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Heuschnupfen - Behandlung / Therapie

Medikamentöse Behandlung von Heuschnupfen mit Antihistaminika und Kortison


Zur Linderung akuter Symptome von Heuschnupfen können Antihistaminika und Kortison eingesetzt werden. Eine ausreichende Allergietherapie leistet nicht nur Symptombekämpfung, sondern sorgt auch für eine verbesserte Lebensqualität der Betroffenen. Antihistaminika können lokal als Nasenspray oder Augentropfen angewendet sowie als Tabletten eingenommen werden. Die äußerlich anwendbaren Medikamente wirken direkt an den Schleimhäuten, wo die Beschwerden auftreten. Aufgrund der kurzen Wege wird eine sehr gute und schnelle Wirkung erzielt: Die Beschwerden lassen innerhalb von wenigen Minuten nach. Diese Darreichungsform ist außerdem besonders schonend, da nur sehr geringe Wirkstoffmengen in die Blutbahn gelangen. Geeignete Antihistaminika in Spray- oder Tropfenform sind auch für Kinder erhältlich.

Mittel zum Einnehmen, so genannte systemische Medikamente, haben den Vorteil, dass z.B. auch allergische Symptome der Haut gelindert werden können. Einer der Nachteile ist, dass manche von ihnen, darunter auch modernere Präparate der 2. Generation von Antihistaminika, Müdigkeit hervorrufen können. Zudem müssen die Tabletten erst verdaut und im Magen- Darm-Trakt resorbiert werden, um in den Blutkreislauf zu gelangen und am Zielorgan Auge oder Nase die erwünschte Wirkung zu entfalten. Sie wirken daher meist nicht so schnell wie lokal anwendbare Antihistaminika.

Hyposensibilisierung bei Heuschnupfen


Als Langzeitprophylaxe wird die Hyposensibilisierung angewendet. Zu dieser oft auch „Allergieimpfung“ genannten Maßnahme raten Allergologen, wenn ein Patient länger als vier Wochen im Jahr unter allergischem Schnupfen leidet, auch bei nur leichten Symptomen. Nach einem genauen, zwei bis drei Jahre umfassenden Zeitplan wird der allergieauslösende Stoff in langsam steigenden Dosen verabreicht. Dadurch wird der Körper an das Allergen gewöhnt und dagegen immun gemacht. Diese in der pollenfreien Zeit beginnende und von Allergologen oder Lungenfachärzten durchgeführte Behandlung reduziert die Symptome von Heuschnupfen um 60 bis 80 Prozent. Wichtig ist sie auch, weil bei rund einem Drittel der Heuschnupfen-Patienten die Krankheit nach fünf bis zehn Jahren zu allergischem Asthma führt.

Prävention von Heuschnupfen


Allergene, die über die Atemluft aufgenommen werden, lassen sich nur schwer ganz ausschalten. Einige Maßnahmen können jedoch im Alltag etwas Erleichterung bringen:
  • An schönen, trockenen Tagen möglichst wenig ins Freie gehen (Pollenflug!)
  • Fenster und Türen geschlossen halten und nur zu bestimmten Zeiten lüften
  • Oft Händewaschen
  • Vor dem Schlafengehen duschen und Haare waschen. Auf diese Weise werden nachts weniger Pollen eingeatmet.
  • Regelmäßig Staubwischen und -saugen, aber nicht durch die von Heuschnupfen betroffene Person
  • Im Freien eine (Sonnen-)Brille mit Seitenschutz tragen, so können die Pollen nicht so leicht in die Augen gelangen
  • Evtl. Pollenfilter im Auto einbauen.



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