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Chronische Mittelohrentzündung - Hintergrund / Einleitung

Besteht eine dauerhafte Belüftungsstörung des Mittelohres kann es zu einer chronischen Entzündung kommen. Es werden zwei Arten der chronischen Mittelohrentzündung unterschieden.

Man spricht von einer chronischen Schleimhauteiterung, wenn das Trommelfell in seiner Mitte ein Loch aufweist. In den meisten Fällen besteht eine Hörminderung mit einer häufig wiederkehrenden Flüssigkeitsabsonderung aus dem Ohr. In diesen Fällen ist eine Operation ratsam, um den Trommelfelldefekt zu verschließen und ggf. die Gehörknöchelchenkette zu rekonstruieren.

Bei einer chronischen Knocheneiterung, die auch Cholesteatom genannt wird, kommt es zu einem Einwachsen von Haut aus dem Trommelfell oder dem Gehörgang in das Mittelohr, was zu einer schrittweisen Auflösung der knöchernen Strukturen führen kann. Häufig ist hierbei ein Loch am Rande des Trommelfells zu sehen und es besteht eine Hörminderung sowie eine Sekretion aus dem Ohr. Diese Art der chronischen Entzündung muss in der Regel operiert werden, da im Verlauf das Innenohr, der Gesichtsnerv und das angrenzende Gehirn geschädigt werden können.

Das Ziel der Operation ist vorrangig eine vollständige Entfernung der Haut aus dem Mittelohr und nachrangig eine Wiederherstellung des Trommelfells und der Gehörknöchelchenkette.

Die Rekonstruktion gelingt in fast allen Fällen, nicht selten muss zur Sicherheit nach 6-12 Monaten durch eine operative Nachschau ein erneutes Hautwachstum im Mittelohraum ausgeschlossen werden.

Die Belüftungsstörung des Mittelohres wird durch die Ohropoerationen nicht immer behoben. Ein neues schonendes Verfahren der Laserablation an der Eustachschen Röhre kann in die eingeschränkte Belüftungstörung in vielen Fällen positiv beeinflussen.

letzte Aktualisierung: 14.05.2012

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