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Herzschwäche - Hintergrund / Einleitung

Herzschwäche („Herzinsuffizienz“) bedeutet, dass die Herzarbeit die Versorgung der Körperorgane nicht mehr sicherstellt. In frühen Stadien macht sich die Herzschwäche nur bei körperlicher Anstrengung bemerkbar. Die Ursachen der Herzschwäche sind vielfältig.

An erster Stelle steht der überlebte Herzinfarkt, als dessen Folge ein Teil des Herzmuskels vernarbt ist. Auch ein langjähriger Bluthochdruck, ein Herzklappenfehler, Alkoholsimus und eine Entzündung des Herzmuskels („Myokarditis“) können – neben vielen anderen Erkrankungen und auch Medikamenten – zur Herzschwäche führen. Sowohl bedeutet die Herzschwäche eine schwere Einschränkung im täglichen Leben, weil die Patienten bis hin zur Bettlägerigkeit in ihren Aktivitäten gemindert sind. Auch ist die Prognose ernst und entspricht in etwa dem Verlauf einer bösartigen Krebserkrankung. Fehlende Sauerstoffversorgung der Organe und Herzrhythmusstörungen sind die häufigsten Todesursachen.

Wenngleich es häufig nicht gelingt, eine Ausheilung der Erkrankung zu erreichen, sind in den letzten Jahren doch große Fortschritte in der Behandlung der Herzschwäche gelungen. Mit einer Reihe von Medikamenten gelingt es, das Fortschreiten der Erkrankung aufzuhalten und eine verbesserte Lebensqualität zu erreichen. Eine spezielle Herzschrittmachertherapie erreicht in ausgewählten Fällen eine Optimierung der Herzfunktion.

Der Herzschrittmacher dient dann nicht in erster Linie zur Behandlung eines verlangsamten Herzschlags, sondern verhilft dem Herzen zu einer besseren Koordination der Pumpfunktion. In besonders schweren Fällen schützt ein dem Herzschrittmacher verwandtes Gerät („Defibrillator“) zuverlässig vor dem Tod durch Herzrhythmusstörungen, indem es bei Gefahr einen Elektroschock direkt im Herzen abgibt. Für einzelne Patienten mit schwerster Erkrankung steht als letzte Möglichkeit auch die Herzverpflanzung („Transplantation“) zur Verfügung.

letzte Aktualisierung: 25.01.2010
Autor - PD Dr. med. A. Schmermund 
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