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Parodontaler Screening Index

Der Parodontale Screening Index


Der Parodontale Screening Index (PSI) wurde im September 2000 von der Deutschen Gesellschaft für Parodontologie (DGP) als diagnostisches Hilfsmittel für die frühzeitige Erkennung von Parodontitis eingeführt. Er liefert umfangreiche Informationen über den Zustand des Zahnhalteapparates eines Patienten und erlaubt eine schnelle Beurteilung über das Vorliegen und den Schweregrad einer Parodontitis.


Die PSI Untersuchung erfolgt mit einer speziellen Parodontalsonde, der sogenannten WHO-Sonde, und tut nicht weh. An der Spitze der Sonde sitzt eine kleine Kugel mit einem Durchmesser von 0,5 Millimetern. Sie soll Verletzungen am Zahnfleisch verhindern, ist aber auch dazu geeignet, Unebenheiten und durch Füllungen überhangende Ränder zu erfassen und zu umgehen. Im Bereich zwischen 3,5 und 5,5 Millimeter befindet sich auf der Sonde eine schwarze Farbmarkierung, die Aufschluss über die genaue Tiefe einer Zahnfleischtasche gibt.

Das Gebiss wird in sechs Sextanten unterteilt (jeweils in Gruppierungen der hinteren Zähne links und rechts, oben und unten und der vorderen Zähne oben und unten) und Zahn um Zahn mit der Sonde untersucht. An bis zu sechs Stellen pro Zahn wird die Tiefe der Zahntaschen gemessen und pro Sextant die maximalste Tiefe dokumentiert. Hierfür benutzt der Zahnarzt eine von der DGP festgelegte Codeliste.

Jeder deutsche Kassenpatient hat alle zwei Jahre Anspruch auf eine PSI Untersuchung. Ist bereits eine Parodontitis festgestellt worden, muss die PSI Untersuchung allerdings unbedingt in kürzeren Abständen durchgeführt werden. Sie ist nicht sehr teuer und sollte angesichts der drohenden Auswirkungen einer Parodontitis auf den gesamten Körper nicht einfach vernachlässigt werden.
Code 0
Das schwarze Band der Sonde bleibt an der tiefsten Stelle der Zahnfleischtasche noch vollständig sichtbar. Es ist kein Zahnstein festzustellen, das Zahnfleisch blutet nach der Sondierung nicht.

Code 1
Das schwarze Band der Sonde bleibt an der tiefsten Stelle der Zahnfleischtasche noch vollständig sichtbar. Zahnstein ist auch hier nicht festzustellen, das Zahnfleisch blutet jedoch leicht nach der Sondierung.

Code 2
Das schwarze Band der Sonde bleibt an der tiefsten Stelle der Zahnfleischtasche noch vollständig sichtbar. Es lässt sich Zahnstein feststellen, das Zahnfleisch blutet nach der Sondierung.

Code 3
Das schwarze Band der Sonde bleibt an der tiefsten Stelle der Zahnfleischtasche nur noch teilweise sichtbar. Zusätzlich kann Zahnstein auftreten und das Zahnfleisch nach der Sondierung bluten.

Code 4
Das schwarze Band der Sonde verschwindet komplett in der Zahnfleischtasche. Zusätzlich kann Zahnstein auftreten und das Zahnfleisch nach der Sondierung bluten.
Bei Code 0 spricht der Zahnarzt von einem vollkommen gesunden Zahnhalteapparat. Bei Code 1 und 2 liegt eine Gingivitis vor, die behandelt werden sollte, um einer Parodontitis vorzubeugen. Code 3 indiziert eine mittelschwere, Code 4 eine schwere Parodontitis. In beiden Fällen sind weitere diagnostische (z.B. das Röntgen) und therapeutische Maßnahmen nötig.

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medführer

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