Sie haben nach dem Genuss von Milchprodukten Blähungen oder sogar Durchfall? Dann könnte es sich um eine Laktoseintoleranz handeln. Bei der Laktoseintoleranz handelt es sich um eine Störung im Enzymhaushalt.
Normalerweise wird die Laktose (in Milchprodukten, Brot, Getreideriegeln, Fertiggerichten, Würzmischungen, mariniertem Fleisch, Teigen, Bonbons und manchen Wurstsorten) mit Hilfe des Enzyms Laktase (ein körpereigenes Enzym) in die Einfachzucker Galaktose und Glukose aufgespalten, die dann in das Blut gelangen. Ist Laktase im Körper nicht oder zu wenig vorhanden, gelangt die Laktose ungespaltet in den Dickdarm, wo sie von Bakterien zu Milchsäure, Essigsäure, Kohlendioxid und Wasserstoff vergoren wird. Dadurch erhöht sich der osmotische Druck im Dickdarm und führt zu Symptomen wie Übelkeit, Erbrechen, Koliken, Durchfall, Antriebsarmut und Blähungen.
Bei ca. 1/5 der Bevölkerung fehlt das Enzym ganz oder ist in zu geringen Mengen vorhanden. Vor allem in den asiatischen Ländern ist dieses Phänomen unter den Erwachsenen weit verbreitet.
Es gibt verschiedene Formen des Laktasemangels: den genetisch bedingten (primären) und den erworbenen (sekundären) Mangel. Ursachen für den erworbenen Laktasemangel können sein: chronisch entzündliche Darmerkrankungen, Pilz- oder bakterielle Infektionen des Darms, längere Einnahme von Antibiotika oder Zytostatika.
medführer-Redaktion
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