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Schilddrüsenunterfunktion - Hintergrund / Einleitung

Schilddrüsenunterfunktion


Die Schilddrüsenunterfunktion – auch Hypothyreose genannt – ist durch eine mangelnde Versorgung des Körpers mit den Schilddrüsenhormonen T3 und T4 gekennzeichnet. Als Folge einer Schilddrüsenunterfunktion kommt es zu einer Verlangsamung des Stoffwechsels im Körper und damit zu einem Abnehmen der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit. Eine Schilddrüsenunterfunktion kann angeboren oder erworben sein und wird durch eine lebenslange Gabe von Medikamenten, die im Körper wie körpereigene Schilddrüsenhormone wirken, behandelt.

Anatomie und Funktion der Schilddrüse


Die Schilddrüse besteht aus zwei Lappen, die durch einen Streifen, der sich direkt vor der Luftröhre etwas unterhalb des Kehlkopfes befindet, miteinander verbunden sind. Die beiden Lappen der Schilddrüse umgreifen die Luftröhre und sind durch das Bindegewebe mit ihr verbunden. Zu den H auptaufgaben der Schilddrüse gehört die Jodspeicherung und die Produktion der jodhaltigen Schilddrüsenhormone T3 und T4 sowie des Peptidhormons Calcitonin.

Beim erwachsenen Menschen sind die Schilddrüsenhormone T3 und T4 dafür verantwortlich, einen ausgeglichenen Energiestoffwechsel aufrecht zu erhalten. Im Nervensystem wirken die Schilddrüsenhormone auf die Tätigkeit der endokrinen Drüsen ein und fördern die Abgabe von Wachstumshormonen durch die Hypophyse. Die Schilddrüsenhormone beeinflussen zudem durch eine gesteigerte Insulinfreisetzung aus der Bauchspeicheldrüse den Glukosestoffwechsel und wirken sich auf die Tätigkeit der Nebenniere aus. Calcitonin hemmt durch die Versorgung der Knochen mit Calcium und Phosphat und durch die Hemmung der Osteoklasten den Knochenabbau.

Von der Schilddrüse können vielfältige Erkrankungen ausgehen, die zu Störungen des Hormonhaushalts führen können. Diese Störungen des Hormonhaushalts der Schilddrüse werden als Schilddrüsenüberfunktion oder Schilddrüsenunterfunktion bezeichnet.

Definition: Schilddrüsenunterfunktion


Bei einer Schilddrüsenunterfunktion werden die Hormone T3 und T4 in nicht ausreichendem Maß gebildet. Der Stoffwechsel verlangsamt sich. Die körperliche und psychische Leistungsfähigkeit der Patienten nimmt stark ab. Eine Schilddrüsenunterfunktion kann entweder angeboren oder erworben sein.


Angeborene Schilddrüsenunterfunktion


Von einer angeborenen Schilddrüsenunterfunktion sind in etwa 0,2 Prozent aller Neugeborenen, vorwiegend Mädchen, betroffen. Ursachen einer angeborenen Schilddrüsenunterfunktion können eine vollständig oder teilweise fehlende Schilddrüse, eine verminderte oder gestörte Hormonbildung der Schilddrüse, die Unempfindlichkeit der Zielorgane oder eine zu geringe Bildung von TSH der Hirnanhangdrüse, sein.

Erworbene Schilddrüsenunterfunktion


Eine erworbene Schilddrüsenunterfunktion kann sich im Laufe des Lebens entwickeln. Ursachen einer erworbenen Schilddrüsenunterfunktion können eine Entzündung oder Operation der Schilddrüse, eine gestörte Versorgung des Körpers mit Jod, Störungen der Hirnanhangdrüse und der Produktion von TSH, Tumore in der Schilddrüse, Unempfindlichkeit der Zielorgane oder durch eine Behandlung einer Schilddrüsenüberfunktion mit Thyreostatika, sein.

Artikelinformationen zu Schilddrüsenunterfunktion
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medführer

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