweglichkeit. Die Schmerzen werden mit abnehmendem Bewegungsumfang geringer.
- Phase „thawing“: Die Beweglichkeit der Schulter bessert sich spontan.
Die sekundäre
Schultersteife entsteht als Folge einer längeren Ruhigstellung der Schulter (z.B. nach Operationen, Frakturen, Luxationen, Rotatorenmanschettennähten) in Kombination mit anderen Schultergelenkerkrankungen oder bei Patienten, die an einem
Diabetes mellitus erkrankt sind.
In der Anamnese sind vorangegangene Unfälle bzw. Operationen der Schulter sowie der Erkrankungsverlauf mit der dazugehörigen Schmerzsymptomatik genau zu schildern.
Als charakteristisches
Symptom tritt eine signifikante Einschränkung der aktiven Bewegungsmöglichkeit der Schulter in allen Richtungen auf, der Schürzengriff ist häufig nicht mehr möglich. Schmerzen zählen ebenso zu den charakteristischen Merkmalen der
Schultersteife.
Die Diagnostik erfolgt durch die Anamnese, die Untersuchung der Schulter sowie bildgebende Verfahren wie Röntgen- bzw.
MRT-Untersuchungen. Die
MRT-Untersuchung gibt dabei Informationen sowohl zu den knöchernen als auch den Weichteil-Verhältnissen der Schulter und dient somit zum Ausschluss einer sekundären
Schultersteife aufgrund einer intraartikulären oder extraartikulären
Pathologie.
letzte Aktualisierung: 14.05.2012
Artikelinformationen zu Frozen Shoulder (Schultersteife)