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Ärztliche Zweitmeinung (Second Opinion) - Zweitbefund

Arzt- und Medizinrecht

Durch ärztliche Zweitmeinung Befund sichern


Nutzen Sie bei Zweifeln Ihr gutes Recht


Unter einem ärztlichen Zweitbefund (auch ärztliche Zweitmeinung und Second Opinion genannt) versteht man die zweite Begutachtung eines ärztlichen Erstbefundes.

Das Einholen einer zweiten ärztlichen Meinung zum Befund (Diagnose /Therapie) kann bei Zweifeln die bestmögliche Behandlung des Patienten sicherstellen. Zwei voneinander unabhängige Befunde sind oft notwendig um sicherzustellen, dass Fehldiagnosen oder auch kleinste Abweichungen und Änderungen von ärztlichen Befunden auch wirklich erkannt und korrigiert werden können. Dadurch kann eine ärztliche Zweitmeinung (Second opinion) sehr wichtig und von großem Einfluss für die Beurteilung der Risiken und Chancen, insbesondere vor planbaren sowie operativen Behandlungen sein.

Für den Patienten bedeutet die ärztliche Zweitmeinung eine wichtige Maßnahme zur transparenten, umfassenden und ausgewogenen Patienteninformation. Nicht zuletzt hilft ein Zweitbefund Patienten, den richtigen Facharzt für eine Diagnose oder Therapie zu finden. Besonders bei chronischen und schwerwiegenden Problemen ist es wichtig, dass immer ein Mediziner des Vertrauens eingeschaltet wird.
Ebenfalls ist es bei einem auffälligen, bzw. erklärungsbedürftigem Befund, oder wenn der Patient berechtigte Zweifel an einer ersten Feststellung hat, ratsam einen unabhängigen Zweitbefund einzuholen. Viele Mediziner empfehlen diesen Schritt sogar nachdrücklich und haben Verständnis dafür, dass verunsicherte und skeptische Patienten Klarheit wünschen und sich durch eine qualifizierte Zweitmeinung absichern wollen.

Das Einholen einer Zweitmeinung heißt in den meisten Fällen nicht, dass das Ganze diagnostische Verfahren noch einmal von vorne beginnen muss. Der Patient hat Anspruch auf alle Unterlagen und Untersuchungsergebnisse des Erstbefundes. Das Recht des Patienten auf diese Unterlagen ist in den Patientenrechten fest geschrieben. Kein Arzt kann Patienten die Herausgabe verweigern. Tut dies ein behandelnder Arzt dennoch, sollte ein Patient sich berechtigte Gedanken darüber machen, ob er beim richtigen Arzt ist. Ganz im Gegenteil - eine zweite ärztliche Meinung sollte zur Stärkung des bestehenden Vertrauensverhältnisses zwischen behandelndem Arzt und Patient führen. Kein guter Arzt würde diesen Anspruch des Patienten verweigern. Die Kosten einer ärztlichen Zweitmeinung werden in Deutschland in der Regel von den gesetzlichen Krankenkassen getragen.

Einen Sinn hat eine ärztliche Zweitmeinung nur dann, wenn sie von einem erfahrenen Spezialisten durchgeführt wird. Patienten könne sich dabei durchaus von ihrem behandelnden Arzt eine Empfehlung geben lassen, oder sich auch vom persönlichen Umfeld beraten lassen, oder einfach bei medführer® - schnell und kostenlos - nach einem qualifizierten Spezialisten suchen.

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