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Gastritis - Hintergrund / Einleitung

Gastritis (Magenschleimhautentzündung)


Bei der Gastritis - auch Magenschleimhautentzündung genannt - unterscheidet man zwischen akuter und chronischer Gastritis. Neben einem unterschiedlichem Beschwerdebild haben die akute und die chronische Gastritis auch verschiedene Ursachen.

Wie entsteht die Gastritis?


Nahezu die Hälfte der Bundesbürger leidet zeitweilig unter Oberbauch- und Magenbeschwerden. Dauern diese länger an, müssen Art und Ursache abgeklärt werden und eine geeignete Therapie ist einzuleiten. Die Drüsenzellen der Magenwand produzieren den stark sauren Magensaft (pH 0,9 bis 1,5), der keimabtötend wirkt. Damit die Magenwand nicht selbst angedaut wird, schützt sie sich durch eine dünne alkalische Schleimschicht. Der Zusammenbruch dieser Schleimhautbarriere hat eine wesentliche Bedeutung bei der Entstehung einer Gastritis (Magenschleimhautentzündung).

Formen der Gastritis


Es sind akute und chronische Formen der Gastritis mit jeweils charakteristischen Ursachen und Symptomen zu unterscheiden. Eine akute Gastritis tritt heftig und plötzlich auf, heilt aber in der Regel vollständig aus. Die chronische Gastritis ist charakterisiert durch einen wochen-, häufig auch jahrelangen Verlauf mit weniger deutlichen Beschwerden. Chronische Formen werden nach ihren Ursachen anhand des ABC-Schemas weiter unterteilt in:
  • Typ A (Autoimmungastritis)
  • Typ B (mit H.-pylori assoziierte Gastritis)
  • Typ C (chemisch-toxische Gastritis)
  • seltene Sonderformen
Daneben existiert die Sydney-Klassifikation, die die chronischen Formen nach Ursache, histologischen und endoskopischen Kriterien unterteilt.

Ursachen der Gastritis


Nachdem es gelang, als Ursache der häufigsten chronischen Gastritis, nämlich des Typ B, den Keim Helicobacter pylori zu identifizieren, wurden dessen Verbreitung und dessen Rolle bei verschiedenen Erkrankungen in verschiedenen Studien untersucht. Laut offiziellen Angaben des umweltmedizinischen Informationsdienstes liegt bei etwa 35 Prozent der deutschen Bevölkerung eine H.- pylori-Infektion vor, die aber nicht in jedem Fall Beschwerden bereitet und gut behandelbar ist.
letzte Aktualisierung: 07.05.2012

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