Linksherzkatheteruntersuchung mit Koronarangiographie
Bei der Linksherzkatheteruntersuchung, die auch als „großer Katheter/große Sonde“ bezeichnet wird, werden die Herzkranzgefäße mittels Röntgen-Kontrastmittel auf einem Röntgen-Bildschirm sichtbar gemacht.
Die Herzkranzgefäße versorgen den Herzmuskel mit Blut und sichern so die Leistungsfähigkeit des Herzens. Die Gefäße gehen direkt oberhalb der linken Herzkammer aus der Hauptschlagader ab. Es werden drei Herzkranzarterien unterschieden; die linke Herzkranzarterie teilt sich in zwei Äste auf, die die Vorderwand (RIVA) und die Seitenwand (RCX) versorgen. Die rechte Herzkranzarterie (RCA) versorgt die Herzhinterwand.
Gefäßalterungsprozesse (Arteriosklerose), die durch verschiedene Risikofaktoren wie cholesterinreiche Ernährung, Zigarettenrauchen und/oder Bluthochdruck begünstigt werden, führen zur Bildung von Ablagerungen (Plaques) in der Herzkranzgefäßwand. Erreichen diese eine bestimmte Größe, entstehen Verengungen (Stenosen), die die Durchblutung des Herzmuskels vermindern. Dies wird als koronare Herzkrankheit (KHK) bezeichnet. Typische Beschwerden sind ein Druckgefühl hinter dem Brustbein (Angina Pectoris), das bis in den linken Arm ausstrahlen kann, und Luftnot bei körperlicher Belastung.
Indirekte Hinweise auf das Bestehen einer koronaren Herzkrankheit geben Belastungstest wie das Fahrrad-EKG oder die Herzszintigrafie. Zum verlässlichen, direkten Nachweis von Herzkranzgefäßverengungen ist allerdings eine Linksherzkatheteruntersuchung (Koronarangiografie bedeutet „Herzkranzgefäß-Darstellung“) erforderlich.
Dr. med. Eggebrecht
Prof. Dr. med. R. Erbel
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