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Diabetes - Symptome / Diagnose

Symptome bei Diabetes


Welche Symptome beim Diabetes mellitus auftreten, hängt vom Grad des Insulinmangels und den damit verbundenen Stoffwechselstörungen zusammen. Anfänglich können besonders beim Diabetes Typ 2 die Beschwerden völlig fehlen, sodass die Diagnose oft zufällig erfolgt. Insgesamt entwickelt sich der Typ- 2-Diabetes eher schleichend. Im Gegensatz dazu beginnt der Typ-1-Diabetes meist plötzlich und heftig. Die Zeichen eines hohen Blutzuckerspiegels sind:
  • Durst
  • vermehrtes Wasserlassen, vor allem nachts
  • Müdigkeit und Abgeschlagenheit
Hinweise auf länger bestehende hohe Blutzuckerwerte sind:
  • ungewollte Gewichtsabnahme
  • Sehstörungen
  • Wadenkrämpfe
  • Nervenschmerzen in den Beinen
  • Juckreiz
  • hohe Infektneigung
  • schlechte Wundheilung
  • Potenzstörungen
Steigt der Blutzucker über 300 mg % an, können ernste Komplikationen bis hin zum diabetischen Koma entstehen. Doch auch die Unterzuckerung (unterhalb 40 bis 50 mg %, Hypoglykämie) sorgt für Symptome von Kreislauf- und Konzentrationsstörungen über Schwindel und Bewusstseinstrübungen bis hin zu Bewusstlosigkeit und Krampfanfällen. Zu einer Unterzuckerung kann es zu Beginn bei einem Diabetes mellitus Typ 2 durch eine überschießende Insulinfreisetzung oder im Rahmen einer Insulintherapie kommen. Bei Unterzuckerungen leichteren Grades ist das Nebennierenhormon Adrenalin in der Lage, den Reservezucker in der Leber zu mobilisieren und auf diese Weise den Blutzucker wieder zu erhöhen. Bei stärker ausgeprägten Hypoglykämien stehen nervliche Ausfallerscheinungen und psychische Veränderungen im Vordergrund. Solche Hypoglykämien sind glücklicherweise selten, sie erfordern jedoch immer die sofortige Hilfe eines Arztes.

Die Spätfolgen entscheiden über den Krankheitsverlauf bei Diabetes


Die möglichen Spätfolgen eines Diabetes mellitus sind für Lebensqualität und Lebenserwartung eines Diabetikers entscheidend. Wie genau die chronischen Schäden entstehen, ist noch nicht endgültig geklärt. Fest steht jedoch, dass ihr Entstehen und Fortschreiten von der Dauer und dem Schweregrad der Zukkerkrankheit bestimmt werden. Dabei spielen auch andere Risikofaktoren eine Rolle. Besondere Bedeutung kommt dabei den Gefäßerkrankungen zu. Sie bestimmen heute in weiten Teilen der Bevölkerung die Lebenserwartung, nicht nur beim Diabetiker. Dabei lassen sich zwei große Gruppen von Gefäßkrankheiten (Angiopathien) voneinander unterscheiden: die Makroangiopathie (von makros = groß), bei der die großen und mittleren Arterien betroffen sind und die Diabetiker wie Nichtdiabetiker befallen kann, und die Mikroangiopathie (von mikros = klein), die nur bei Diabetikern die kleinsten Blutgefäße (Kapillaren) befällt. Beim Diabetiker führt der erhöhte Blutzucker direkt zu einer Schädigung der Gefäßwände. Spätfolgen, die sich daraus ergeben, umfassen:
  • Augenschäden (Retinopathie)
  • Nierenschäden (Nephropathie)
  • Nervenschäden (Neuropathie)
  • Durchblutungsstörungen (Risiko für diabetisches Fußsyndrom und Amputation).
Zudem besteht für Diabetiker ein erhöhtes Risiko, eine Arteriosklerose, insbesondere eine koronare Herzkrankheit oder periphere arterielle Verschlusskrankheit, zu entwickeln und infolgedessen einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden. Durch eine rechtzeitige Therapie des Diabetes und der Begleiterkrankungen können deren Spätfolgen aber weitgehend verhindert oder zumindest verzögert werden.
letzte Aktualisierung: 29.05.2012

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